Elsas Nacht(b)revier



Francois Gérard: St. Térèse d'Avila



elsalaska[at]tiscali[punkt]it

Aktuelle Veröffentlichungen

"Ökumene mit Herzblut" - Besuch bei der griechisch-orthodoxen Gemeinde in MA-Luzenberg. In: Die Tagespost vom 8.9.2016.

"Eine orthdoxe Insel im Schwarzwald" - Auftakt zur Sommerserie Orthodoxie in Deutschland. Besuch bei der russisch-orthodoxen Gemeinde in Baden Baden. In: Die Tagespost vom 18. August 2016

"Die, welche uns den Gott des Todes predigen wollen" - Übersetzung eines Blogartikels von Kardinal Duka aus dem Tschechischen. In: Die Tagespost vom 13. August 2016

"Konvertiten" In: Die Tagespost vom 26. Juli 2016

"Teresa von Avila: Es gibt keinen Grund". In: Die Tagespost vom 23. Juni 2016

Rezension "Johannes Gschwind: Die Madonna mit dem geneigten Haupt". In: Die Tagespost vom 28. April 2016

Rezension "Peter Dyckhoff: Die Gottesmutter mit den drei Händen". In: Die Tagespost vom 21. April 2016

"Jacobus Voragine und seine Legenda Aurea Ausgabe lateinisch-deutsch". In: Die Tagespost vom 24. März 2016

"Ignatius jenseits von Legende und Vorurteil. Der Bericht des Pilgers und die Ignatius-Biografie von Pierre Emonet". In: Die Tagespost vom 19. Januar 2016

"Schicksalhafte Lektüre Die Taufkirche von Edith Stein in Bergzabern, wo ihr Weg der Heiligkeit begann" In: Vatican-Magazin Januar 2016

"Selbst ein Stein würde bersten. Interview mit Karam Alyas, Flüchtling aus Nordirak." In: Die Tagespost vom 4. Dezember 2015

"Am Ursprung eines stabilen Kerneuropa Gisela von Bayern und Stefan von Ungarn: Ein heiliges Paar, das zu Staatsgründern wurde" In: Vatican-Magazin Dezember 2015

"Hier wird nach Wahrheit gesucht. Ein Interview mit dem Konvertiten, Kampfkünstler und Schauspieler Michel Ruge." In: Die Tagespost vom 13. November 2015

"Leibhaftig, nicht als Symbol? Ein ungeschickter Priester: Das Blutwunder von Walldürn und die elf „Veroniken“ - In: Vatican-Magazin November 2015

"Martha und Maria in einer Person. Elisabeth Münzebrocks Porträt der Teresa von Avila" In: Die Tagespost vom 14.Oktober 2015

"Das Meisterwerk: Mann und Frau, die einander lieben." Zur Heiligsprechung der Eltern der hl. Thérèse von Lisieux. In: Vatican-Magazin Oktober 2015

"Glückssucher, Gelehrter und Vorbild. Ein gelungenes Porträt des heiligen Augustinus. In: Die Tagespost vom 27. August 2015"

"Hervorragende Brückenbauer. Ein Interview mit Simon Jacob, ZOCD u. Initiator des Project Peacemaker" In: Die Tagespost vom 21. August 2015

"Eine Tugend für Kämpfernaturen: Johannes Stöhr und die Tugend der Geduld." In: Die Tagespost vom 27.Juli 2015

"Wachen und Beten für die Welt. Ein Besuch bei den Trappistinnen auf dem pfälzischen Donnersberg." In: Die Tagespost vom 17. Juni 2015

"Ein Apostel der Armen: Der selige Paul Josef Nardini und seine Grabkapelle in Pirmasens" In: Vatican-Magazin Juni-Juli 2015

"Von der Tänzerin zur Ordensschwester. Irmgard Fides Behrendt Flucht aus dem Osten." In: Die Tagespost vom 8. Mai 2015

"Es ist eine simple Sache, zu lieben. Interview mit Torsten Hartung zu seiner Konversion." In: Die Tagespost vom 8. April 2015

"Meine Mutter stirbt an ALS" In: Christ und Welt - Beilage der "ZEIT", Ausgabe 17-2015

"Don Bosco und Maria Mazzarello" In: Vatican-Magazin April 2015

"Eine profunde Menschenkennerin. Zum dritten Band der Briefe Teresas von Avila" In: Die Tagespost vom 1. April 2015

"Katholisches Welttheater. Paul Claudel: Der seidene Schuh" In: Die Tagespost vom 19. März 2015

"Einbruch des Übernatürlichen. Michail Bulgakov: Der Meister und Margarita" In: Die Tagespost vom 7. März 2015

"Ganz Ohr für die Stimme des Herrn. Ein Kartäuser: Die Große Stille" In: Die Tagespost vom 3. März 2015

"An der Hand der großen Teresa". Eine Auswahl von Internetseiten zum 500. Geburtstag T. von Avilas. In: Die Tagespost vom 17. Februar 2015.

"Vom Krieg zum Frieden. Wie das Gefängnis für Torsten Hartung zum Tor der Gnade wurde." In: Die Tagespost vom 10. Februar 2015 (Buchbesprechung)

"Das Leben Jesu betrachten Ein Gespräch mit Pater Norbert Lauinger SAC vom Apostolatshaus in Hofstetten" In: Die Tagespost vom 31. Januar 2015

"Das Gebet ist die Drehscheibe des Christseins- Das Lebensbuch des heiligen Theophan des Einsiedlers bietet Einblick in den geistlichen Reichtum der Orthodoxie" In: Die Tagespost vom 27. Januar 2015

"Digitale Karte des Ordenslebens - Das „Jahr der Orden“ im Internet und den sozialen Medien" In: Die Tagespost vom 27. Januar 2015

"Eine Katakombenheilige im Exil Das Weinstädchen Morro d‘Alba in den Marken mit den Gebeinen der römischen Märtyrerin Teleucania." In: Vatican-Magazin Januar 2015

"Starke Frauen - Wenn Widerstand gegen herrschende Strukturen zur geistlichen Pflicht wird. Prophetinnen und Mahnerinnen in der Kirche." In: Die Tagespost vom 16. Dezember 2014

Auf Columbans Spuren. Eine unkonventionelle Pilgerreise." In: Die Tagespost vom 13. Dezember 2014

"Geistliche Paare: Der heilige Paulinus von Nola und seine Therasia" In: Vatican-Magazin Dezember 2014

"Die zeitlose Kunst des Sterbens. Nicht nur Hospizhelfer werden Peter Dyckhoffs Betrachtungen schätzen." In: Die Tagespost vom 20. November 2014

"Mystikerin des Apostolats. Mit Teresa von Avila Zugänge zur Spiritualität der Unbeschuhten Karmeliten finden" In: Die Tagespost vom 14.Oktober 2014

"Was die Mumien erzählen. Die Bruderschaft vom guten Tod und die Chiesa dei Morti in Urbania" In: Vatican-Magazin November 2014

"Teresa von Ávila und Johannes vom Kreuz. Die unbeschuhte Reformerin und ihr Vater, der „doctor mysticus“" In: Vatican-Magazin Oktober 2014

"Gottvertrauen als Balsam und Ansporn. Carlo Maria Martinis spirituelles Vermächtnis" In: Die Tagespost vom 4. September 2014

"Unter den Märtyrern der Gegenwart. Soon Ok Lee hat die Haft in einem nordkoreanischen Straflager überlebt und zum christlichen Glauben gefunden." In: Die Tagespost vom 16. August 2014

"Zeugen monastischer Kultur. Seit 20 Jahren gibt es das Netz cluniazensischer Stätten im Schwarzwald." In: Die Tagespost vom 17. Juli 2014

"Franziskus-Effekt in Umbrien. Steigende Pilgerzahlen in Assisi und eine Friedensmission im Heiligen Land." In: Die Tagespost vom 12. Juni 2014

"Im Bunker fing alles an. Franco de Battaglia schildert die Anfänge der Fokolarbewegung." In: Die Tagespost vom 5. Juni 2014

"Eine Oase der Stille-nicht nur für Zweifler. Zum 850. Todestag der hl. Elisabeth von Schönau" In: Vatican-Magazin Juni_Juli 2014

"Sie zum Lächeln zu bringen wird unser aller Lieblingsbeschäftigung" Buchbesprechung Sandra Roth: Lotta Wundertüte. In: Die Tagespost vom 24. Mai 2014

"Gelungene Ouvertüre. Der Postulator Johannes Pauls II. hat eine lesenswerte Papstbiografie vorgelegt." In: Die Tagespost vom 24. April 2014

"Kloster Wittichen und die selige Luitgard" in: Vatican-Magazin Mai 2014

"Clemens Brentano und die selige Anna Katharina Emmerick" in: Vatican-Magazin April 2014.

