Elsas Nacht(b)revier



Francois Gérard: St. Térèse d'Avila

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Dienstag, 26. November 2013

Hamed Abdel-Samad wieder in Sicherheit

Ringrazio Dio!

Hier der Artikel.

Und hier noch Spon.

Mitlesende Soldaten, Veteranen, Reservisten

oder auch Militärseelsorger wie Psychologen sind gerade um ihre Meinung gefragt:

Heute wurden die Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, die sich dem Thema Belastungsstörungen bei Soldaten im Auslandseinsatz widmete.

Das Ergebnis:
>>Jeder fünfte deutsche Soldat geht mit einer psychischen Störung in den Auslandseinsatz. [...] Demnach handelt es sich um "manifeste, aber zumeist nicht erkannte" Störungen. [...]
Wittchen [Leiter des Instituts für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der TU Dresden] zufolge erhöhen solche Vorbelastungen bei Soldaten das Risiko einer Erkrankung nach dem Einsatz erheblich: Unerkannt vorbelastete Soldaten hätten ein vier- bis sechsfach höheres Risiko, mit einer neuen psychischen Erkrankung aus dem Einsatz zurückzukehren. In der Studie werden daher verbesserte Diagnoseverfahren gefordert, "um bereits vor dem Einsatz bestehende psychische Störungen zu erkennen". Man brauche "verbesserte klinisch-diagnostische Screenings".[...] Das Verteidigungsministerium verwies darauf, dass es bereits ein Pilotprojekt gebe, in dem psychologische Screeningverfahren erarbeitet würden, um bereits bestehende Belastungsstörungen vor der Teilnahme an Einsätzen zu erkennen.<< Aus einem Artikel der Süddeutschen hier.

Dass Soldaten aus einem Auslandseinsatz traumatisiert oder zumindest belastet zurückkehren, ist schon beklagenswert genug. Wie aber kommt es dazu, dass bereits VOR dem Auslandseinsatz eine unerkannte psychische Belastung besteht?
Wo sitzen die tiefen Wurzeln, die eigentlichen Ursachen? Denn ein Screening kann ja nur konstatieren, aber nicht erklären, woher die Vorbelastung eigentlich rührt? Oder legt so ein Verfahren auch Ursachen frei?
Was denkt ihr generell darüber? Ist die Studie positiv zu begrüßen? Kann sie Abhilfe schaffen und Aufmerksamkeit für ein latentes Problem fördern? Woher rührt das Problem?
Welchen Stellenwert hat in der Prävention dabei Militärseelsorge? Kann sie wenigstens unterstützen? Oder sollte man das Feld lieber den Psychologen überlassen?
Wo sind Chancen und wo sind Grenzen der Seelsorge?
Wie sieht es vergleichsweise in anderen Ländern aus?
Ist das ein Problem fehlender Resilienz? Steckt möglicherweise etwas sehr Tiefergehendes dahinter? Ein Verlust von Idealen? Von Glaube? Ich komme auf diese Gedanken, weil ich mir gut vorstellen kann (das will aber noch nichts heißen), dass zum Beispiel Dschihadisten (die ich keinesfalls als Vorbilder für Kämpfer in der Armee eines demokratisch konstituierten Landes bezeichnen will) vermutlich eher nicht unter Folgeschäden ihres Kampfeinsatzes zu leiden haben? Ein Fehlgedanke? Wie sieht das Thema unter Israels Soldaten, die ja ebenfalls sehr stark motiviert sind (aus auf der Hand liegenden Gründen), eigentlich aus? Weiß jemand etwas darüber? Über den Umgang dort?

Ist es möglich, dass man, je weniger routiniert und jobmäßig man in einen Einsatz geht, sondern vielmehr mit Ideal und Glaube an eine gute Sache, vielleicht resistenter ist? Ist vielmehr vielleicht das Umgekehrte der Fall? Routine und professionelles Denken schützt? Oder ist beides ein Fehlgedanke und es kann einfach jeden treffen, so wie jeder Zivilist eben auch durch das Erleben eines schrecklichen Unfalls sich eine PTBS zuziehen kann?

Eure Einschätzungen und Meinungen sind gefragt.
Betroffene sollen sich durch meine offen gestellten Fragen bitte in keinster Weise persönlich angegangen fühlen. Ich weiß, was PTBS bedeutet und wie es sich manifestiert - es handelt sich hier um rein abstrakte und theoretische Fragen - und nicht um persönliche Unterstellungen, den Betroffenen mangele es eventuell an Idealen!
Ich bin nur eine Zivilistin, die versucht, sich einen Einblick zu verschaffen. Für jeden konstruktiven Gedanken und jeden Kommentar dankbar.

