Elsas Nacht(b)revier



Francois Gérard: St. Térèse d'Avila



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Aktuelle Veröffentlichungen

"Ökumene mit Herzblut" - Besuch bei der griechisch-orthodoxen Gemeinde in MA-Luzenberg. In: Die Tagespost vom 8.9.2016.

"Eine orthdoxe Insel im Schwarzwald" - Auftakt zur Sommerserie Orthodoxie in Deutschland. Besuch bei der russisch-orthodoxen Gemeinde in Baden Baden. In: Die Tagespost vom 18. August 2016

"Die, welche uns den Gott des Todes predigen wollen" - Übersetzung eines Blogartikels von Kardinal Duka aus dem Tschechischen. In: Die Tagespost vom 13. August 2016

"Konvertiten" In: Die Tagespost vom 26. Juli 2016

"Teresa von Avila: Es gibt keinen Grund". In: Die Tagespost vom 23. Juni 2016

Rezension "Johannes Gschwind: Die Madonna mit dem geneigten Haupt". In: Die Tagespost vom 28. April 2016

Rezension "Peter Dyckhoff: Die Gottesmutter mit den drei Händen". In: Die Tagespost vom 21. April 2016

"Jacobus Voragine und seine Legenda Aurea Ausgabe lateinisch-deutsch". In: Die Tagespost vom 24. März 2016

"Ignatius jenseits von Legende und Vorurteil. Der Bericht des Pilgers und die Ignatius-Biografie von Pierre Emonet". In: Die Tagespost vom 19. Januar 2016

"Schicksalhafte Lektüre Die Taufkirche von Edith Stein in Bergzabern, wo ihr Weg der Heiligkeit begann" In: Vatican-Magazin Januar 2016

"Selbst ein Stein würde bersten. Interview mit Karam Alyas, Flüchtling aus Nordirak." In: Die Tagespost vom 4. Dezember 2015

"Am Ursprung eines stabilen Kerneuropa Gisela von Bayern und Stefan von Ungarn: Ein heiliges Paar, das zu Staatsgründern wurde" In: Vatican-Magazin Dezember 2015

"Hier wird nach Wahrheit gesucht. Ein Interview mit dem Konvertiten, Kampfkünstler und Schauspieler Michel Ruge." In: Die Tagespost vom 13. November 2015

"Leibhaftig, nicht als Symbol? Ein ungeschickter Priester: Das Blutwunder von Walldürn und die elf „Veroniken“ - In: Vatican-Magazin November 2015

"Martha und Maria in einer Person. Elisabeth Münzebrocks Porträt der Teresa von Avila" In: Die Tagespost vom 14.Oktober 2015

"Das Meisterwerk: Mann und Frau, die einander lieben." Zur Heiligsprechung der Eltern der hl. Thérèse von Lisieux. In: Vatican-Magazin Oktober 2015

"Glückssucher, Gelehrter und Vorbild. Ein gelungenes Porträt des heiligen Augustinus. In: Die Tagespost vom 27. August 2015"

"Hervorragende Brückenbauer. Ein Interview mit Simon Jacob, ZOCD u. Initiator des Project Peacemaker" In: Die Tagespost vom 21. August 2015

"Eine Tugend für Kämpfernaturen: Johannes Stöhr und die Tugend der Geduld." In: Die Tagespost vom 27.Juli 2015

"Wachen und Beten für die Welt. Ein Besuch bei den Trappistinnen auf dem pfälzischen Donnersberg." In: Die Tagespost vom 17. Juni 2015

"Ein Apostel der Armen: Der selige Paul Josef Nardini und seine Grabkapelle in Pirmasens" In: Vatican-Magazin Juni-Juli 2015

"Von der Tänzerin zur Ordensschwester. Irmgard Fides Behrendt Flucht aus dem Osten." In: Die Tagespost vom 8. Mai 2015

"Es ist eine simple Sache, zu lieben. Interview mit Torsten Hartung zu seiner Konversion." In: Die Tagespost vom 8. April 2015

"Meine Mutter stirbt an ALS" In: Christ und Welt - Beilage der "ZEIT", Ausgabe 17-2015

"Don Bosco und Maria Mazzarello" In: Vatican-Magazin April 2015

"Eine profunde Menschenkennerin. Zum dritten Band der Briefe Teresas von Avila" In: Die Tagespost vom 1. April 2015

"Katholisches Welttheater. Paul Claudel: Der seidene Schuh" In: Die Tagespost vom 19. März 2015

"Einbruch des Übernatürlichen. Michail Bulgakov: Der Meister und Margarita" In: Die Tagespost vom 7. März 2015

"Ganz Ohr für die Stimme des Herrn. Ein Kartäuser: Die Große Stille" In: Die Tagespost vom 3. März 2015

"An der Hand der großen Teresa". Eine Auswahl von Internetseiten zum 500. Geburtstag T. von Avilas. In: Die Tagespost vom 17. Februar 2015.

"Vom Krieg zum Frieden. Wie das Gefängnis für Torsten Hartung zum Tor der Gnade wurde." In: Die Tagespost vom 10. Februar 2015 (Buchbesprechung)

"Das Leben Jesu betrachten Ein Gespräch mit Pater Norbert Lauinger SAC vom Apostolatshaus in Hofstetten" In: Die Tagespost vom 31. Januar 2015

"Das Gebet ist die Drehscheibe des Christseins- Das Lebensbuch des heiligen Theophan des Einsiedlers bietet Einblick in den geistlichen Reichtum der Orthodoxie" In: Die Tagespost vom 27. Januar 2015

"Digitale Karte des Ordenslebens - Das „Jahr der Orden“ im Internet und den sozialen Medien" In: Die Tagespost vom 27. Januar 2015

"Eine Katakombenheilige im Exil Das Weinstädchen Morro d‘Alba in den Marken mit den Gebeinen der römischen Märtyrerin Teleucania." In: Vatican-Magazin Januar 2015

"Starke Frauen - Wenn Widerstand gegen herrschende Strukturen zur geistlichen Pflicht wird. Prophetinnen und Mahnerinnen in der Kirche." In: Die Tagespost vom 16. Dezember 2014

Auf Columbans Spuren. Eine unkonventionelle Pilgerreise." In: Die Tagespost vom 13. Dezember 2014

"Geistliche Paare: Der heilige Paulinus von Nola und seine Therasia" In: Vatican-Magazin Dezember 2014

"Die zeitlose Kunst des Sterbens. Nicht nur Hospizhelfer werden Peter Dyckhoffs Betrachtungen schätzen." In: Die Tagespost vom 20. November 2014

"Mystikerin des Apostolats. Mit Teresa von Avila Zugänge zur Spiritualität der Unbeschuhten Karmeliten finden" In: Die Tagespost vom 14.Oktober 2014