"Wohltuend für Seele, Geist und Körper Der heilige Ulrich von Zell und sein „durch Wunder berühmtes Grab“ im Schwarzwald" In: Vatican-Magazin März 2014

"Spiritualität der Heiligen. Bischof Paul-Werner Scheele stellt Glaubenszeugen aus allen Zeiten vor." In: Die Tagespost vom 27. Februar 2014

"Hinaus in die Randgebiete der menschlichen Existenz. Der hl. Vinzenz von Paul und die heilige Louise de Marillac." In: Vatican-Magazin Februar 2014.

"Blind geboren - Doch dann geschah das Wunder. In jener Zeit, als das Christentum aufzublühen begann: Die heilige Odilie auf dem Mont Sainte-Odile im Elsass." In:Vatican-Magazin Januar 2014.

"Römische Geschichte einmal anders." Rezension zu Ulrich Nersingers Buch "Die Gendarmen des Papstes." In: Die Tagespost vom 7. Januar 2014

"Die Bärin wies den Weg. Die heilige Richardis und Unsere liebe Frau in der Krypta in Andlau." In: Vatican-Magazin Dezember 2013

"Schatten auf der Soldatenseele". In: Die Tagespost vom 3. Dezember 2013

"Über den Brenner nach Rom. Ein neuer Pilgerführer mit Etappenheiligen." In: Die Tagespost vom 28.10.2013

"Eine neue Idee von Liebe - Der Troubadour Jaufré Rudel und seine ferne Prinzessin." In: Vatican-Magazin Oktober 2013

"Zeigen, dass sie ein Werkzeug Gottes war. Die Neuausgabe der Vita der heiligen Hildegard." In: Die Tagespost vom 17. September 2013.

"Licht ihres Volkes und ihrer Zeit". Die Lektüre ihrer Briefe eignet sich in besonderer Weise, um die hochbegabte Menschenführerin Hildegard von Bingen kennenzulernen. In: Die Tagespost vom 17. September 2013

"Eine Art intensivierte Straßenpastoral" - ein Gespräch zum Jahr des Glaubens mit dem Augustiner-Chorherrn und Bloggerkollegen Hw. Alipius Müller. In: Die Tagespost vom 24. August 2013

"Das flammende Siegel des hl. Ignatius. Die Eremo delle Carceri bei Assisi" In: Vatican-Magazin August-September 2013

"Mehr als exotische Aussteiger. Ein Buch gibt Einblicke in das Leben moderner Eremiten." In: Die Tagespost vom 11. Juli 2013

"Geistliche Vitaminspritzen. Gesammelte Johannes-Perlen aus einem reichen Leben." In: Die Tagespost vom 4. Juli 2013

"Das entflammte Herz. Die Ewigkeit als Maß: Franz von Sales und Johanna Franziska von Chantal." In: Vatican-Magazin Juli 2013

"Und Christus berührte das kranke Bein. Wie der heilige Pellegrino von Forlì zum Patron der Krebskranken wurde." In: Vatican-Magazin Juni 2013

"Ida Friederike Görres und Joseph Ratzinger - die tapfere Kirschblüte und ihr Prophet in Israel." In: Vatican-Magazin Mai 2013

"Kein Maß kennt die Liebe" - über die Gemeinschaft der Barmherzigen Schwestern und das Jubiläumsjahr in Kloster Hegne. In: Die Tagepost vom 20. April 2013.

"Liebe, Wahrheit, Schönheit-das gesamte Pontifikat Benedikts XVI." - Die Buchbesprechung zu A. Kisslers Buch "Papst im Widerspruch." Online hier.

"Zuversicht statt Zweifel. Bologna und die heilige Katharina."In: Die Tagespost vom 13. April 2013

"Und in dir wird man einst die Herrlichkeit Gottes sehen" über die heilige Katharina von Bologna. In: Vatican-Magazin März-April 2013

"Schutzschirm für die Gemeinschaft. Christoph Müllers Einführung in die Benediktsregel" In: Die Tagespost vom 7. März 2013

"Fritz und Resl: Gottes Kampfsau und Jesu Seherin" In: Vatican-Magazin Februar 2013 anlässlich des 130. Geburtstags von Fritz Michael Gerlich.

"Jakub Deml-Traumprosa, die vom Jenseits erzählt" In: Die Tagespost vom 9. Februar 2013

"Der Tod ist nicht relativ" In: Die Tagespost vom 7. Februar 2013

"In heiligen Sphären. Mensch und Welt lassen sich nicht entsakralisieren" In: Die Tagespost vom 5. Februar 2013

"Die tapfere Heilige, die nicht sterben wollte Die Märtyrerin Cristina und das Blutwunder von Bolsena." In: Vatican-Magazin Januar 2013

"Alles andere als Rettungsroutine. Aus den Schätzen der Kirche schöpfen: Warum Beichte und Ablass ein Comeback verdient haben." In: Die Tagespost vom 22.12.2012.

"Leitsterne auf dem Glaubensweg. Katholische Großeltern spielen eine wichtige Rolle bei der Neuevangelisierung." In: Die Tagespost vom 22.12.2012.

"Das Netz der virtuellen Ewigkeit.Tod und Gedenken im Internet." In: Die Tagespost vom 29. November 2012.

"Der Friede auf Erden fängt zwischen Männern und Frauen an. Marias "Fiat" und Josefs "Serviam". Engel führten sie zum außergewöhnlichsten Ehebund der Weltgeschichte. In: Vatican-Magazin Dezember 2012.

"Der Marathon-Mann" - mein Porträt von S. E. Bischof Tebartz-van Elst. In: Vatican-Magazin Dezember 2012.

"Versperrter Himmel, öffne dich!" Über die Wallfahrt der totgeborenen Kinder zu Unserer lieben Frau von Avioth. In Vatican-Magazin November 2012.

"Ein französischer Vorläufer des heiligen Franziskus - zum 800. Todestag des Hl. Felix von Valois." In: Die Tagespost vom 3. November 2012

"Die Macht der Mystikerinnen" anlässlich der Heiligsprechung von Anna Schäffer. In: Die Tagespost vom 20. Oktober 2012

"Was für eine Frau!" Zur Vereinnahmung der hl. Hildegard von Esoterikerin und Feministinnen. In: Die Tagespost vom 9. Oktober 2012

Über den Kapuzinerpater Martin von Cochem zu seinem 300. Todestag. In: Die Tagespost vom 29. September 2012

"Die Kirche-ein Krimi?" in: Die Tagespost vom 30. August 2012.

"Wieder gefragt: Exorzismus!" in: PUR-Magazin September 2012

"Mir ist das Brevier wichtig geworden!" Ein Interview mit dem evang. Pfarrer Andreas Theurer, der in die katholische Kirche eintreten wird. In: Die Tagespost vom 14. August 2012

"Im Vorhof des Himmels" Die hl. Edith Stein und ihr Seelenführer, der Erzabt von Beuron. In: Vatican-Magazin August-September 2012

"Durch Gottes Gnade ein Kind der Kirche" - Edith Stein, Erzabt Raphael Walzer von Beuron und die Enzyklika Mit brennender Sorge. In: Die Tagespost vom 9. August 2012.

Der Cammino di San Francesco-Heiligtümer im Rieti-Tal. In: PUR-Magazin Juli.

