Hausmitteilungen
dreihundert Kaugummisorten! Wer soll das denn alles kauen! Und wohin entsorgen, den ganzen Mist? Die Menschheit wird an alten Kaugummis ersticken, das Zeug ist doch gar nicht biologisch abbaubar. Wo soll das denn noch hinführen?
Früher hab ich mich immer über fünfhundert Sorten Wurst aufgeregt, aber das macht ja wenigstens noch Sinn. Man hat eine schöne Auswahl und muss nicht den ganzen Tag Mortadella, Lonzo, Bresaolo oder Salami essen.
Aber KAUGUMMI? Oder Frühstückscerealien! Warum bieten sie nicht einfach Cornflakes und Müsli an? Nein, irgendwelches Superfiber-Zeugs in Pellettform, mit ohne Nuss und Honig oder Schokolade oder weiß der Geier was noch alles.
Ich kaufe schon längst keine Frühstückscerealien mehr, wie denn auch? Ich müsste ja die ganze Woche lang überlegen, welche Sorte ich mir montags kaufen will! Man wird doch blöd!
Ich kann doch nicht 48 Stunden am Tag Konsumentscheidungen treffen, als säße ich in den Vereinten Nationen oder im Europaparlament!
ElsaLaska - 18. Nov, 20:03
das ist doch ein Nissan, Opel baut doch keinen Micra?
Diese Welt wird immer unübersichtlicher. Das dachte ich mir neulich schon an der Supermarktkasse. Wenn ich mir ein Kaugummi hätte kaufen wollen, wäre ich absolut unfähig gewesen, aus den gebotenen dreihundert Sorten einen auszuwählen.
Früher gabs Spearmint, Juicy Fruit und noch eins, das hab ich vergessen, weil ich das nie wollte. Es war völlig easy, Kaugummi zu kaufen.
ElsaLaska - 18. Nov, 19:58
die online - also Nachtbrevier- Fassung mit ausgedruckt über 200 Seiten.

ElsaLaska - 17. Nov, 19:54
Man brummt irgendwie herum und immer wenn man vergrößert, logo, verschiebt sich das ganze Bild, so dass man erst wieder zurück muss, verkleinern, dann den Bildausschnitt wieder ansteuern, so dass er vielleicht diesmal in der Vergrößerung doch noch miterfasst wird und ich weiß nicht wie oft ich einfach im OFF gelandet bin mit dieser idiotischen Funktion. Das einzig gute daran ist, dass man die Google Maps NICHT AUCH NOCH nach Gebrauch irgendwie patent gefaltet zusammenfalten muss, sonst hätte ich wohl schon das Notebook aus dem Fenster geworfen. Ich bin SEHR unbegabt im korrekten Zurückfalten von Karten. Ich habe schlicht auch keinen Nerv dazu.
ElsaLaska - 16. Nov, 21:18
SCHRUNZT irgendetwas, und ich kann nicht ausmachen, was es ist. Gestern Abend schien es aus dem Kamin zu kommen, vorhin sah es so aus, als würde der Nachtfalter SCHRUNZEN, der außen an der Fensterscheibe entlangflatterte - jetzt bin ich durch das ganze Kaminzimmer gekrabbelt, Fenster auf, raushorchen, Fenster wieder zu, IN den Kamin horchen, Tür zum Gästezimmer auf, lauschen wie ein Luchs, nichts. Es schrunzte unbeirrt weiter. Immerhin habe ich die Quelle letztendlich ausgemacht: Es schrunzt in dem Korb mit Kleinholz NEBEN dem Kamin. Und jetzt sitze ich also Auge in Auge mit diesem Korb und grusle mich.
ElsaLaska - 16. Nov, 20:23
die aus dem
BODEN in unsere Häuser kriecht (!!!), die Menschen an Krebs sterben lässt.
Entwarnung übrigens für die Norddeutsche Tiefebene, da gilt das ja nicht, da ist der Boden nicht radonträchtig. Stehen auch keine Akws rum. Überhaupt, rumstehende Akws, wenn doch die TÖDLICHE GEFAHR aus dem BODEN kommt.
Sagmal, sind die eigentlich alle nur noch bekloppt?
ElsaLaska - 15. Nov, 09:12
Don Giorgio hat
gegen Papstsatiren im italienischen Fernsehen protestiert, vor allem weil irgendein Komiker pax (Friede) mit pacs (zivilrechtliche hetero- sowohl als auch homosexuelle Partnerschaften) dem Papst irgendwie in den Mund gelegt hat, ich schaue ja nicht fern, nicht mal italienisches TV, besser so.
Und meine Papstglossen werden ja sogar im Ratzinger Forum geklaut und geliebt. Von daher bin ich wohl aus dem Schneider, gell, Don Giorgio. Oder?
Schon.
Ist auch klar, dass er die Sendungen nicht selbst verfolgt hat. Weil es mangelt ihnen an intellektuellem Niveau. Das ist ja hier auf Elsas Nacht(b)revier, ringrazio Dio, völlig anders.
Oder?
Schon.
ElsaLaska - 15. Nov, 00:10
dass ich so eine nette Verwandtschaft habe. Der eine Onkel ist von der Wehrmacht desertiert und hat sich dann bei der französischen Fremdenlegion versteckt. Mein Opa war im Widerstand, kam dann in französische Kriegsgefangenschaft und hat "sein Dorf" auch nach dem Krieg immer wieder besucht, kam als halber Franzose wieder zurück. Ein anderer, und das wusste ich nicht, ich nenne ihn nur Onkel, er muss aber irgendwie ein Großonkel oder noch weiter weg verwandt sein, war Fallschirmjäger und auf einer griechischen Insel stationiert. Eines Tages zu Gast bei einer Bauernfamilie, die Wein, Schnaps und selbstgebackenes Brot verkaufte. Der 13jährige Sohn lag im Sterben - Malaria. Mein (Groß)onkel fuhr sofort mit seinem Motorrad zurück zu seiner Kompanie und organisierte lebensrettende Medikamente. Soweit so schön.