"Was die Mumien erzählen. Die Bruderschaft vom guten Tod und die Chiesa dei Morti in Urbania" In: Vatican-Magazin November 2014

"Teresa von Ávila und Johannes vom Kreuz. Die unbeschuhte Reformerin und ihr Vater, der „doctor mysticus“" In: Vatican-Magazin Oktober 2014

"Gottvertrauen als Balsam und Ansporn. Carlo Maria Martinis spirituelles Vermächtnis" In: Die Tagespost vom 4. September 2014

"Unter den Märtyrern der Gegenwart. Soon Ok Lee hat die Haft in einem nordkoreanischen Straflager überlebt und zum christlichen Glauben gefunden." In: Die Tagespost vom 16. August 2014

"Zeugen monastischer Kultur. Seit 20 Jahren gibt es das Netz cluniazensischer Stätten im Schwarzwald." In: Die Tagespost vom 17. Juli 2014

"Franziskus-Effekt in Umbrien. Steigende Pilgerzahlen in Assisi und eine Friedensmission im Heiligen Land." In: Die Tagespost vom 12. Juni 2014

"Im Bunker fing alles an. Franco de Battaglia schildert die Anfänge der Fokolarbewegung." In: Die Tagespost vom 5. Juni 2014

"Eine Oase der Stille-nicht nur für Zweifler. Zum 850. Todestag der hl. Elisabeth von Schönau" In: Vatican-Magazin Juni_Juli 2014

"Sie zum Lächeln zu bringen wird unser aller Lieblingsbeschäftigung" Buchbesprechung Sandra Roth: Lotta Wundertüte. In: Die Tagespost vom 24. Mai 2014

"Gelungene Ouvertüre. Der Postulator Johannes Pauls II. hat eine lesenswerte Papstbiografie vorgelegt." In: Die Tagespost vom 24. April 2014

"Kloster Wittichen und die selige Luitgard" in: Vatican-Magazin Mai 2014

"Clemens Brentano und die selige Anna Katharina Emmerick" in: Vatican-Magazin April 2014.

"Wohltuend für Seele, Geist und Körper Der heilige Ulrich von Zell und sein „durch Wunder berühmtes Grab“ im Schwarzwald" In: Vatican-Magazin März 2014

"Spiritualität der Heiligen. Bischof Paul-Werner Scheele stellt Glaubenszeugen aus allen Zeiten vor." In: Die Tagespost vom 27. Februar 2014

"Hinaus in die Randgebiete der menschlichen Existenz. Der hl. Vinzenz von Paul und die heilige Louise de Marillac." In: Vatican-Magazin Februar 2014.

"Blind geboren - Doch dann geschah das Wunder. In jener Zeit, als das Christentum aufzublühen begann: Die heilige Odilie auf dem Mont Sainte-Odile im Elsass." In:Vatican-Magazin Januar 2014.

"Römische Geschichte einmal anders." Rezension zu Ulrich Nersingers Buch "Die Gendarmen des Papstes." In: Die Tagespost vom 7. Januar 2014

"Die Bärin wies den Weg. Die heilige Richardis und Unsere liebe Frau in der Krypta in Andlau." In: Vatican-Magazin Dezember 2013

"Schatten auf der Soldatenseele". In: Die Tagespost vom 3. Dezember 2013

"Über den Brenner nach Rom. Ein neuer Pilgerführer mit Etappenheiligen." In: Die Tagespost vom 28.10.2013

"Eine neue Idee von Liebe - Der Troubadour Jaufré Rudel und seine ferne Prinzessin." In: Vatican-Magazin Oktober 2013

"Zeigen, dass sie ein Werkzeug Gottes war. Die Neuausgabe der Vita der heiligen Hildegard." In: Die Tagespost vom 17. September 2013.

"Licht ihres Volkes und ihrer Zeit". Die Lektüre ihrer Briefe eignet sich in besonderer Weise, um die hochbegabte Menschenführerin Hildegard von Bingen kennenzulernen. In: Die Tagespost vom 17. September 2013

"Eine Art intensivierte Straßenpastoral" - ein Gespräch zum Jahr des Glaubens mit dem Augustiner-Chorherrn und Bloggerkollegen Hw. Alipius Müller. In: Die Tagespost vom 24. August 2013

"Das flammende Siegel des hl. Ignatius. Die Eremo delle Carceri bei Assisi" In: Vatican-Magazin August-September 2013

"Mehr als exotische Aussteiger. Ein Buch gibt Einblicke in das Leben moderner Eremiten." In: Die Tagespost vom 11. Juli 2013

"Geistliche Vitaminspritzen. Gesammelte Johannes-Perlen aus einem reichen Leben." In: Die Tagespost vom 4. Juli 2013

"Das entflammte Herz. Die Ewigkeit als Maß: Franz von Sales und Johanna Franziska von Chantal." In: Vatican-Magazin Juli 2013

"Und Christus berührte das kranke Bein. Wie der heilige Pellegrino von Forlì zum Patron der Krebskranken wurde." In: Vatican-Magazin Juni 2013

"Ida Friederike Görres und Joseph Ratzinger - die tapfere Kirschblüte und ihr Prophet in Israel." In: Vatican-Magazin Mai 2013

"Kein Maß kennt die Liebe" - über die Gemeinschaft der Barmherzigen Schwestern und das Jubiläumsjahr in Kloster Hegne. In: Die Tagepost vom 20. April 2013.

"Liebe, Wahrheit, Schönheit-das gesamte Pontifikat Benedikts XVI." - Die Buchbesprechung zu A. Kisslers Buch "Papst im Widerspruch." Online hier.

"Zuversicht statt Zweifel. Bologna und die heilige Katharina."In: Die Tagespost vom 13. April 2013

"Und in dir wird man einst die Herrlichkeit Gottes sehen" über die heilige Katharina von Bologna. In: Vatican-Magazin März-April 2013

"Schutzschirm für die Gemeinschaft. Christoph Müllers Einführung in die Benediktsregel" In: Die Tagespost vom 7. März 2013

"Fritz und Resl: Gottes Kampfsau und Jesu Seherin" In: Vatican-Magazin Februar 2013 anlässlich des 130. Geburtstags von Fritz Michael Gerlich.

"Jakub Deml-Traumprosa, die vom Jenseits erzählt" In: Die Tagespost vom 9. Februar 2013

"Der Tod ist nicht relativ" In: Die Tagespost vom 7. Februar 2013

"In heiligen Sphären. Mensch und Welt lassen sich nicht entsakralisieren" In: Die Tagespost vom 5. Februar 2013

"Die tapfere Heilige, die nicht sterben wollte Die Märtyrerin Cristina und das Blutwunder von Bolsena." In: Vatican-Magazin Januar 2013

"Alles andere als Rettungsroutine. Aus den Schätzen der Kirche schöpfen: Warum Beichte und Ablass ein Comeback verdient haben." In: Die Tagespost vom 22.12.2012.