Die Opfer der Bundeswehr. Mein Interview mit dem Afghanistan-Veteranen R. Sedlatzek-Müller. In: Die Tagespost, Ausgabe vom 14. Juni 2012

"Mehr als Dinkel und Kräuter: Ein Kernkraftwerk des Heiligen Geistes - die hl. Hildegard von Bingen" In. Vatican-Magazin Juni-Juli 2012

"Wie eine lodernde Feuersäule Die heilige Veronika Giuliani" In: Vatican-Magazin Mai 2012

"Die Vollblutfrau, die den Erlöser liebte: Kronzeugin des Osterereignisses: Die Geschichte von Jesus und Maria Magdalena." In: Vatican-Magazin April 2012

"Ich fühle mich als Frau in der Kirche nicht diskriminiert" Ein Interview mit mir von Petra Lorleberg für kath.net

"Die virtuelle Engelsburg hat standgehalten" in: Die Tagespost vom 22. März 2012

"Die Sowjets traten, rissen, schlugen, brannten - aber immer wieder haben die Litauer ihren Kreuzeshügel aufgebaut". In: Vatican-Magazin März 2012

"Katholische Bloggerszene stiftet Ehe" Interview mit Phil und Hedda in: Die Tagespost vom 13.März 2012

Und Du wirst mal Kardinal!" Prags Erzbischof verkörpert das Durchhaltevermögen der tschechischen Christen. In: Die Tagespost vom 18. Februar 2012

"Wo Liebe ist, ist Eifersucht nicht weit: Alfons Maria de Liguori und Schwester Maria Celeste Crostarosa, Gründer des Redemptoristenordens". In: Vatican-Magazin Ausgabe Februar 2012

Neue Kolumne über geistliche Paare: "Mann-Frau-Miteinander-Kirchesein" In: Vatican-Magazin Ausgabe Januar 2012

Unsagbar kostbare Göttlichkeit - Gold, Weihrauch und Myrrhe: Die Gaben der Heiligen Drei Könige. In: Die Tagespost vom 5. Januar 2012

"Wo die Pforten des Himmels offen sind. Loreto in den italienischen Marken". In: Vatican-Magazin Dezember 2011

"Ein Schatz, der fast zu groß für diesen Erdball ist". In: Liebesbriefe für die Kirche. Hrsg. Noe, Biermeyer-Knapp. Bestellbar hier.

Der Papst meines Lebens - Vatican-Magazin spezial zum Papstbesuch

Norcia - der Geburtsort des heiligen Benedikt: "Als sich der Erdkreis verfinstert hatte" In: Vatican-Magazin August-September 2011

In englischer Übersetzung online hier: When the world had darkened<

Der Vatikan und die Blogger - Beginn einer wunderbaren Freundschaft.

Poetische Pilgerorte-Reisen ins mystische Mittelitalien. Erschienen im MM-Verlag.


il cinguettio

ufficio

Du bist nicht angemeldet.

Antwort von S.E. Bischof Mussinghoff zu meiner Anfrage "Aachener Friedenspreis 2013"

Durch das Bistum Aachen und von S. E. Bischof Mussinghoff ist eine sehr prompte und zeitnahe Antwort auf meine Anfrage erfolgt, was mich sehr gefreut hat und wofür ich mich ausdrücklich bedanke.

Hier der Wortlaut des Schreibens, darunter nochmals der Text meiner Anfrage:

>>Sehr geehrte Frau Wenz!

Sie schreiben wegen der Verleihung des Aachener Friedenspreises 2013 an „Schulen ohne Bundeswehr“.

Das Bistum Aachen hat keine institutionellen Verbindungen zu den Veranstaltern des Aachener Friedenspreises. Der Diözesanrat der Katholiken ist die gewählte Vertretung der Laien und der kirchlichen Verbände. Er trifft seine Entscheidungen, Erklärungen und Beschlüsse unabhängig vom Bischof.

Ich selber halte jedes Jahr einen Friedensgottesdienst mit Soldatinnen und Soldaten im Dom und nehme stets die Gelegenheit wahr, dem Militär für sein friedenförderndes Wirken zu danken, besonders auch in den weltweiten Einsätzen.

Durch die Militärseelsorge sind wir den Menschen verbunden und verpflichtet, die im Militär dienen bzw. als Familien mit betroffen sind.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr

Unterschrift

***************************************************
Meine Anfrage lautete:


Sehr geehrter Herr Bischof Dr. Mussinghoff,
Exzellenz,

ich bin eine katholische Journalistin und habe kürzlich mit Erstaunen zur Kenntnis genommen, dass der Aachener Friedenspreis 2013 u.a. an „Schulen ohne Bundeswehr“ gehen soll.

Offenbar möchte man dort nicht, dass Jugendliche aus erster Hand über die verschiedenen Berufsmöglichkeiten bei der Bundeswehr informiert werden und in einer nachfolgenden Diskussion über das Grundgesetz, Krieg und Frieden, politisches Mandat, Auslandseinsätze usw. eigenverantwortlich und kritisch Fragen stellen, um sich eine fundierte Meinung zu bilden.

Mein Erstaunen wuchs sich zu Befremden aus, als ich dazu noch erfuhr, dass an der Beschlussfassung zur Preisverleihung nicht nur Parteien wie SPD und Grüne, sondern auch Kirchenvertreter wie Missio und Misereor sowie der Diözesanrat Aachen beteiligt sind.

Neben der oben bereits gestellten Frage, warum man den Schülern dieser Schulen dort augenscheinlich einen demokratischen Diskurs nicht zutraut bzw. vorenthält, hätte ich zur diesjährigen Preisverleihung noch einige weitere offene Punkte anzumerken:

- Wie steht eigentlich die katholische Kirche im Bistum Aachen, der Diözesanrat und alle anderen Kirchenvertreter im Gremium zu unserer Verfassung? Zur Gewaltenteilung? Zu den anderen Organen der Exekutive? Zu demokratischen Werten wie politisch freiem Diskurs und das Recht auch von Heranwachsenden, sich über die Instanzen, auf denen sich die Bundesrepublik aufbaut, durch direkte Information eine eigene Meinung zu bilden?

- Mit der SPD und den Grünen, die ebenfalls diesem Gremium angehören und somit für die Aussperrung einer grundgesetzlich (GG 87a) verankerten Institution, die zur Exekutive eines jeden demokratisch verfassten Staates gehört, stimmen ausgerechnet Angehörige jene politischen Parteien für diesen Preis, die unsere Soldaten damals mit auf den Balkan und vor allem nach Afghanistan geschickt haben?

- Ist es nicht absurd, auf so einer Basis als Kirche überhaupt noch Militärseelsorge zu betreiben? Wie soll ich als Katholikin einem dienenden katholischen Soldaten (oder auch einem evangelischen) diese Preisverleihung eigentlich erklären? Insbesondere etwa diese Passage aus der Verleihungsbegründung: „Jedoch ist der Soldatenberuf keinesfalls ein normaler Beruf. Soldatinnen und Soldaten verzichten mit ihrem Eintritt in die Armee auf wesentliche Grundrechte, wie auf das Recht auf körperliche und geistige Unversehrtheit und Leben. Die freie Meinungs- und Willensbildung wird beschränkt, Gehorsamsverweigerung wird bestraft.“

Meint das Gremium diese Behauptungen ernst, muss man sich als mündiger Bürger tatsächlich fragen ....

Der Hinweis, die BRD sei zu Beginn ihrer Gründung ja auch ohne Armee ausgekommen, zeigt lediglich das fehlende historische Verständnis der Preisverleiher: "Wenn diese enge Zusammenarbeit zwischen Bundeswehr und Bildungseinrichtungen von ihren BefürworterInnen begründet wird, ist häufig von der demokratischen Tradition der Armee die Rede. Die Bundeswehr sei integraler Bestandteil unseres Staatswesens und daher sei es selbstverständlich, dass die Armee an den Schulen präsent sein müsse. Dagegen lassen sich viele Argumente anführen, z.B. die Tatsache, dass die Bundesrepublik zu Beginn ihrer Geschichte keine Armee hatte. Offenbar ist unser Staat also auch ohne eine Armee denkbar."

Sollen also die Amerikaner, Franzosen, Engländer und Russen wieder unser Land sichern und verteidigen? Möchte das Gremium dieses?

Angemerkt sei noch, dass der Text des Grundgesetzes das Wort "Streitkräfte" insgesamt 18 Mal erwähnt, und zwar in unterschiedlichen Artikeln.

Abschließend weise ich noch auf ein Zitat aus einem Kommentar meines Kollegen Klaus Kelle hin, dem ich mich inhaltlich voll anschließe: “Über die Sinnhaftigkeit der Mission darf man geteilter Meinung sein. Über die Art, wie wir mit den jungen Männern und Frauen umgehen, die für unser Land ihr Leben riskieren, nicht. Es ist eine Schande, dass mit Unterstützung etablierter Organisationen Leute dafür geehrt werden, dass sie die Bundeswehr aus dem öffentlichen Raum verbannen. Unsere Armee aus der Mitte der Gesellschaft, wie es in Sonntagsreden immer heißt. Es sollte üblich sein, dass die jungen Menschen, die für dieses Land dienen, den Rückhalt der führenden Parteien haben – Regierung und Opposition. Und unsere Soldaten verdienen Respekt für ihre Arbeit, selbst dann, wenn wir die politischen Entscheidungen ihrer Befehlshaber manchmal nicht teilen.“ (Quelle: //www.rponline.de/politik/deutschland/kolumnen/politischinkorrekt/ein-schlag-ins-gesicht-fuer-unsere-soldaten-1.3403327)

Ich würde mir eine Äußerung von Ihnen dazu ausdrücklich wünschen und habe in dieser Sache u.a. auch den Militärbischof für Deutschland, Bischof Overbeck, angeschrieben und um eine Stellungnahme gebeten.