Jetzt, im Jahr 200x ist er Stammgast in einem griechischen Restaurant in seinem Dorf in Deutschland, mittlerweile über 80, und der Wirt sagte, der das wohl mitbekam - okay, wir fliegen zusammen auf diese griechische Insel. Und unglaublich - sie treffen sowohl die Mutter, mittlerweile über 100 Jahre alt und den ehemals 13 jährigen Sterbenden, genesen natürlich und mittlerweile 78 Jahre alt, wieder an, besuchen sie und frischen die Freundschaft auf.
Das ging durch die gesamte griechische Presse und das griechische Fernsehen. "Vom Todfeind zum Lebensretter. Wiedersehen nach 65 Jahren" war die Schlagzeile.
Also dass der II. WK einfach nur elendiglich war, braucht man nicht zu sagen. Aber dass im II. WK auch Menschen über sich hinauswuchsen und ganz ganz große Geschichten abliefen, die uns auch heute immer noch berühren, das kann man wohl nicht oft genug betonen. Ich bin einfach fasziniert davon, wie ein grauenvoller Krieg nicht nur das Schlimmste bei den einen zu Tage fördert, sondern eben auch das Beste bei den anderen. Und wie private und persönliche Versöhnung und Vergebung so möglich wird.
ElsaLaska - 12. Nov, 20:58
in der Schweiz ... *schluck*. Ich halte mich zwar streng an das Schweizer Limit, aber naja, 140 kmh können es dann doch schon mal werden, wenns bergab geht.
Boris Becker hat es neulich schon erwischt.
Deshalb heizen die Schweizer ja auch immer so in Deutschland und Italien. Und deshalb sind bei uns auch die Autobahnen immer KAPUTT, man steht deshalb im Baustellenstau oder schlimmeres. Und es kostet GELD. Während sich die Schweizer Obrigkeit gesagt hat: Nö. Wir lassen uns unsere Autobahnen nicht von freien Bürgern kaputtfahren, wir wollen keine Verkehrstoten und wir wollen keine idiotischen Lärmschutzwälle neben der Autobahn.
Stattdessen kassieren wir kräftig ab.
Oder ziehen halt den Lappen ein.
Weshalb ich gerne in der Schweiz Auto fahre. Neulich ist es mir nämlich in Deutschland mal wirklich so ähnlich passiert wie bei diesem Autobahnraser auf der Karlsruher Autobahn. Ich war kurz nach der Grenze noch irgendwie in meinem "Ich-fahr-halt-so-zwischen-120-und-150-km-Schweiz-Tran", da heizte von hinten irgendeine blöde Kleinteil-Kiste mit 240, ach was sag ich, 360 heran und zwar ohne abzubremsen. Ein Blick in den Rückspiegel, ich bin einfach erschrocken und vor Schreck auf die rechte Seite gezogen, glücklicherweise ohne ein Baby auf dem Rücksitz und ohne gegen die Leitplanke zu prallen oder meinen eigentlich gerade stattfindenden Überholvorgang ungut zu Ende zu bringen.
Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten für mich: Entweder, ich gebe meinen Führerschein aus Altersgründen ab oder ich verziehe in die Schweiz. Für diese Scheiße auf deutschen Straßen habe ich nämlich mittlerweile zero tolerance übrig.
ElsaLaska - 11. Nov, 00:50
es wird 2004 gewesen sein, meinem persönlichen Katastrophenjahr, bin ich wohl aus der Welt gefallen. Von meiner raschen Auffassungsgabe ist nichts mehr übrig geblieben ("Ihr Merkur ist sehr schnell"). Ich brauche bald eine halbe Stunde, um aus einer Kreuzung rauszufahren, ich bin heute an der Raststätte gewesen und wollte einen Cappuccino to go, man verwies mich auf eine drei Meter breite Maschine, ich warf einen Euro 50 ein und stellte fast den Becher neben den Kaffeeauslauf. Bemerkenswert war, dass ich überhaupt einen Becher FAND. Es war aber der falsche Becher. Er war aus Plastik und schokobraun. Ich wollte einen hellbraunen Thermobecher mit Deckel, der befand sich etwa auf Hüfthöhe und ich sowas nehme ich mittlerweile in meinem sich stetig verengenden Gesichtsfeld gar nicht mehr wahr. Ich habe vorsichtshalber meinen Hintermann gefragt, wo ich den blöden Plastikbecher platzieren muss und tappte schließlich von dannen, in der Hand hielt ich einen Deckel, der aber nur auf Thermobecher passt. Ich komme nicht mehr mit.
Es fühlt sich ungefähr so an, als sei ich 78, sehbehindert und müsse mir eine Zugfahrkarte aus dem Automaten ziehen (Wabe 7). Das IST ein unlösbares Problem.
Früher war es auch so, dass ich das moderne Leben meistern WOLLTE, heute habe ich keine Lust mehr. Es GIBT jetzt wirklich überall Cappuccino zum Mitnehmen - das gab es früher nicht - aber die Verhältnisse sind so, dass ich jetzt auch keinen mehr will. Ich rauche ja auch nicht im Gehen.
ElsaLaska - 9. Nov, 23:33