"Leitsterne auf dem Glaubensweg. Katholische Großeltern spielen eine wichtige Rolle bei der Neuevangelisierung." In: Die Tagespost vom 22.12.2012.

"Das Netz der virtuellen Ewigkeit.Tod und Gedenken im Internet." In: Die Tagespost vom 29. November 2012.

"Der Friede auf Erden fängt zwischen Männern und Frauen an. Marias "Fiat" und Josefs "Serviam". Engel führten sie zum außergewöhnlichsten Ehebund der Weltgeschichte. In: Vatican-Magazin Dezember 2012.

"Der Marathon-Mann" - mein Porträt von S. E. Bischof Tebartz-van Elst. In: Vatican-Magazin Dezember 2012.

"Versperrter Himmel, öffne dich!" Über die Wallfahrt der totgeborenen Kinder zu Unserer lieben Frau von Avioth. In Vatican-Magazin November 2012.

"Ein französischer Vorläufer des heiligen Franziskus - zum 800. Todestag des Hl. Felix von Valois." In: Die Tagespost vom 3. November 2012

"Die Macht der Mystikerinnen" anlässlich der Heiligsprechung von Anna Schäffer. In: Die Tagespost vom 20. Oktober 2012

"Was für eine Frau!" Zur Vereinnahmung der hl. Hildegard von Esoterikerin und Feministinnen. In: Die Tagespost vom 9. Oktober 2012

Über den Kapuzinerpater Martin von Cochem zu seinem 300. Todestag. In: Die Tagespost vom 29. September 2012

"Die Kirche-ein Krimi?" in: Die Tagespost vom 30. August 2012.

"Wieder gefragt: Exorzismus!" in: PUR-Magazin September 2012

"Mir ist das Brevier wichtig geworden!" Ein Interview mit dem evang. Pfarrer Andreas Theurer, der in die katholische Kirche eintreten wird. In: Die Tagespost vom 14. August 2012

"Im Vorhof des Himmels" Die hl. Edith Stein und ihr Seelenführer, der Erzabt von Beuron. In: Vatican-Magazin August-September 2012

"Durch Gottes Gnade ein Kind der Kirche" - Edith Stein, Erzabt Raphael Walzer von Beuron und die Enzyklika Mit brennender Sorge. In: Die Tagespost vom 9. August 2012.

Der Cammino di San Francesco-Heiligtümer im Rieti-Tal. In: PUR-Magazin Juli.

Die Opfer der Bundeswehr. Mein Interview mit dem Afghanistan-Veteranen R. Sedlatzek-Müller. In: Die Tagespost, Ausgabe vom 14. Juni 2012

"Mehr als Dinkel und Kräuter: Ein Kernkraftwerk des Heiligen Geistes - die hl. Hildegard von Bingen" In. Vatican-Magazin Juni-Juli 2012

"Wie eine lodernde Feuersäule Die heilige Veronika Giuliani" In: Vatican-Magazin Mai 2012

"Die Vollblutfrau, die den Erlöser liebte: Kronzeugin des Osterereignisses: Die Geschichte von Jesus und Maria Magdalena." In: Vatican-Magazin April 2012

"Ich fühle mich als Frau in der Kirche nicht diskriminiert" Ein Interview mit mir von Petra Lorleberg für kath.net

"Die virtuelle Engelsburg hat standgehalten" in: Die Tagespost vom 22. März 2012

"Die Sowjets traten, rissen, schlugen, brannten - aber immer wieder haben die Litauer ihren Kreuzeshügel aufgebaut". In: Vatican-Magazin März 2012

"Katholische Bloggerszene stiftet Ehe" Interview mit Phil und Hedda in: Die Tagespost vom 13.März 2012

Und Du wirst mal Kardinal!" Prags Erzbischof verkörpert das Durchhaltevermögen der tschechischen Christen. In: Die Tagespost vom 18. Februar 2012

"Wo Liebe ist, ist Eifersucht nicht weit: Alfons Maria de Liguori und Schwester Maria Celeste Crostarosa, Gründer des Redemptoristenordens". In: Vatican-Magazin Ausgabe Februar 2012

Neue Kolumne über geistliche Paare: "Mann-Frau-Miteinander-Kirchesein" In: Vatican-Magazin Ausgabe Januar 2012

Unsagbar kostbare Göttlichkeit - Gold, Weihrauch und Myrrhe: Die Gaben der Heiligen Drei Könige. In: Die Tagespost vom 5. Januar 2012

"Wo die Pforten des Himmels offen sind. Loreto in den italienischen Marken". In: Vatican-Magazin Dezember 2011

"Ein Schatz, der fast zu groß für diesen Erdball ist". In: Liebesbriefe für die Kirche. Hrsg. Noe, Biermeyer-Knapp. Bestellbar hier.

Der Papst meines Lebens - Vatican-Magazin spezial zum Papstbesuch

Norcia - der Geburtsort des heiligen Benedikt: "Als sich der Erdkreis verfinstert hatte" In: Vatican-Magazin August-September 2011

In englischer Übersetzung online hier: When the world had darkened<

Der Vatikan und die Blogger - Beginn einer wunderbaren Freundschaft.

Poetische Pilgerorte-Reisen ins mystische Mittelitalien. Erschienen im MM-Verlag.


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Veröffentlichungen

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Assisi und die Eremo delle Carceri

mein Beitrag aus dem Vatican-Magazin Ausgabe August/September 2013. Anlässlich des morgigen Papstbesuches in Assisi und der Eremo delle Carceri heute an dieser Stelle:

Das flammende Siegel des heiligen Ignatius und die Eremo delle Carceri
von Barbara Wenz

Alle Welt strömt in dieses Städtchen, gelegen am dicht bewaldeten Monte Subasio. Nicht nur Christen, auch Hindus, Muslime, Agnostiker sowie Atheisten versammeln sich an dieser eigentümlichen, von den Ruinen einer einstmals wehrhaften Festung gekrönten Stätte. Ja, die gesamte Menschheit scheint magnetisch angezogen von diesem Ort: Dem herrlichen Assisi in Umbrien, der Region Italiens, nach der ein satter brauner Farbton, das Umbra, benannt wurde: Eine Landschaft dunkler Erden, grüner Wälder und lichter Himmel - ein Landstrich der Maler und Mystiker.