Evangelii Gaudium - Das Apostolische Schreiben

ist heute offiziell veröffentlicht worden.

>> Einleitung

1. Die Freude des Evangeliums erfüllt das Herz und das gesamte Leben derer, die Jesus begegnen. Diejenigen, die sich von ihm retten lassen, sind befreit von der Sünde, von der Traurigkeit, von der inneren Leere und von der Vereinsamung. Mit Jesus Christus kommt immer – und immer wieder – die Freude. In diesem Schreiben möchte ich mich an die Christgläubigen wenden, um sie zu einer neuen Etappe der Evangelisierung einzuladen, die von dieser Freude geprägt ist, und um Wege für dem Lauf der Kirche in den kommenden Jahren aufzeigen.

1. Freude, die sich erneuert und sich mitteilt

2. Die große Gefahr der Welt von heute mit ihrem vielfältigen und erdrückenden Konsumangebot ist eine individualistische Traurigkeit, die aus einem bequemen, begehrlichen Herzen hervorgeht, aus der krankhaften Suche nach oberflächlichen Vergnügungen, aus einer abgeschotteten Geisteshaltung. Wenn das innere Leben sich in den eigenen Interessen verschließt, gibt es keinen Raum mehr für die anderen, finden die Armen keinen Einlass mehr, hört man nicht mehr die Stimme Gottes, genießt man nicht mehr die innige Freude über seine Liebe, regt sich nicht die Begeisterung, das Gute zu tun. Auch die Gläubigen laufen nachweislich und fortwährend diese Gefahr. Viele erliegen ihr und werden zu gereizten, unzufriedenen, empfindungslosen Menschen. Das ist nicht die Wahl eines würdigen und erfüllten Lebens, das ist nicht Gottes Wille für uns, das ist nicht das Leben im Geist, das aus dem Herzen des auferstandenen Christus hervorsprudelt.

3. Ich lade jeden Christen ein, gleich an welchem Ort und in welcher Lage er sich befindet, noch heute seine persönliche Begegnung mit Jesus Christus zu erneuern oder zumindest den Entschluss zu fassen, sich von ihm finden zu lassen, ihn jeden Tag ohne Unterlass zu suchen. Es gibt keinen Grund, weshalb jemand meinen könnte, diese Einladung gelte nicht ihm, denn » niemand ist von der Freude ausgeschlossen, die der Herr uns bringt «.[1] Wer etwas wagt, den enttäuscht der Herr nicht, und wenn jemand einen kleinen Schritt auf Jesus zu macht, entdeckt er, dass dieser bereits mit offenen Armen auf sein Kommen wartete. Das ist der Augenblick, um zu Jesus Christus zu sagen: „Herr, ich habe mich täuschen lassen, auf tausenderlei Weise bin ich vor deiner Liebe geflohen, doch hier bin ich wieder, um meinen Bund mit dir zu erneuern. Ich brauche dich. Kaufe mich wieder frei, nimm mich noch einmal auf in deine erlösenden Arme.“ Es tut uns so gut, zu ihm zurückzukehren, wenn wir uns verloren haben! Ich beharre noch einmal darauf: Gott wird niemals müde zu verzeihen; wir sind es, die müde werden, um sein Erbarmen zu bitten. Der uns aufgefordert hat, »siebenundsiebzigmal« zu vergeben (Mt 18,22), ist uns ein Vorbild: Er vergibt siebenundsiebzigmal. Ein ums andere Mal lädt er uns wieder auf seine Schultern. Niemand kann uns die Würde nehmen, die diese unendliche und unerschütterliche Liebe uns verleiht. Mit einem Feingefühl, das uns niemals enttäuscht und uns immer die Freude zurückgeben kann, erlaubt er uns, das Haupt zu erheben und neu zu beginnen. Fliehen wir nicht vor der Auferstehung Jesu, geben wir uns niemals geschlagen, was auch immer geschehen mag. Nichts soll stärker sein als sein Leben, das uns vorantreibt!<<

Weiterlesen hier.

cantare

Ich bin einfach hingerissen,
da ist so viel in diesem Monolog, von dem man oberflächlich...
ElsaLaska - 20. Aug, 19:55
Houellebecq ist ein sehr...
Wobei man jetzt keine Kristallkugel brauchte. Mir imponiert,...
Elsa (Gast) - 12. Aug, 17:50
Hui, das war aber ein...
Hui, das war aber ein wilder Ritt durchs Stadtbild...
NeonWilderness - 11. Aug, 23:45
Privet, fbtde!
Schön, von dir zu hören. Offenbar lebst du also auch...
ElsaLaska - 2. Aug, 10:27
Oha
Du lebst auch noch. Gut zu wissen!
fbtde - 2. Aug, 08:31

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