Mit freundlichen Grüßen

Barbara Wenz
ksu (Gast) - 25. Mai, 14:54

Auf ihrer Website erklärt das die Initiative so:
"Jugendoffiziere, der nun ohne Wehrpflicht vor ein Nachwuchsproblem gestellten Bundeswehr, besuchen zunehmend Schulen, Bildungs- und Jugendeinrichtungen. Der Werbe-Etat und die personellen Ressourcen der Bundeswehr ermöglichen ihr eine sehr breite und oftmals zum Positiven verzerrte Öffentlichkeitsarbeit, die das Soldatenhandwerk als Abenteuerurlaub präsentiert. Gegen solche Beeinflussung – teilweise noch minderjähriger Kinder – sprechen sich die Schulen ohne Bundeswehr in aller Deutlichkeit aus. Hierfür erhalten sie stellvertretend für alle Schulen mit entsprechenden Beschlüssen den Aachener Friedenspreis."

Ich finde das klingt schlüssig.

Ich kann mich noch gut an den "Wehrkundeunterricht" und die in das Schulleben integrierte "vormillitärische Ausbildung" vor 30 Jahren erinnern. Ich bin sehr froh darüber, dass meine Jungs das nicht durchleben müssen. Wenn sie sich allerdings "aus erster Hand über die verschiedenen Berufsmöglichkeiten bei der Bundeswehr informieren" müchten, liebe Elsa, dann können sie das auf den verschiedenesten Veranstaltungen und Messen tun. Dort ist die Bundeswehr, neben vielen anderen Ausbildungsberufen durchaus präsent.

Außerdem gibt es noch einen vierten Preisträger: die Internationalen Schule in Dohuk. Ich hoffe, wenigstens das findet Deine Zustimmung ... :-)

ElsaLaska - 25. Mai, 14:57

@ksu

Kurze Zwischenfrage, wenn das erlaubt ist, da ein persönliches Thema:
Du bist in der DDR aufgewachsen?
ksu (Gast) - 25. Mai, 15:01

@Elsa

Ja.
Dort liegen meine pazifistischen Wurzeln ("Schwerter zu Pflugscharen").
Il capitano - 25. Mai, 15:04

@ksu

Woher weiß man, dass der Bundeswehrdienst zum Abenteuerurlaub verzerrt wird, wenn man die Vertreter der Bundeswehr überhaupt nicht zu Wort kommen lässt?
ElsaLaska - 25. Mai, 15:06

@ksu

Nun, es gibt in der BRD keinen "WEHRKUNDEUNTERRICHT".

Bei der Bundeswehr handelt es sich um eine verfassungsgemäß verankerte Institution eines demokratischen Rechtsstaates. Bitte zur Kenntnis nehmen.

Ich (im Westen aufgewachsen) habe selbst Mitte der Achtziger einem Besuch eines Vertreters der BW an unserem Gymnasium beigewohnt (nicht zu verwechseln mit Wehrkundeunterricht, es war nur ein Vortrag). Er hat seine Arbeit vorgestellt, seinen Alltag, die Organisation, er hat uns über die politischen Grundlagen usw. informiert.
In der nachfolgenden Diskussionsrunde ging es sehr heiß her, da wurden äußerst kritische Fragen gestellt, die er nicht unbedingt immer zur Zufriedenheit unserer, einschließlich mir, mehrheitlich friedensbewegten, Klasse beantworten konnte.

Man nennt einen solchen Austausch einen freien Diskurs. Wo der nicht mehr möglich ist, darf man sich mit Fug und Recht fragen, wo wir eigentlich leben. Vor allem, wenn es dann auch noch unsere Verfassung berührt.

Ja, die Schule in Dobruk mag ich, um auch das noch zu beantworten. Den Rest finde ich intolerant, befremdlich und eigentlich irgendwie ... Naja egal. Es gibt ein Wort dafür. Jemandem, der in der DDR aufgewachsen ist, sollte es geläufig sein.
ksu (Gast) - 25. Mai, 15:09

@Il capitano
Ich denke, man hat seine Erfahrungen gemacht.
(Ich habe an verschiedenen Stellen den einen oder anderen Werbefilm der Bundeswehr gesehen und muss sagen, es klingt durchaus schlüssig, was sie das schreiben.)
Il capitano - 25. Mai, 15:18

Ein Werbefilm soll Interesse wecken. Nicht mehr. Auch Soldaten haben heutzutage - gerade durch die Freiwilligkeit des Dienstes - auch ein Recht zum Verlassen der Streitkräfte.
ksu (Gast) - 25. Mai, 15:22

@Elsa:
"Bei der Bundeswehr handelt es sich um eine verfassungsgemäß verankerte Institution eines demokratischen Rechtsstaates."
Das Gleiche hätte man mir vor 30 Jahren von der NVA auch gesagt.

Die DDR hielt sich durchaus für einen demokratischen Rechtsstaat. Auch die USA hält sich für einen demokratischen Rechtsstaat. Wer weniger demokratisch (die "Wahlen" in der DDR waren es sicher nicht, aber die Wahl 2000 war es sicher auch nicht) war und wer weniger Rechtsstaat (man sehe sich die Rechtssprechung in der USA an...) - das ist eine andere, obgleich sicher sehr spannende - Diskussion.

Die Schulkonferenz hat dort mehrheitlich einen Beschluss gefasst. Es ist ihr gutes Recht festzulegen, wer innerhalb der Schule eingeladen wird und wer nicht. Und ich finde, sie hat den Beschluss schlüssig begründet.

Ich finde im Grundgesetz auch keinen Artikel, der der Bundeswehr das Recht einräumt, in die Schulen zu gehen. Das gleiche gilt für die Freiwillige Feuerwehr, den Tierschutz oder die örtliche Fachschule. Schüler, die sich über die Bundeswehr informieren wollen, werden außerhalb der Schule Gelegenheit dazu finden.
Il capitano - 25. Mai, 15:28

Wenn es das gute Recht von verbeamteten Lehrern wäre, die Zusammenarbeit mit anderen staatlichen Institutionen abzulehnen, könnte genauso gut die Bundeswehr die Hilfe bei Katastrophen verweigern. Sorry, aber die Bundeswehr ist eine Parlamentsarmee. Zweifelst du den Bundestag auch an? Kann man den auch einfach ausladen oder ignorieren?
ElsaLaska - 25. Mai, 15:29

@ksu

Der Unterschied ist:
Die Bundeswehr hat keine Menschen erschossen, die das Territorialgebiet der damaligen BR verlassen wollten.
ElsaLaska - 25. Mai, 15:32

@ksu

Also fassen wir zusammen - du setzt die Verfassung der BRD mit der der damaligen DDR gleich und erklärst gleichzeitig, die Bundeswehr stünde auf der selben Stufe wie die NVA?

Deshalb konnten wir damals ja auch wohl auch so kritische Fragen stellen, die den BW-Offizier ins Schwitzen brachten, was?


Ich möchte es einfach nur nochmal hören, um es mir auf der Zunge zergehen zu lassen und mich danach zu betrinken, wenn ich sowas von einem deutschen Bürger nach der Wiedervereinigung höre. Betrinken muss ich mich deshalb, um nicht in Ressentiments gegen Ostdeutsche von wegen politischer Bildung zu verfallen.
ksu (Gast) - 25. Mai, 15:52

@elsa:
"Also fassen wir zusammen - du setzt die Verfassung der BRD mit der der damaligen DDR gleich und erklärst gleichzeitig, die Bundeswehr stünde auf der selben Stufe wie die NVA?"

Nein. Das habe ich weder gesagt, noch gemeint.

Ich habe lediglich gesagt, die NVA war auch in der DDR "eine verfassungsgemäß verankerte Institution". Und die DDR HIELT SICH SELBST für einen demokratischen Rechtsstaat. Ich sehe das anders. (Übrigens nicht erst seit 1989.) Aber ich halte auch die USA nicht für einen demokratischen Rechtsstaat. OHNE dass ich jetzt die DDR mit den USA vergleichen wollte.