Pittoreskes Natursteinmauerwerk winziger Häuschen, großartige Kirchen aus vielerlei Kunstepochen, auf- und absteigende Gässchen, Treppchen, Stiegen. Mittelalterliche Atmosphäre, einen atemberaubenden Panoramablick in die Ebene, die sich unterhalb der Stadt erstreckt – all das findet man auch in anderen italienischen borghi.
Es ist vor allem die prachtvolle Basilika mit der Grabstätte des heiligen Franziskus – dem berühmtesten Sohn der Stadt – und ihren herrlichen Fresken mit Bildern aus dem Leben dieses Troubadour Gottes – die die Massen anzieht. Unten in der Krypta findet sich in Form einer Stele mit rechteckigem Grundriss der schmucklose Schrein, der von stählernen Spangen und schmiedeeisernen Gittern umkrallt wird, ganz so, als wolle man verhüten, dass der überbordende und kühne Geist dieses Mannes noch seine Grablege sprengte.
In Wirklichkeit schützten die Eisen freilich seine letzte Ruhestätte vor Reliquienräubern beziehungsweise sind sie schlicht Zierrat.
Wer nicht nach Assisi pilgern kann, dem bietet seit Anfang Mai 2013 eine so genannte Webcam, also eine Kamera, die via Internet nonstop und in Echtzeit Bilder aus der Krypta mit dem Grabstein überträgt. (www.sanfrancesco.org). Wie viele Menschen sich auch über das weltweite Netz mit dem Ausnahmeheiligen verbinden wollen, zeigen die Zugriffszahlen: Es sind überwältigende 16 Millionen innerhalb von nur drei Monaten, durchschnittlich 200.000 Klicks pro Tag aus 123 Staaten der Welt.

Darüber zu spekulieren, ob der poverello aus gutem Hause, der sich von seiner Familie in einem drastischen und öffentlichen Schritt lossagte, um später der treu ergebene Bräutigam der „Frau Armut“ zu werden, über seine letzte, häufig vom Pilgertrubel umsprudelte Ruhestätte glücklich wäre, ist wohl müßig. Doch wissen wir, dass er die Einsamkeit der Berge und Wälder über alles liebte, ein Einsiedlerdasein in Grotten und Höhlen führte und den größten Teil Mittelitaliens singend, predigend und betend durchwandert hat.
Immer wieder führte sein Weg in die Einsiedeleien, immer wieder schöpfte er neuen Atem ausgerechnet in Felsspalten, in denen unsereiner kaum stehen kann, ja, in manchen ist es sogar unmöglich, ausgestreckt zu liegen. Wer diesen Ausnahmeheiligen deshalb wirklich in der Seele begreifen möchte, der muss die Orte aufsuchen, die Franziskus geliebt und an denen er gewirkt hat.

In der Oktober-Ausgabe 2011 schrieb Guido Horst in dieser Rubrik über das Rieti-Tal bei Rom, welches man auf Italienisch schlicht „das heilige Tal“ nennt, mit seinen vier bedeutsamen seraphischen Orten: Greccio, wo der Heilige wohl im Jahre 1223 die erste Krippenszene der Welt nachstellte, mit Ochs und Esel und allem, was dazu gehört. In Fonte Colombo ist noch der Baum zu sehen, in dem Jesus erschien und Franziskus die dringend benötigte Ordensregel übergab. Santa Maria della Foresta, wo Franziskus ein Weinwunder wirkte und Poggio Bustone mit der Sacro Speco, einer Gebetshöhle.

Unterhalb von Forlì reihen sich franziskanische Wege und Orte wie an einer Perlenschnur und bilden Stationen auf dem Pilgerweg Richtung Süden, nach Assisi, welches seinerseits umringt ist von Andachts- und Gedenkstätten. Neben der Portiunkula in Santa Maria delle Angeli unterhalb der Stadt ist da vor allem Eremo delle Carceri zu nennen, das oberhalb von Assisi an den Hängen des Monte Subasio auf einer Höhe von 791 Metern gelegen ist.

Eremo bedeutet „Einsiedelei“, Carceri jedoch nicht nur Gefängnis oder Kerker; es bezeichnet einfach einen abgeschiedenen, separaten Platz. Ursprünglich waren hier keine Gebäude, sondern nur Grotten über einer schmalen Schlucht, die schon seit frühchristlicher Zeit von Einsiedlern genutzt wurden. Als Franziskus mit seinen frühesten Gefährten zum ersten Mal diesen Ort besucht, vermutlich im Jahr 1205, wird er von Benediktinern betreut, die auch die kleine Kirche Santa Maria delle Carceri dort, inmitten der Steineichen und Buchen, errichtet haben. Es ist ein Jahr, in dem sich für den jungen Mann, der so frohgemut und ehrgeizig erneut in den Krieg - diesmal nach Apulien - ziehen wollte, einiges verändern sollte. Der knapp 25jährige kommt nur ein paar Kilometer weit: In Spoleto überfällt ihn eine Schau, die ihn zur Umkehr bewegt. Da begegnet er einem Leprakranken, überwindet seine tief verwurzelte Abneigung und geht auf ihn zu, um ihn als Bruder zu umarmen und zu küssen. Es ist ein Kuss, der besiegelt und zugleich aufbrechen lässt: Noch hat er Jesu Befehl nicht gehört, seine Kirche wieder aufzubauen, noch hat er sich nicht von seinem Vater losgesagt - doch er hat in einem elenden und abstoßenden Geschöpf den Mitmensch, den Bruder, das Ebenbild Gottes nicht nur erkannt, sondern angefangen zu lieben. Radikal.

Eremo delle Carceri wird ihm später von den Benediktinern überlassen, er zieht sich häufig an diesen Ort zurück, gemeinsam mit seinen engsten Freunden und Gefolgsleuten Bruder Leone und Bruder Egidio, Antonio da Stroncone, Bernardo di Quintavalle sowie Andrea da Spello. Zu besichtigen sind heute noch seine Zelle mit Felsenbett und Gebetsnische sowie die Grotten der anderen Mitbrüder, das Refektorium, ein uralter Beichtstuhl und ein merkwürdig geformtes kleines „Teufelsloch“ direkt am Ausgang von Franziskus’ Zelle im Boden. Der Legende nach soll er hier mit einem Dämonen gerungen und ihn durch dieses Loch in eine Kaverne geschleudert haben. Überhaupt ist der Ort, nein, nicht magisch, dieses Wort verbietet sich hier ganz von selbst, der Wunder voll, wollen wir lieber sagen.
Am Grunde der Schlucht unter dieser winzigen Einsiedelei soll einstmals ein Fluss geflossen sein, der austrocknete, um die Gebete der Brüder nicht zu stören. Im Innenhof steht ein Brunnen, der auf das Gebet des Heiligen – es gab ja nun kein Wasser mehr – angefangen haben soll zu sprudeln. Ein paar Schritte außerhalb des bebauten Geländes erhebt sich der Baum, in dem die Vögel saßen, die der Heilige, so er an diesem Ort weilte, nicht nur täglich segnete, sondern denen er auch das Evangelium verkündet hat – der Schauplatz der berühmten Vogelpredigt also.

„Silenzio!“ mahnt ein Schild am Eingang den Besucher, weil die Einsiedelei immer noch bewohnt wird, und zwar von einer Handvoll Klarissinnen und Franziskanern. „Ubi Deus, ibi Pax“ – wo Gott ist, da ist Friede - stellt ein weiteres Schildchen auf Latein fest.
In der kleinen Pilgerkapelle, die sich am Ende des Rundwegs befindet, steht auf dem Altar eine kleines Schildchen, das den Besucher bittet, eine Botschaft der Liebe für alle Menschen im Gästebuch zu hinterlassen.

An diesem Ort wird schon seit der Morgendämmerung des Christentums gebetet, verehrt und das Lob des Schöpfers gesungen. Zweihundert Jahre nach Franziskus weilte der heilige Bernhardin von Siena in der Klause über Assisi, vermutlich im Rahmen seiner Predigtreisen durch die Toskana und Umbrien. Bernhardin hatte zuerst den Minderbrüdern angehört, war dann aber zu den Franziskaner-Observanten übergetreten, die einer strengeren Regel folgten. Die von ihm angeregte Verehrung des allerheiligsten Namen Jesu brachte ihm, dem beliebten und erfolgreichen Bußprediger, unter Häresieverdacht, von dem er 1426 freigesprochen wurde. Die weite Verbreitung des Kürzel IHS, welches die ersten beiden und den letzten Buchstaben des griechischen Namens Jesu bezeichnet, geht somit vor allem auf den heiligen Bernhardin zurück.
Vielleicht findet der Papst bei seiner Assisi-Reise Anfang Oktober des Jahres noch Zeit, die Eremo delle Carceri zu besuchen.
Denn dieser Ort ist nicht nur heilig, er ist gleichzeitig wie ein Pfeil, der das aufgefaltete Zeitgewebe der Kirchengeschichte geradlinig durchsticht: Wenn der Heilige Vater durch das übermauerte Portal getreten ist, wird ihn auf dem ersten Innenhof eine kleine Überraschung erwarten. Es ist das kreisrunde Terrakotta-Siegel des Bernhardin von Siena, eingemauert über der Außenwand des Refektoriums, und es zeigt ein verblüffend vertrautes Symbol: Das Christusmonogramm IHS umrahmt von Sonnenstrahlen – Bernhardins Markenzeichen, seit man dieses Bild während einer Predigt über seinem Kopf hatte aufglühen sehen.
Gut einhundert Jahre nach diesem Ereignis wählte ein ehemaliger Soldat dieses zuvor franziskanische Emblem als Wahrzeichen seines neu gegründeten Ordens, der Jesuiten. Heute, fast fünfhundert Jahre später, flammt es in der Herzmitte eines Papstwappens –
dieses Papstes, der ein Sohn des Ignatius von Loyola ist und sich Franziskus nennt.
Eremo delle Carceri aber wäre in diesem historischen Moment das zierliche Weberschiffchen, welches die Kettfäden, die den ewigen Webstuhl der Kirche bespannen, anmutig durchgleitet.

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Innenhof der Eremo delle Carceri mit dem Terrakotta-Siegel des hl. Bernhardin

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Vergrößerung des Siegels des hl. Bernhardins

Montag, 2. September 2013

Kongress "Freude am Glauben"

Ich war für kath.net in Augsburg dieses Jahr und habe zu einigen Reden und Vorträgen für euch mitgetippt.
Bei den Vortragenden selbst bitte ich um Verständnis, wenn ich einiges zugunsten der Prägnanz im Online-Medium gekürzt habe.

Meine Zusammenfassungen findet ihr im Einzelnen dort bzw. hier:

- Prof. Dr. Josef Kreiml: "Revolution oder Kontinuität - Zum rechten Verständnis des 2. Vatikanischen Konzils

- Apostolischer Protonotar Prälat Dr. Wilhelm Imkamp: "Der Modernismus als Herausforderung im Jahr des Glaubens" - Geschichtliche Anmerkungen zu einem bleibenden Problem

- Birgit Kelle: "Ehe und Familie. Der Schlüssel für eine bessere Zukunft."

- Prälat Prof. Dr. Lothar Roos: "Das 'Hineinstrahlen' des Evangeliums in 'Handel und Wandel' der Menschen"

- Podiumsgespräch: "Wie können wir den Glauben weitergeben?"
Moderation: Peter Winnemöller
Teilnehmer:
Birgit Kerz, Religionslehrerin
Alipius Müller CanReg, Augustinerchorherr (unser aller Lieblingschorherr-Anm.Elsa)
Thomas Jittenmeier, Nightfever
Hedwig von Beverfoerde
Bernhard Meuser

Mittwoch, 21. August 2013

Unheilige Wasser [II]

Im Übrigen dachte er, dass Henk ein prima Spurensicherer, aber ein ziemlich unfähiger Aufklärer war. Für die schlechte Spurenlage konnte er ja nichts. Um das Aspersorium wimmelte es von Fußspuren, darunter seinen eigenen, und natürlich waren Jungklaus’ Abdrücke am Deckel, er hatte ihn herunternehmen müssen, um nachzusehen, warum statt heiligem Wasser eklige Brühe heraussiffte. Dann noch die Todesursache Pentobarbital, ein Medikament,wie es Veterinäre zum Einschläfern von Tieren verwendeten. Oder professionelle Anbieter für aktive Sterbehilfe bei Menschen. Ominös war auch, wieso die Leiche in einem gigantischen Aspersorium deponiert worden war. Das hatte, obwohl er Henks Ritualmord-These nicht zustimmte, schon einen Anflug von religiöser Perversion.
Imogen war hinter ihn getreten und beugte sich zum Monitor. An sich schlecht für Kopecniks Konzentration, denn sie roch gut.
»Pfarrer Jungklaus hat vorhin noch mal angerufen«, sagte Imogen wie nebenher, während sie mit einem lässigen Schwung die Haare aus der Stirn nahm und mit einer Spange zusammenfasste.
»Er kommt gleich auf’s Revier. Haben wir noch Kaffee?«