Die Bundesrepublik ist dagegen deutlich näher dran an dem, was ich unter einem demokratischen Rechtsstaat verstehe. Und die Auslandseinsätze der Bundeswehr sind vom Bundestag legitimiert. Trotzdem halte ich sie für falsch. Das ist mein gutes Recht in der Demokratie :-)

Und ich finde es gut, wenn meine Kinder in der Schule von Bundeswehrwerbung verschont werden. Bin ich jetzt undemokratisch? Wie gesagt, die Bundeswehr hat ausreichend Möglichkeiten und Mittel, über ihre Karrieremöglichkeiten zu informieren. Die Demokratie wird nicht untergehen, wenn dies nicht in der Schule geschieht.

Betrinken sollst Du Dich nicht, liebe Elsa. Du kannst meine politische Bildung gerne anzweifeln. Ich lebe allerdings seit mehr als 20 Jahren im Westen des vereinten Deutschlands und habe mich noch nie für einen durchschnittlichen Ostdeutschen gehalten. Auch wenn mich der eine oder andere Kollege immer noch fragt, was "die Ostdeutschen" über xyz denken...
ElsaLaska - 25. Mai, 15:58

@ksu

Prima.

Aber du solltest vielleicht auch nach meinem Erlebnisbericht des BW-Besuchs damals bei mir in der Schule anerkennen und wahrnehmen, dass ein freier Diskurs in einer Demokratie auch und sowieso gerade an Schulen durchaus sinnvoll ist und nicht unterbunden werden sollte - gerade das Thema "Werbefilme der BW" könnte man ja dort auch mal ansprechen. Genau wie viele andere Äußerungen der Friedenspreis-Verleiher über den Soldatenberuf.
Um nichts weniger, um nichts mehr geht es mir eigentlich.
Und an einer guten Schule kann man durchaus, und das verlange ich von einer Schule, auch wenn ich altmodisch bin, vorbereitend dazu tätig werden. Man kann die grundgesetzlichen Prämissen bearbeiten ebenso, wie kritisch auf Dinge eingehen, die einem komisch vorkommen mögen. Ich habs ja schon ausreichend erläutert.
Also was soll diese Aussperrung vom Diskurs unter dem Mantel, dem Frieden zu dienen, aus Aachen?
Il capitano - 25. Mai, 16:05

Ich betrinke mich jetzt auch. Elsa, darf ich dir etwas anbieten?
ksu (Gast) - 25. Mai, 16:10

@Elsa
Das kann man sicher tun. Man KANN die Bundeswehr einladen und sich dann mit deren Ansichten auseinandersetzen. Aber es liegt schon in der freien Entscheidung der Schule, ob sie das tut möchte oder nicht. Es hat aus meiner Sicht nichts mit Zensur oder ähnlichem zu tun, wenn sie entscheidet, dass sie das nicht möchte.

Bei dem was ich jetzt sage, kommt der Dsiclaimer gleich vorneweg. Das Beispiel ist extrem, dient der Veranschaulichung und soll KEINESWEGS ein Vergleich der BW mit Neonazis sein!!!

Man KANN für eine Auseinandersetzung mit Neonazis auch die in die Schule einladen, um dann über ihre Ansichten zu diskutieren. Ich hätte großen Respekt vor einer Schule, die sich das traut. Aber ich kann jede Schule verstehe, die das nicht tut.
ElsaLaska - 25. Mai, 16:10

Nein.

Das ist jugendgefährdend. Es könnten minderjährige Schüler mitlesen, die vom freien Diskurs zwar ausgesperrt werden von ihren Schulkonferenzen, aber hier nun zum Alkoholkonsum animiert werden könnten.
Also sauer Sprudel.
Il capitano - 25. Mai, 16:14

Nun denn: Ich reiche dir ein Glas voller sauer Sprudel, du Spaßbremse ...
ElsaLaska - 25. Mai, 16:15

@ksu

Nein, ich habe dich schon richtig verstanden.

Nur gehört die BW, ob es einem nun passt oder nicht, eben zum politischen System des Landes, in dem man lebt. Neonazis eher nicht. (Wobei ich auch finde, man sollte Ex-Neonazis ruhig einladen, komischerweise geht das aber in Ordnung, da hat keiner Angst vor Infiltration und Jugendgefährdung nachher.)

Es ist deshalb zu begrüßen, wenn man Offiziere wie einfache Soldaten, die im AFG -Einsatz waren, ebenso wie Polizisten, oder warum auch nicht mal einen Verfassungsrichter, oder gar einen Bundestagsabgeordneten von Rot-Grün, die die Auslandseinsätze der BW mitbeschlossen haben, an eine staatliche (oder auch eine private) Bildungseinrichtung einlädt. Wenn man das nicht tut, dient man nicht dem Frieden, sondern diskreditiert sich selbst als jemanden, der weder an unserer Verfassung, noch an unserem Rechtsstaat, noch an einem Diskurs und schon gar nicht am Weltfrieden interessiert ist.
Das ist leider meine Auffassung dazu.
Il capitano - 25. Mai, 16:39

@Elsa

Wieso 'leider'? Ich finde deine Auffassung voll korrekt.
ElsaLaska - 25. Mai, 16:50

@ksu

"Leider", weil ich nicht einsehe, wieso Katholiken und insbesondere Rot-Grün auf Kreisebene, die ja auf Bundesebene eben ausgerechnet FÜR DIE VERFEMTEN Auslandseinsätze waren, diesen ausgrenzenden Schulen auch noch einen "Friedenspreis" verleihen müssen.
Ich verstehe mich im Grunde als eine Angehörige einer inklusiven Gemeinschaft. Die Schulen können tun und lassen was sie wollen, ausgrenzen wen immer sie wollen. Was das den Menschen in Syrien bringen soll - keine Ahnung.

Sinnvoll finde ich das aber nicht, besonders nicht als Angehörige der katholischen Kirche. Und schon gar keine Bereicherung für den Einsatz zum Frieden.
Vielleicht habe ich "leider" geschrieben, weil ich mich mit dieser Auffassung auch von meiner Kirche dennoch alleine gelassen fühle. Vermutlich war es das.
Il capitano - 25. Mai, 16:56

In Deutschland von Frieden zu reden und den Krieg in Syrien zu sehen, sind zwei verschiedene Paar Stiefel. Mittendrin im Krieg zu sein wird nicht schöner durch das Luxusgelaber von Menschen, die der Ansicht sind, man könne die Welt verändern, indem man gegen etwas ist, ohne für etwas zu sein, das auch Sinn macht und die Missstände beseitigen kann.
Bee (Gast) - 25. Mai, 17:00

Atmen, tief ein.... an Blumenwiese denken, Country Road summen... atmen...

Was soll's? Es hilft nichts:
Nee is klah!
Die USA sind kein demokratischer Rechtsstaat und ihre wild-mordenden Horden in Uniform sind die eigentlichen Welt-Terroristen, die wahlweise von der jüdischen Weltverschwörung, den Freimaurern oder den Jesuiten oder allen dreien ferngesteuert werden, oder was?
Diskussionen über Demokratie und den Sinn von Militäreinsetzten können wir, liebe Freunde, hier doch heute nur führen, weil irgendwelche Bauerenjungs aus den USA damals (lang, lang ist es her) so rotzedämlich waren, sich ihren Arsch für anderer Völker Freiheit in Fetzen schießen zu lassen, statt bei ihren Pflugscharen zu bleiben und für ihre Familien zu sorgen.
Wären die nicht so naiv gewesen an so grundsätzliches wie Freiheit zu glauben, würden hier doch alle Mann und Frau den Tag damit verbringen entweder vor roten oder braunen Generälen zu kuschen, um nicht im Gulag oder im KZ zu landen.
Dass es gerade denen, denen diese blutig erkaufte Freiheit den meisten wirtschaftlichen Wohlstand gebracht hat, es nicht für nötig halten, das Selbe für andere zu tun, ist wirklich unglaublich christlich.
Sich weiter mit Millionen vom solchen Einsätzen frei zu kaufen, ist auch ganz wahnsinnig friedensstiftend. Bravo.
Und sicher sollten wir auch auf keinen Fall unseren Jugendlichen Infos über die Aktivitäten der Bundeswehr zu kommen lassen, weil - ganz so doof sind Teens ja doch nicht - sie unter Umständen darauf kommen könnten, was für Heuchler und Schön-Wetter-Christen wir alle sind.
Ich fass es mal wieder nicht!
ksu (Gast) - 25. Mai, 17:04

@bee:
bitte nicht auf diesem Niveau.
ElsaLaska - 25. Mai, 17:06

@bee

Cheers! YO!
Il capitano - 25. Mai, 17:16

Auf welchem Niveau? Auf dem Niveau der Wirklichkeit?
Bee (Gast) - 25. Mai, 18:20

So... ne Runde Jack D.