Pfarrer Jungklaus stand, die Arme hinter dem Rücken verschränkt, vor einem der Fenster. Kopecnik hätte um eine neue Kaffeemaschine gewettet, dass Jungklaus um den Eindruck wusste, den seine V-förmige Silhouette machte, die von der Soutane geradezu umschmeichelt wurde.Mit mehr Lärm, als nötig gewesen wäre, stellte er das Tablett mit den drei Cappuccinotassen, Zucker und Keksen auf dem Besprechungstisch ab.
Jungklaus drehte sich erfreut um und nahm mit einer eleganten Bewegung Platz, wobei er den feinen Duft von »Acqua di Parma« verströmte.
»Ich weiß leider nicht, wo mir heute Mittag der Kopf stand«, begann er.
Imogen lächelte freundlich und reichte den Zucker.
»Der Tote war mir persönlich bekannt. Vielleicht bringt es Sie weiter, wenn ich Ihnen erzähle, was ich weiß. Viel ist es allerdings nicht.«
Imogen hielt ihm den Keksteller entgegen. Wie Eva dunnemals Adam den Apfel, befand Kopecnik mürrisch. Er nahm sich einen Stuhl, drehte die Lehne nach vorn und setzte sich rittlings darauf. Imogens Lächeln verschwand, der Geistliche schlug in einer nonchalanten Geste ein Bein über das andere.
»Antonio war ein begabter Student. Von seiner Heimatdiözese empfohlen für ein Jurastudium mit Schwerpunkt Kirchenrecht. Er blieb nach der Messe immer noch etwas länger, um zu beten, manchmal gingen wir noch einen Kaffee trinken, sonst schien er nicht viele Bekannte zu haben. Wir haben ein, zwei Mal eine Kollekte für seine Heimatdiözese gemacht. Hauptsächlich, um dringend benötigte Medikamente hinunterzuschicken. Obwohl sich eine schöne Summe ergab, war er mit den ›Almosen‹, wie er es nannte,nicht so recht zufrieden. Ich gab ihm Recht, natürlich bräuchte sein Dorf nachhaltigere Hilfe. Sauberes Wasser, mehr Brunnen, damit Krankheiten wie Bilharziose sich gar nicht erst verbreiten. Sie wissen,um was es sich bei Bilharziose handelt?«
Imogen als erfahrene Tropenreisende nickte, Kopecnik hatte von so einer Krankheit noch nie gehört und wünschte nachträglich, es wäre dabei geblieben. Jungklaus erzählte, wie die im stehenden Wasservon Reisfeldern lebenden Wurmegel sich durch die Fußsohlen von Kindern und Erwachsenen durchbohrten und kopfaufwärts wanderten, wo sie erst zu Erblindung, dann zu Hirnschäden und schließlich zum Tod führten.
»Bilharziose ist gut zu behandeln, wenn Geld für Arznei da ist«, fuhr Jungklaus fort und faltete anmutig die Hände. »Noch besser ist, man sorgt für keimfreies und unverseuchtes Wasser. Man bohrt Brunnen, das ist nachhaltige Hilfe, kostet aber eine schöne Stange Geld.«
Kopecnik, der plötzlich Durst bekommen hatte,roch misstrauisch in seine Mineralwasserflasche hinein, bevor er einen nicht sehr großen Schluck davon nahm.
»Antonio hat versucht, Spendengelder im Internet zubeschaffen.« Er schraubte den Verschluss der PET-Flasche wieder zu. »Laut seiner Browser-History war er in einem dieser politischen Diskussionsforen aktiv. Unter dem Pseudonym waterman sind an die 400 Beiträge verzeichnet. Ich hab mir vorhin mal sein Notebook angeschaut.«
Imogen schürzte die Lippen.
»Wollten wir das Notebook nicht von Yvonne untersuchen lassen?«
Yvonne hatte Informatik studiert und gehörte zu Henks Team. Kopecnik ließ sich nicht irritieren.Immerhin bildete er sich in seiner Freizeit kontinuierlich im PC-Bereich fort. Pfarrer Jungklaus wählte mit spitzen Fingern einen weiteren Keks aus.
»Er war sehr enthusiastisch.Das Internet bringe die Menschen guten Willens zusammen, einer der Moderatoren des Forums hätte aufgrund von Antonios Schilderungen über die Zustände in den madegassischen Dörfern – Kinder, die an Cholera und Bilharziose sterben – eine private Initiative im Internet ins Leben gerufen, um Geld für Brunnen zu sammeln. Ich habe eine Tombola beim nächsten Gemeindebasar vorgeschlagen, aber …«, er zuckte mit den Schultern, »Antonio schien völlig überzeugt von diesem Internetforum. In kurzer Zeitwaren an die 10.000 Euro zusammen gekommen. In ein paar Tagen wollte er Heimaturlaub machen, und jetzt das! Gott sei seiner armen Seele gnädig!«
Bei den letzten Worten senkte Imogen pietätvoll den Blick, Kopecnik jedoch sprang auf und lief genervt zum Fenster, um eine dagegensummende Fliege zu erschlagen.
Dann wandte er sich wieder an Jungklaus.
»Wenn Antonio einen Heimflug gebucht hat, wollte er bestimmt nicht mit leeren Händen in seinem Dorf erscheinen. Wir haben aber nirgendwo eine solche Summe gefunden, weder in seinem Zimmer im Wohnheim noch auf seinem Sparkassenkonto.«
Mithilfe eines Faltblattes, das über E-Commerce aufklärte und vor Phishing warnte, bugsierte er den Fliegenkadaver aus dem geöffneten Fenster. Imogen nagte gedankenverloren an ihrer Unterlippe.
»Dann sollten wir uns genau ansehen, mit wem Antonio zuletzt telefoniert oder gemailt hat … Vielen Dank, Vater Jungklaus, Sie haben uns sehr geholfen!«
Die beiden gaben sich länger als nötig die Hand und der Pfarrer ließ es sich nicht nehmen, Imogen zum Gemeindebasar nächsten Sonntag einzuladen.Kopecnik bedankte sich zerstreut bei Yvonne, die hereinplatzte, um die ausgedruckten Mails und Telefonverbindungenvon Antonio Faneva zu übergeben. Er breitete die Papiere auf der Fensterbank aus und gab vor, sich eingehend damit zu beschäftigen. Aus den Augenwinkeln bemerkte er, wie Imogen und Jungklaus angeregt plaudernd das Zimmer verließen.
Kurz darauf musste die zweite Fliege dran glauben.