@Elsa und Il Capitano: Ich könnte jetzt nen Schluck und ein bisschen böse ami-kanische Kriegstreiber-Mucke? Wie wär's hiermit: //www.youtube.com/watch?v=4iFWNxASVHA

@KSU: Schuldigung, dass ich daran erinnert habe, dass unsere Freiheit nicht vom Himmel gefallen ist. Und keine Bange. Deine Jungs werden bestimmt geschont. Den dreckigen und gefährlichen Teil des Ringens um Freiheit über nehmen die Kids anderer Mütter bestimmt gerne für sie.
Il capitano - 25. Mai, 18:25

Klasse, Bee

da sag ich nicht Nein :-)
(zu allem nicht, was du geschrieben hast *anmerk)
ElsaLaska - 25. Mai, 18:30

Bee,

du bist ein sehr böses Mädchen;-)
Und dafür danke ich dem Herrn.
clamormeus (Gast) - 25. Mai, 19:39

Bee, krieg ich bitte auch einen?

Ich kann allein das Geschwätz nicht mehr ertragen, mit der die Beerdigung der Freiheit gerechtfertigt wird; wer immer für diese Freiheit kämpfte, hier tat er es vergebens,
Man hat gefälligst zur Teilnahme an einer Debatte vorab die einzig richtige Meinung zu haben, alle andere dürfen nicht. Alles andere ist gefährlich!
Welche die alternativlose Meinung ist, sagt Ihnen gern Ihre Nannykolchose!
Ja, DDR u.a. ist hier ein prima Stichwort

CHEERS!!!
Il capitano - 25. Mai, 19:41

Ja, macht euch einen klar mit der DDR. Für mich ist der NVA-Soldat eher ein Kamerad als ein Typ, der zusieht, wie seine Frau vergewaltigt wird.
clamormeus (Gast) - 25. Mai, 19:59

Äh Capitano?

Mir ging es nicht um die NVA sondern um eine zunehmende Geisteshaltung aber vor allem Praxis in der BRD.
Il capitano - 25. Mai, 20:05

Ich war Soldat.
Ich bleibe im Herzen immer Soldat.
Und alles andere spielt sich jenseits meiner Haltung ab.
Il capitano - 25. Mai, 20:54

Und wenn 'Soldat' und 'Christ' nicht mehr länger miteinander vereinbar sind, entscheide ich mich für den Soldatenstand. Tschüs, ihr SUPERMENSCHEN (TM)
Bee (Gast) - 25. Mai, 21:42

Ich stell die Flasche auf den Tisch.... bedient Euch.

So. Nochmal Rundschlag.
Also, da ich bekennenderdings ein Kind des Reichs der untergehenden Sonne bin, hab ich nicht so wahnsinnig viel Ahnung von den Zuständen in der NVA und der Volkspolizei . Sollte es allerdings richtig sein, dass da im entschiedenen Moment der Befehl auf das eigene Volk zu schießen entweder abgebogen oder nicht weiter gegeben oder schlicht nicht ausgeführt wurde, kann ich nur sagen: Hut ab.
Gerade wenn man eigentlich weiß, dass ein nicht ausgeführter Befehl im Normalfall mehr Menschenleben kostet, wie ein anscheinend noch so sinnloser ausgeführter Befehl.
Wäre die Geschichte anders ausgegangen, wäre das mehr als nur unangenehm für die Betreffenden geworden.
Solche Geschichten kennt man auch aus anderen Streitkräften, Wehrmacht und Rote Armee inklusive, was für mich die These untermauert, dass es sich bei Soldaten eben nicht um die unterbelichteten Jarheads handelt, von denen viele Friedensbewegte so gerne ausgehen.
Auch können wir uns gerne jederzeit darüber Streiten was wir alles so zur Eskalation in Krisengebieten beitragen und welche Drachen wir mit unserer Politik selber ausgebrütet haben und z.Z. wahrscheinlich ausbrüten, die wir dann mit großem militärischen Aufwand wieder erschlagen.
Das sollte allerdings den Blick nicht darauf verstellen, dass es eben Drachen sind und keine traumatisierten Rehpinscher.
Wir haben es derzeit eben häufig mit einem Gegenüber zu tun, dass ganz klare Ziele verfolgt zu denen es auch gehört die westliche Gesellschaft zu destabilisieren bzw. in den Kollaps zu treiben, die bei der Verfolgung ihrer Ziele Rechte und Menschenleben überhaupt nicht auf dem Schirm haben und die eher vergleichbar sind mit der Mafia und den süd-amerikanischen Drogenkartellen als mit staatlichen-politischen Konstruktionen. Erschwerend kommt noch hinzu, dass dieses Gegenüber Verhandlungen oder Vereinbarungen eher als Schwächeeingeständnis sieht, denn als Friedensangebot.
Zu glauben, dass man die bestehenden Kriege dadurch eingrenzt, dass man militärisch nicht eingreift, ist für mich so sinnig, wie zu glauben, dass man den Drogenhandel und Zwangsprostitution zum Erliegen bringt, in dem man die Polizei aus den betroffenen Stadtteilen abzieht.
Dass dieses Gegenüber sich häufig aus einer bestimmten Religion rekrutiert, ist meiner Ansicht nach sehr bedauerlich für alle anderen Anhänger dieser Religion. Doch denke ich, dass alleine diese Feststellung niemanden zum Patienten in einer psychiatrischen Einrichtung machen sollte. Ich denke nicht, dass das Islamophobie ist.
Und so lange mir niemand die Ausbildungslager der pietistischen Terrorallianz um Stuttgart herum oder die Trainingslager für Selbstmordattentäter auf dem Gelände des Vatikan zeigt, glaube ich, kann man sagen, dass der Islam ein größeres Problem mit seiner Haltung zu Gewalt und Terror ist bzw. hat, als das Christentum.
Gerd (Gast) - 26. Mai, 09:42

@KSU

Ich empfehle einen Besuch auf unserem englischen Friedhof. Hier kann jeder die in Stein geschlagenen Namen der Soldaten lesen, die dem Terror vor 70 Jahren die Stirn geboten haben und dafür ihr Leben liessen. Einfach mal einwirken lassen und still werden. Und dann am Mahnmal die Worte lesen: Sie sind nicht vergessen!
ksu (Gast) - 26. Mai, 10:59

Ich darf die Diskussion nochmal kurz zusammenfassen:
Elsa und ich haben unterschiedliche Meinungen zur Bundeswehr, die sich aus unserer persönlichen Vergangenheit ergeben. Diese haben wir ausgetauscht und waren nach einzwei Mißverständnissen eigentlich soweit, dass wir die Meinungen so stehen lassen konnten. Hatte ich jedenfalls den Eindruck.

Und dann kommt da so ein BEE daher und verteilt ein paar persönliche Beleidigungen und Schläge unter die Gürtellinie ("Und keine Bange. Deine Jungs werden bestimmt geschont. Den dreckigen und gefährlichen Teil des Ringens um Freiheit über nehmen die Kids anderer Mütter bestimmt gerne für sie.") Und alle anderen applaudieren. Schade, dass Diskussionen hier viel zu oft diesen Verlauf nehmen und in persönlichen Angriffen und Übergriffen weit unter der Gürtellinie enden.

Liebes BEE, diese Freiheit beinhaltet, eine andere Meinung, sofern sie nicht verfassungswidrig ist, zu akzeptieren, auch wenn sie nicht der eigenen entspricht.

Lieber Gerd, sie sind nicht vergessen. Ebenso wie die Russen, Amerikaner und Franzosen, die mit ihrem Sieg im 2. Weltkrieg die Voraussetzungen für ein friedliches Europa geschaffen haben. Nicht vergessen sind auch die anderen Opfer der Nazis, Juden, Kommunisten, Christen, Schwule, Behinderte, ...
Aber muss ich das jedes Mal im Vorfeld betonen, bevor ich meine Meinung zur Bundeswehr äußere?
ElsaLaska - 26. Mai, 22:58

@ksu

Na siehste, wie komplex das Feld ist? Und sollte man eben nicht lieber mal einen Tag lang sich vorbereitend habend in Sozialkunde oder Geschichte, genau deswegen einen Vertreter der Bundeswehr an eine Schule einladen, um mit ihm zu reden?

Immerhin halten die ihren Arsch hin dafür, dass Leute in D im Wohlstandskissen behaglich ihre "meinungsfreiheitlich garantierten "Senfs" aussprechen dürfen. Sorry.
Gerd (Gast) - 27. Mai, 09:07

@KSU

>>Lieber Gerd, sie sind nicht vergessen.<<

Wirklich? Nehmen wir an, eine Schulklasse wird über einen Ehrenenfriedhof geführt, dort erleben sie was es für viele Soldaten bedeutete sich dem Terror nicht zu beugen sondern das eigene Leben für die Freiheit zu opfern. Dann kehren diese Schüler in ihre Schule zurück, wo Soldaten keinen Zutritt haben. Ist das nicht ziemlich verwunderlich? Sollten die Kinder nicht die Menschen kennen lernen, die im Ernstfall ihr Leben für dieselben in die Wagschale werfen? Vielleicht denke ich da etwas einfach gestrickt. Aber das ist nun mal mein Naturell.
ksu (Gast) - 27. Mai, 10:40

"Dann kehren diese Schüler in ihre Schule zurück, wo Soldaten keinen Zutritt haben"

Also langsam wird es lächerlich.
Halten wir nochmal fest:

1. Jeder Schüler hat nach der Grundschule die Wahl einer weiterführenden Schule. In der Regel gibt es auch regional immer Alternativen. Wer also ein Problem mit diesem Beschluss der Schulleitung hat, muss sein Kind nicht in eine solche Schule geben.

2. Auch ein Schüler, der in diese Schule geht, hat ausreichend Gelegenheit, sich über die Bundeswehr zu informieren, wenn er das will.

Weder die Demokratie noch die Bundeswehr werden an diesem Beschluss dreier Schulen zu Grunde gehen.

Und dann gibt es ein paar Leute, die bewerten diese Entscheidung so positiv, dass sie dafür einen Friedenspreis vergeben. Das kann man anders sehen, darüber kann man diskutieren, aber man kann die Entscheidung dieser Leute auch akzeptieren. Wenn Ihr demnächst mit diesem Preis ausgezeichnet werden solltet, dann könnt Ihr ihn ja ablehnen ... :-)
Il capitano - 27. Mai, 11:02

Das Problem

dieser ganzen Debatte ist dass sie sich nicht um den Kern der Sache dreht, sondern um persönliche Moralvorstellungen. Also ganz simpel: Bundeswehr = staatliche Institution, Schule = staatliche Institution, beide verankert im demokratischen Rechtsstaat, beide durch Staat, Recht und Demokratie miteinander in einem Verhältnis.

Wir leben hier nicht in einer Bananenrepublik, in der jede staatliche Einrichtung nach Gutdünken handeln darf. Nächstens muss die Bundeswehr noch 'Bakschisch' zahlen, um Vorträge über Geo- oder Sicherheitspolitik halten zu dürfen? Immerhin muss sie schon von den Preisverleihern hinnehmen, angeblich zu täuschen und die Gesellschaft militarisieren zu wollen. Das an sich ist schon widerlich. Ein solches Gedankengut darf eine staatliche Einrichtung in einem demokratischen Rechtsstaat weder hinnehmen noch hat sie sich dafür auch noch auszeichnen zu lassen. Es ist schlicht eine Frechheit, wie hier unter albernen, aber subtil diskriminierenden Vorwänden mit unseren Soldaten verfahren wird.
BEE (Gast) - 27. Mai, 12:04

Dann habe ich den Sinn des Preises wohl ganz falsch verstanden

Der Aachener Friedenspreis wird, verbessert mich, dafür vergeben, dass man irgendwie irgendwas macht, was uns und den Rest der Welt friedlicher macht.
Nun, im wahrsten Sinne des Wortes, ist die Preisfrage, wie die Welt dadurch friedlicher wird, dass wir nicht über die BW und ihre Aufgaben, - die nicht nur von der Regierung und Verfassung gestützt werden, sondern auch von der UN - mit Jugendliche, die ja demnächst auch größtenteils Wähler sind, reden.
Die armen Kleinen sollen nicht von irgendwem verantwortungsloserweise erzählt bekommen, dass der Dienst bei der Bundeswehr ein ganz langes Zeltlager mit viel Körperertüchtigung ist.
-Wir reden hier von Jugendlichen, die wahrscheinlich zu 80% CoD, Halo, Farcry, Battlefield oder MW auf ihren Spielekonsolen spielen.
Wollen wir wirklich, dass Electric Arts und Activision Blizzard die Hauptinfo-Quelle übers Militär sind?
Und natürlich kann sich jeder auch privat über die BW informieren, so wie man auch privat Lesen und Schreiben lernen kann.... oh.... Falsches Thema, in Deutschland ist Home-Schooling ja gesetzlich untersagt. Warum eigentlich?
Wem hilft dieser Schulbann eigentlich?
Hmmm... also irgenwie passt das - wenigstens für mich - in das ziemlich auffällige Schweigen rund um die Militäreinsätze.
Dafür, dass wir daran Teilnehmen hört man nämlich verdächtig wenig über Gründe und Ziele.
Aber man hört an jeder Ecke Leute darüber schwadronieren, wie furchtbar die Amis mal wieder sind, die mal wieder fremden Völkern ihre Politik aufzwingen wollen und dass wir alle viel besser leben könnten, wenn die Arschlöcher aus Übersee uns nicht damit hineinziehen würden. Weil - wäre das us-amerikanische Militär nicht - würden sofort alle Konflikte friedlich gelöst, denn die afghanischen War Lords haben ja gar nichts gegen uns, die wollen nur in Ruhe zuhause ihr Ding machen. Dass die jetzt hier auch Bomben legen, dass ist Schuld der Amis, die uns zwingen bei ihnen mitzumachen....
Also, hm, weiß nicht, aber mir gefällt das nicht. Für mich hört sich das weder nach Realpolitik (zugegeben:Kissinger, speziell das Duo Kissinger/Nixon waren nicht gerade moralische Giganten) noch nach Friedenspolitik an, sondern nach dem Versuch langsam aus den westlichen Bündnissen auszusteigen. Was.... naja... ich befürchte der erste Schritt in die ganz falsche Richtung wäre.
Wie gesagt, ich find es auch immer wieder ganz zauberhaft, wenn den USA die Rechtsstaatlichkeit und demokratische Ordnung abgesprochen wird. Ganz, ganz entzückend.
ksu (Gast) - 27. Mai, 12:11

@Il capitano
Sry, aber das stimmt so nicht.
Es gibt kein Gesetz, dass der Bundeswehr das Recht einräumt, in Schulen auftreten (und letztlich um Nachwuchs werden) zu dürfen. Genauso wie es das für die Freiwillige Feuerwehr, die Polizei oder den Verfassungsschutz auch nicht gibt.
Insofern DÜRFEN die Schulen das frei entscheiden. Und wenn es im Lehrplan von GK um die Bundeswehr oder um Friedenspolitik geht, dann darf der Fachlehrer frei entschiden, wie er den Lehrstoff aufbereiten und den Schülern nahe bringen. Das Land kann das ändern, sie könnte die Teilnahme der Bundeswehr am GK Unterricht zwingend vorschreiben. Solange das nicht der Fall ist, kann ich die Aufregung wirklich nicht verstehen.
Il capitano - 27. Mai, 12:19

Für mich besteht die Aufregung in der Argumentation der Preisverleiher. Diese verbreiten nicht nur völlig haltlose Aussagen bezüglich der Grund- und Bürgerrechte, sondern werfen der Bundeswehr öffentlich Täuschung und Militarisierung der Gesellschaft vor. Die Begründung der Preisverleihung ist nicht nur sachlich hanebüchen, sondern beleidigend.

Abgesehen von der Gesetzeslage halte ich es für unanständig, einen derart begründeten Preis anzunehmen.

Ansonsten, auch mit der Darstellung der Fehlinterpretation des GG:
//capitano.twoday.net/stories/ein-friedenspreis/
//capitano.twoday.net/stories/aachener-friedenspreis/

Und dann regt mich noch auf, dass
- die Aachener Diözese mit den Ultralinken kuschelt,
- jene Parteien da mitmachen, die im Bund Militäreinsätze beschließen,
- der Soldat der Buhmann für Alle zu sein scheint.
Imrahil (Gast) - 27. Mai, 16:31

@ksu ad 1, das stimmt so nicht, oder wenn es häufig oder in einer Mehrzahl der Fälle stimmen sollte, dann stimmt es erstens nicht immer, und ist systematisch sogar die Ausnahme.

Innerhalb des öffentlichen Schulwesens, um das es uns ja geht - Privatschulen sind die Ausnahme - hat der Schüler das Recht, Schulart und Schulzweig zu wählen, sofern er die bei je höheren Schulen je höheren Voraussetzungen erfüllt. Ein Schüler kann, wenn er den Schnitt hat, aufs Gymnasium gehen (oder auch aus legitimen Gründen nicht, was gerne moralisierend vergessen wird, aber das ist eine andere Geschichte); er kann sich in diesem Fall zwischen dem humanistischen, dem naturwissenschaftlichen etc. Zweig entscheiden.