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Auf breiten Wunsch nochmals - Unheilige Wasser [I]

[zuerst erschienen in "Tödliche Wasser", der Anthologie zu den Heidelberger Krimitagen 2009]

Imogen Findeißen und Ladislav Kopecnik saßen vor einladend ausgebreiteten Schüsselchen mit Petersiliensalat, geschmortem Löwenzahn und einer gigantischen Grillplatte, die nach Nelken und Zimt duftete. Zwei Tische weiter sogen amerikanische Austauschschüler selig an der Wasserpfeife, die man ihnen serviert hatte. Aus den Lautsprechern flirrte der sphärische Gesang von Oum Khalsoum.
Kopecnik langte gerade nach den Lammwürstchen, als das Handy von Imogen, ein uralter schwarzer Nokia-Knochen, losschrillte. »Verstehe, wir sind sofort bei Ihnen, Vater. Wir sitzen beim Libanesen am Theaterplatz, ganz in der Nähe. Bis gleich!«
Keine fünf Sekunden später eilten die beiden Kommissare durch das Gedränge auf der Heidelberger Hauptstraße Richtung Universitätsplatz.

Kopecnik war weder gläubig noch getauft. Er fand, dass Imogen ein ziemlich heidnisch klingender Name war. Trotzdem hatte sie beim Betreten der Jesuitenkirche routiniert Weihwasser genommen und sich bekreuzigt. Außerdem sprach sie den Pfarrer – Pater? Priester? –, der sie am Portal in Empfang genommen hatte, mit »Vater« an. Kopecnik fand das witzig: Der Mann hätte fast ihr Sohn sein können. Er lachte aber nicht. Erstens war er sich sicher, dass das in einer Kirche nicht gern gesehen wurde und zweitens insbesondere nicht, wenn es sich dabei um einen Tatort handelte.
Mit elastischen Schritten führte der blonde Bilderbuchgeistliche in der kleidsamen Soutane die beiden Kripoleute durch das Hauptschiff. Kopecnik erwartete eine in der Kirchenbank zusammengesunkene Rentnerin oder einen Obdachlosen. Alle Bänke waren jedoch leer. Pfarrer Jungklaus blieb schweigend in der Nähe eines Seitenaltars vor einem riesigen antiken Weihwasserfass stehen. Er schien die Ratlosigkeit der Beamten zu bemerken und deutete auf den Deckel des Messingfasses, der auf dem Boden lag.
»Es kam fast nichts mehr heraus, und das, was herauslief, war eine ziemlich eklige Brühe, muss ich leider sagen. Also sind wir hoch …« Er trat zurück und machte eine resignierte Handbewegung.
Imogen schluckte trocken und stieg entschlossen die dreistufige Haushaltsleiter hinauf, um einen Blick in den gigantischen Behälter werfen zu können. Kopecnik zählte nicht zu der Sorte, die innerlich schadenfroh feixen, wenn es einer Kollegin schlecht wird. Aber interessant war der Farbwechsel schon, den ihr Gesicht annahm, und – eine Geste zum Verlieben –, dann bekreuzigte sich Imogen, als wäre sie eine fromme Spanierin – und nicht der eher hochgewachsennüchterne Frauentyp Marke Zum-Pferde-Stehlen. Kopecnik, die Reihe war jetzt an ihm, trat so entschlossen auf die erste Stufe, als müsste er einen Spaten in die Erde stechen. Er war kleiner als seine Kollegin und mühte sich, über den Rand des Fasses zu spähen. Es ist das Eine, zu vermuten, dass an einem ungewöhnlichen Ort eine Leiche versteckt ist. Etwas Anderes ist es, wenn der Tote in einem halbvollen Weihwasserfass sitzt und dich – Gesicht nach oben gedreht – aus riesigen weißen Augäpfeln anglotzt.
Kopecnik hätte gerne geflucht, ahnte jedoch, dass das mindestens bei Jungklaus, wahrscheinlich auch bei Imogen, nicht gut ankäme. Stattdessen zückte er die Digicam und machte ein paar halbherzige Fotos. Als die Trittleiter sacht ins Schwanken geriet, entfuhr ihm aber doch noch ein böhmisches »Sakra!« Glücklicherweise befragte Imogen gerade den Pfarrer über die Entdeckung der Leiche und schaute nicht einmal von ihrem Notizblock auf. Die Glocke der Jesuitenkirche schlug dröhnend Viertel eins. Kopecnik hielt es für keine gute Idee, Henk von der Spurensicherung in der Mittagspause zu stören, andererseits konnten ja dann die Kollegen zusehen, wie sie die Leiche aus dem Weihwasserbehälter brächten. Deshalb rief er ohne weitere Skrupel an.

Wie zu erwarten hatte Henk die Störung seiner Mittagspause persönlich genommen. Die Bergung der Leiche hatte sich außerdem nicht gerade einfach gestaltet und endete in einer ziemlichen Sauerei. Kopecnik war froh, dass das Opfer, ein Jurastudent aus Madagaskar mit Namen Antonio Faneva, keine Angehörigen in Heidelberg hatte, die ihn noch einmal zu sehen wünschten – für ihn die erfreulichste Nachricht des Tages. Aber dann natürlich Henk, der zu einer informellen Besprechung mit einem Styroporbehältnis Sushi to go eintraf und sich auf Kopecniks Schreibtischkante pflanzte, um kauend auf Imogens Flip-Chart mit den Notizen zum Fall zu starren.
»Für misch isch die Sach klar«, meinte er schließlich, gebürtiger Kurpfälzer, »des war ähn kattolischer Ritualmord. Die Jesuuide sinn mir schoo immer suschpeckt gewese. Alleweil die jo ach immer ganz dicke mit dem Pabscht, alle Eid schwören die uff den, die gehn doch üwwer Leische …«
Imogen hatte sich genervt umgedreht und den Boardmarker mit einem Knall in die Ablage gepfeffert. »Der Heilige Vater«, setzte sie an, wobei sie die Worte Heilig und Vater extra betonte, verstummte aber, weil sie Kopecniks beschwichtigende Geste hinter Henks Rücken bemerkte. Der Mann von der Spusi grinste breit.
»Der Heilige Vater«, intonierte er, eine Tonlage höher, schraubte sich dann aber wieder runter. »G’hört die Kollegin Findeißen aach zu denne, wo jetzt Pabscht sinn … Fraue sinn da jo eh anfällisch fier. Der Jungklaus sieht aach fesch aus, dess muss ich sache. Awwer! Obacht! Weil: Zö-li-bat, uff Deutsch so viel wie: Finger weg.«
Kopecnik, in religiösen Fragen ungefähr so kompetent wie in der Quantenphysik, googelte bereits nach den Jesuiten und landete auf einer Seite mit Hilfsprojekten für die Dritte Welt: Brunnenbau für Afrika, Wiederaufforstung in Indien – Projekt Watershed –, und fand, das alles mache doch einen sehr guten Eindruck. Auf den ersten Blick jedenfalls.
»Alla! Beschdädigt nur mei These, machen viel mit Wasser, die Jesuuide … Da kanns scho mal bassiere, dass einer in selbigem landet. Außerdem waren die Fingerabdrieck vom Jungklaus uffm Bassin.«
»Aspersorium«, korrigierte Kopecnik, der plötzlich ein Faible für alles römisch-katholische entwickelt zu haben schien, »der Fachausdruck für Weihwasserbehälter lautet Aspersorium.

[weiter zu Teil II]

Freitag, 16. August 2013

Mein Kurzkrimi "Mord zum Dessert"

ist nun auch online nachzulesen. Er wurde zuerst veröffentlicht im Rahmen der Anthologie "Mörderisches Wiesbaden 7: Lecker gemordet" im Societäts-Verlag.

Hier entlang, wer Lust hat auf ein bisschen kulinarische Suspense.

Montag, 12. August 2013

Vatican-Magazin August-September 2013

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Wie immer mit Beiträgen von Paul Badde, Guido Horst, Armin Schwibach, Alexandra Maria Linder, Alexander Kissler, Pater Nüsslein und Manfred Erwe sowie Hanna-Barbara Gerl-Falkowitz und mir - teils auch als pdf einsehbar.
Plus dem Zwischenruf "Wir sind Matussek!" von Michael Hesemann, einer Typologie der 12 Apostel von Markus Günther und vieles andere mehr.
Hier kann man virtuell blättern, findet man das aktuelle Inhaltsverzeichnis, kann online oder als pdf einzelne Beiträge lesen.

Das Heft ist nicht nur den aktuellen Vermeldungen aus Rom verpflichtet, sondern auch immer den Schätzen der katholischen literarischen Vergangenheit wie auch Gegenwart, was mir persönlich sehr gefällt - und natürlich muss auch wieder der Foto-Essay Erwähnung finden.

Zum Tag der heiligen Johanna Franziska von Chantal

habe ich meinen Artikel aus dem Vatican-Magazin Ausgabe Juli 2013 über die geistliche Liebe zwischen von Chantal und Franz von Sales auf meinem Arbeitsblog eingestellt:
Das entflammte Herz - die Ewigkeit als Maß.

Das neue Vatican-Magazin ist übrigens inzwischen bei den Abonnenten und ich mache im Laufe des Tages noch einen eigenen Hinweis dazu.

Mittwoch, 17. Juli 2013

Meinen Artikel aus Vatican-Magazin Mai 2013

über Ida Friederike Görres, die tapfere Kirschblüte, und Joseph Ratzinger, ihrem Prophet in Israel, kann man online nun hier nachlesen.

Bedanke mich nochmal ganz herzlich bei Prof. Hanna-Barbara Gerl-Falkovitz (mittlerweile selbst VM-Autorin mit eigener Rubrik) für Hinweise zum Thema.

Montag, 15. Juli 2013

Vatican-Magazin Juli 2013

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Wie immer findet sich unter diesem Link eine Möglichkeit, das Heft virtuell durchzublättern, ein Inhaltsverzeichnis und für einige Artikel die Möglichkeit, sie online in Fließtext oder als pdf zu lesen - letzteres empfiehlt sich, weil dabei das Layout mitgeliefert wird.

Ebenfalls online auf kath.net ist der Beitrag von Armin Schwibach aus der Rubrik "El Jesuita" nachzulesen.

Hier besteht die Möglichkeit, ein kostenloses Probe-Exemplar zu bestellen.

Das neue Heft August-September 2013 ist schon in der Gestehungsphase und mein Thema im nächsten Heft ist wieder ein "Heiligtum der besonderen Art". Es geht um Franziskus - den Heiligen wie den amtierenden Papst. Und um ein Heiligtum, das wie ein Weberschiffchen die Kettfäden der Kirchengeschichte durchgleitet.

Sonntag, 14. Juli 2013

Vatican-Magazin Juli 2013

Ich lese prinzipiell immer zuerst die letzte Seite, Rubrik "Von Mahl zu Mahl", über die pilgernde Redaktionskonferenz und was es bei der Erstellung des Heftes so alles zu essen gab, wenn Chefredakteur und Herausgeber sich treffen.
Diesmal hätte es beinahe Herz gegeben:

>>Wir hätten auch Herz bestellen können, wegen der ungeheuerlichen Geschichte, die Barbara Wenz in diesem Heft über die beiden entflammten Herzen Franz' und Franziskas für uns erzählt. Eigentlich hätten wir das entzündete, flammende Herz diesmal auch auf den Titel nehmen sollen.
Denn der heilige Franz (von Sales), der Schutzpatron der Journalisten, hat Deutschland zum Jahr des Glaubens im Monat Juni ja mit dem Magazin CREDO beglückt, das wir uns nicht als Sternschnuppe vorstellen dürfen, sondern als einmaligen katholischen STERN (und natürlich auch ein wenig als das - nicht ganz eheliche - Baby des ehrwürdigen VATICAN-magazins). Wer weiß, was da noch nachkommt.
Das entzündete Herz neben dem Namensmonogramm Jesu bleibt jedenfalls eines der Markenzeichen der Gesellschaft Jesu, dem wir im Pontifikat unseres jesuitischen Papstes sicher noch öfter begegnen werden. Er entzündet ja jetzt schon von Woche zu Woche Tausende neu. Sollen wir also vielleicht Peter Seewald nach vorne holen, der doch das CREDO gestemmt hat? Geht nicht, sagt lo chef. Hatten wir schon. So muss also Bischof Gregor Maria Hanke an die Front der Kioske, der sich unter seinen apostolischen Mitbrüdern als Mitherausgeber des CREDO nun ja erstmals so weit aus dem Fenster gehängt hat, wie vielleicht keiner mehr seit Erzbischof Dyba selig.<<

Was es statt Herz also Leckeres zu essen gab, kann man im aktuellen Vatican-magazin auf Seite 94 nochmals nachlesen.

cantare

sofort dachte ich an...
der bei dem großen Beben von 1915 in einer Kirche in...
Cassian (Gast) - 25. Aug, 07:41
hab an Dich vorhin gedacht,...
hab an Dich vorhin gedacht, als ich Nachrichten sah...
fbtde - 24. Aug, 22:38
Das Wetter...
... lässt wie jedes Jahr zu wünschen übrig. War auch...
Marco Gallina (Gast) - 11. Aug, 16:46
Lange nicht mehr hier...
doch freue ich mich sehr, daß es diesen Blog noch gibt....
Arminius (Gast) - 29. Jul, 20:23
Lebenszeichen
Ein Lebenszeichen für uns Besorgten wäre wirklich nett....
Theodred (Gast) - 21. Jul, 21:36

attenzione

la bocca

 

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