Hier endet im systematischen Sinn, und außerhalb von Großstädten sehr häufig auch tatsächlich, die Freiheit der Schulwahl. Im Rahmen der gewählten Schulart und des gewählten Schulzweigs wird der Schüler einer Sprengelschule zugewiesen (oder die Wahlschule schreibt ihn einfach nicht ein, wenn er anderswo herkommt, weil sie überfüllt ist, usw.), sofern er nicht aus persönlichen Gründen eine Ausnahme beantragt (was man im Kirchenrecht Dispens und Privileg nennen würde).

-Ende des belanglosen Einschubs-
Gerd (Gast) - 27. Mai, 18:30

@KSU

>>Also langsam wird es lächerlich.
Halten wir nochmal fest:
1. Jeder Schüler hat nach der Grundschule die Wahl einer weiterführenden Schule. In der Regel gibt es auch regional immer Alternativen. Wer also ein Problem mit diesem Beschluss der Schulleitung hat, muss sein Kind nicht in eine solche Schule geben.<<

Na, dann nenn mir mal einen Fall, wo die Eltern ihr Kind von der Schule nehmen, mit der Begründung, dass dort die Bundeswehr keinen Zutritt hat. Wäre das lächerlich?
Fidelis (Gast) - 27. Mai, 18:38

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum es einigen so mega wichtig ist, dass die Bundeswehr in Schulen auf Werbetour geht.

Wenn man sich über die Bundeswehr informieren will, gibt es dafür mehr als genug Möglichkeiten. Ich sehe absolut keinen Sinn, wieso Kinder und Jugendliche von Bundeswehr-Anwerbern im Rahmen von Schule zwangsberaten werden sollten.

Wie gesagt, wer zur BW will, kann sich darüber im Internet oder direkt beim Kreiswehrersatzamt informieren.

Ich sehe eigentlich nur einen einzigen Sinn:

Früher wurden wir Jungs zur Musterung gezwungen. Da hatten die Kreiswehrersatzämter automatischen "Zugriff" auf die Jugendlichen.

Heute gibts diese Zwangsmusterungen aller Jugendlichen nicht mehr, d.h. die BW kommt nicht mehr so ohne weiteres an die jungen Leute heran. Und dafür soll nun die Schule benutzt werden.
Il capitano - 27. Mai, 18:43

Tja, Fidelis, und wenn jede Einrichtung die Bundeswehr aus ihren Räumen fernhält und damit das Kennenlernen der Bundeswehr untergräbt, führt der Staat die 'Zwangsmusterung' halt einfach wieder ein. Dann kann man sich endlich wieder darauf berufen, zum Soldatsein gezwungen worden zu sein. Ist ja viel angenehmer.
ElsaLaska - 27. Mai, 18:45

@fidelis

Wir drehen uns im Kreis.

Ich hatte jetzt schon mehrfach berichtet, wie so eine Veranstaltung abläuft, und diese Veranstaltungen gab es auch SCHON als noch Wehrpflicht herrschte.
Ich habe ferner vermutet, dass du noch auf so einer Veranstaltung warst. Du hast das bisher nicht widersprochen.

Ich wie auch bee haben mehrmals drauf hingewiesen, dass es wohl besser ist, dass Jugendliche ihr Wissen über Militär und Kriegsführung nicht ausschließlich aus durchgeknallten PC-Spielen oder Filmen aus Billigproduktionen beziehen, sondern mit jemandem diskutieren können dazu. Natürlich können sie dazu auch ins Kreiswehrersatzamt, aber ein organisierter Besuch mit Diskussionsrunde ist VIELLEICHT ein bisschen sinnvoller und besser durchzuführen, als wenn Einzelne da reingedröppelt kommen.
Das Wissen darüber, wie die BW arbeitet und strukturiert ist, die Auseinandersetzung über Sinnhaftigkeit ihrer Einsätze oder eben nicht, gehört zur Allgemeinbildung! Und die fehlt ganz offensichtlich so manchem hier!

Also fantasier halt EINFACH weiter vor dich hin .... Nur nicht hier.

@all: Die Diskussion ist hiermit beendet, da offenbar schon alles mehrfach von allen gesagt worden ist.

Tiberius (Gast) - 27. Mai, 19:24

Öffentlichkeitsarbeit und Nachwuchswerbung getrennt

Ein Unterschied, der in der Auseinandersetzung leider nicht berücksichtigt wurde, ist der Unterschied zwischen Jugendoffizieren der Bundeswehr, die als Ansprechpartner zu sicherheitspolitischen Frage zur Verfügung stehen, und Personalwerbern, die den Auftrag zur Nachwuchsgewinnung haben. Letztere werden meines Wissens an Schulen nicht eingesetzt, erstere haben nicht den Auftrag, Nachwuchs zu gewinnen.
Das wir in Deutschland in sicherheitspolitischen Fragen einen Diskurs von unterirdischen Niveau pflegen liegt auch daran, daß die Politik versucht diese Fragen soweit wie möglich aus der Öffentlichkeit herauszuhalten, um damit letztlich auch von der politischen Veranwortung für Kampf und Tod und Leben abzulenken.
Ich kenne einige Jugendoffiziere, die an Schulen gearbeitet haben, und keiner von denen war ein kriegsgeiler Draufgänger auf der Suche nach Kanonenfutter. Im Gegenteil, die Bundeswehr, ihre militärische Führung und jeder einzelne Soldat haben ein originäres Interesse an einem gut informierten und sachlichen Diskurs zur Sicherheitspolitik. Und zwar aus dem ganz einfachen Grund, weil sie es sind, die letztlich ihren Arsch dafür hinhalten müssen, wenn es einen Politiker juckt, aus welchen Erwägungen auch immer.
Informierte Sicherheitspolitik fällt aber nun mal nicht einfach so vom Himmel. Wer glaubt, dabei auf die Expertise von Soldaten verzichten zu können, ist ein Idiot.
clamormeus (Gast) - 27. Mai, 20:15

Schöner Schlußsatz!

Und der Bischof sagte:

>>(Ich) nehme stets die Gelegenheit wahr, dem Militär für sein friedenförderndes Wirken zu danken, besonders auch in den weltweiten Einsätzen.<<

Es handelt sich also bei den katholischen Preisverleihern um belanglose Privatmeinungen von Missio. Misereor und Diözesanratvertretern, nicht um die des Bistums oder gar der RKK!

Danke Elsa für die Mühe des Briefes!
Bee (Gast) - 27. Mai, 23:48

Wer bei Doom II ausgestiegen ist

möchte vielleicht wissen, was ich mit CoD meinte. Also... ich hab mir mal den Spaß gemacht und ein Werbe-Vid für Ghosts bzw. eine CoD Black Ops2 - Spielsequenz bei mir eingestellt.
Ich hab, denke ich, eine ganz smoove Sequenz mit recht entspannten Gamer rausgesucht. Da gibt's noch Luft nach oben.... oder besser nach unten. Trotzdem ganz zauberhafte philosophische Betrachtungen dabei.

Und, Tiberius, also ich war nicht davon ausgegangen, dass es stimmen könnte, das mit dem Zeltlager...

Trackback URL:
//elsalaska.twoday.net/stories/410258757/modTrackback

cantare

sofort dachte ich an...
der bei dem großen Beben von 1915 in einer Kirche in...
Cassian (Gast) - 25. Aug, 07:41
hab an Dich vorhin gedacht,...
hab an Dich vorhin gedacht, als ich Nachrichten sah...
fbtde - 24. Aug, 22:38
Das Wetter...
... lässt wie jedes Jahr zu wünschen übrig. War auch...
Marco Gallina (Gast) - 11. Aug, 16:46
Lange nicht mehr hier...
doch freue ich mich sehr, daß es diesen Blog noch gibt....
Arminius (Gast) - 29. Jul, 20:23
Lebenszeichen
Ein Lebenszeichen für uns Besorgten wäre wirklich nett....
Theodred (Gast) - 21. Jul, 21:36

attenzione

la bocca

 

About Elsa
All time favourites
Best of Benedict XVI
Blogozesanes
Breviarium Romanum
Christenverfolgung
Cooperatores veritatis
Deutschland pro Papa
Deutschland-Blog
Die Blognovela
Disclaimer
Dossier UR-FRÖDS
Eat Love Pray
Elsa fragt-Leser antworten
Gastbeiträge
Gebetszettel
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren