Elsas Nacht(b)revier



Francois Gérard: St. Térèse d'Avila



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Aktuelle Veröffentlichungen

"Ökumene mit Herzblut" - Besuch bei der griechisch-orthodoxen Gemeinde in MA-Luzenberg. In: Die Tagespost vom 8.9.2016.

"Eine orthdoxe Insel im Schwarzwald" - Auftakt zur Sommerserie Orthodoxie in Deutschland. Besuch bei der russisch-orthodoxen Gemeinde in Baden Baden. In: Die Tagespost vom 18. August 2016

"Die, welche uns den Gott des Todes predigen wollen" - Übersetzung eines Blogartikels von Kardinal Duka aus dem Tschechischen. In: Die Tagespost vom 13. August 2016

"Konvertiten" In: Die Tagespost vom 26. Juli 2016

"Teresa von Avila: Es gibt keinen Grund". In: Die Tagespost vom 23. Juni 2016

Rezension "Johannes Gschwind: Die Madonna mit dem geneigten Haupt". In: Die Tagespost vom 28. April 2016

Rezension "Peter Dyckhoff: Die Gottesmutter mit den drei Händen". In: Die Tagespost vom 21. April 2016

"Jacobus Voragine und seine Legenda Aurea Ausgabe lateinisch-deutsch". In: Die Tagespost vom 24. März 2016

"Ignatius jenseits von Legende und Vorurteil. Der Bericht des Pilgers und die Ignatius-Biografie von Pierre Emonet". In: Die Tagespost vom 19. Januar 2016

"Schicksalhafte Lektüre Die Taufkirche von Edith Stein in Bergzabern, wo ihr Weg der Heiligkeit begann" In: Vatican-Magazin Januar 2016

"Selbst ein Stein würde bersten. Interview mit Karam Alyas, Flüchtling aus Nordirak." In: Die Tagespost vom 4. Dezember 2015

"Am Ursprung eines stabilen Kerneuropa Gisela von Bayern und Stefan von Ungarn: Ein heiliges Paar, das zu Staatsgründern wurde" In: Vatican-Magazin Dezember 2015

"Hier wird nach Wahrheit gesucht. Ein Interview mit dem Konvertiten, Kampfkünstler und Schauspieler Michel Ruge." In: Die Tagespost vom 13. November 2015

"Leibhaftig, nicht als Symbol? Ein ungeschickter Priester: Das Blutwunder von Walldürn und die elf „Veroniken“ - In: Vatican-Magazin November 2015

"Martha und Maria in einer Person. Elisabeth Münzebrocks Porträt der Teresa von Avila" In: Die Tagespost vom 14.Oktober 2015

"Das Meisterwerk: Mann und Frau, die einander lieben." Zur Heiligsprechung der Eltern der hl. Thérèse von Lisieux. In: Vatican-Magazin Oktober 2015

"Glückssucher, Gelehrter und Vorbild. Ein gelungenes Porträt des heiligen Augustinus. In: Die Tagespost vom 27. August 2015"

"Hervorragende Brückenbauer. Ein Interview mit Simon Jacob, ZOCD u. Initiator des Project Peacemaker" In: Die Tagespost vom 21. August 2015

"Eine Tugend für Kämpfernaturen: Johannes Stöhr und die Tugend der Geduld." In: Die Tagespost vom 27.Juli 2015

"Wachen und Beten für die Welt. Ein Besuch bei den Trappistinnen auf dem pfälzischen Donnersberg." In: Die Tagespost vom 17. Juni 2015

"Ein Apostel der Armen: Der selige Paul Josef Nardini und seine Grabkapelle in Pirmasens" In: Vatican-Magazin Juni-Juli 2015

"Von der Tänzerin zur Ordensschwester. Irmgard Fides Behrendt Flucht aus dem Osten." In: Die Tagespost vom 8. Mai 2015

"Es ist eine simple Sache, zu lieben. Interview mit Torsten Hartung zu seiner Konversion." In: Die Tagespost vom 8. April 2015

"Meine Mutter stirbt an ALS" In: Christ und Welt - Beilage der "ZEIT", Ausgabe 17-2015

"Don Bosco und Maria Mazzarello" In: Vatican-Magazin April 2015

"Eine profunde Menschenkennerin. Zum dritten Band der Briefe Teresas von Avila" In: Die Tagespost vom 1. April 2015

"Katholisches Welttheater. Paul Claudel: Der seidene Schuh" In: Die Tagespost vom 19. März 2015

"Einbruch des Übernatürlichen. Michail Bulgakov: Der Meister und Margarita" In: Die Tagespost vom 7. März 2015

"Ganz Ohr für die Stimme des Herrn. Ein Kartäuser: Die Große Stille" In: Die Tagespost vom 3. März 2015

"An der Hand der großen Teresa". Eine Auswahl von Internetseiten zum 500. Geburtstag T. von Avilas. In: Die Tagespost vom 17. Februar 2015.

"Vom Krieg zum Frieden. Wie das Gefängnis für Torsten Hartung zum Tor der Gnade wurde." In: Die Tagespost vom 10. Februar 2015 (Buchbesprechung)

"Das Leben Jesu betrachten Ein Gespräch mit Pater Norbert Lauinger SAC vom Apostolatshaus in Hofstetten" In: Die Tagespost vom 31. Januar 2015

"Das Gebet ist die Drehscheibe des Christseins- Das Lebensbuch des heiligen Theophan des Einsiedlers bietet Einblick in den geistlichen Reichtum der Orthodoxie" In: Die Tagespost vom 27. Januar 2015

"Digitale Karte des Ordenslebens - Das „Jahr der Orden“ im Internet und den sozialen Medien" In: Die Tagespost vom 27. Januar 2015

"Eine Katakombenheilige im Exil Das Weinstädchen Morro d‘Alba in den Marken mit den Gebeinen der römischen Märtyrerin Teleucania." In: Vatican-Magazin Januar 2015

"Starke Frauen - Wenn Widerstand gegen herrschende Strukturen zur geistlichen Pflicht wird. Prophetinnen und Mahnerinnen in der Kirche." In: Die Tagespost vom 16. Dezember 2014

Auf Columbans Spuren. Eine unkonventionelle Pilgerreise." In: Die Tagespost vom 13. Dezember 2014

"Geistliche Paare: Der heilige Paulinus von Nola und seine Therasia" In: Vatican-Magazin Dezember 2014

"Die zeitlose Kunst des Sterbens. Nicht nur Hospizhelfer werden Peter Dyckhoffs Betrachtungen schätzen." In: Die Tagespost vom 20. November 2014

"Mystikerin des Apostolats. Mit Teresa von Avila Zugänge zur Spiritualität der Unbeschuhten Karmeliten finden" In: Die Tagespost vom 14.Oktober 2014

"Was die Mumien erzählen. Die Bruderschaft vom guten Tod und die Chiesa dei Morti in Urbania" In: Vatican-Magazin November 2014

"Teresa von Ávila und Johannes vom Kreuz. Die unbeschuhte Reformerin und ihr Vater, der „doctor mysticus“" In: Vatican-Magazin Oktober 2014

"Gottvertrauen als Balsam und Ansporn. Carlo Maria Martinis spirituelles Vermächtnis" In: Die Tagespost vom 4. September 2014

"Unter den Märtyrern der Gegenwart. Soon Ok Lee hat die Haft in einem nordkoreanischen Straflager überlebt und zum christlichen Glauben gefunden." In: Die Tagespost vom 16. August 2014

"Zeugen monastischer Kultur. Seit 20 Jahren gibt es das Netz cluniazensischer Stätten im Schwarzwald." In: Die Tagespost vom 17. Juli 2014

"Franziskus-Effekt in Umbrien. Steigende Pilgerzahlen in Assisi und eine Friedensmission im Heiligen Land." In: Die Tagespost vom 12. Juni 2014

"Im Bunker fing alles an. Franco de Battaglia schildert die Anfänge der Fokolarbewegung." In: Die Tagespost vom 5. Juni 2014

"Eine Oase der Stille-nicht nur für Zweifler. Zum 850. Todestag der hl. Elisabeth von Schönau" In: Vatican-Magazin Juni_Juli 2014

"Sie zum Lächeln zu bringen wird unser aller Lieblingsbeschäftigung" Buchbesprechung Sandra Roth: Lotta Wundertüte. In: Die Tagespost vom 24. Mai 2014

"Gelungene Ouvertüre. Der Postulator Johannes Pauls II. hat eine lesenswerte Papstbiografie vorgelegt." In: Die Tagespost vom 24. April 2014

"Kloster Wittichen und die selige Luitgard" in: Vatican-Magazin Mai 2014

"Clemens Brentano und die selige Anna Katharina Emmerick" in: Vatican-Magazin April 2014.

"Wohltuend für Seele, Geist und Körper Der heilige Ulrich von Zell und sein „durch Wunder berühmtes Grab“ im Schwarzwald" In: Vatican-Magazin März 2014

"Spiritualität der Heiligen. Bischof Paul-Werner Scheele stellt Glaubenszeugen aus allen Zeiten vor." In: Die Tagespost vom 27. Februar 2014

"Hinaus in die Randgebiete der menschlichen Existenz. Der hl. Vinzenz von Paul und die heilige Louise de Marillac." In: Vatican-Magazin Februar 2014.

"Blind geboren - Doch dann geschah das Wunder. In jener Zeit, als das Christentum aufzublühen begann: Die heilige Odilie auf dem Mont Sainte-Odile im Elsass." In:Vatican-Magazin Januar 2014.

"Römische Geschichte einmal anders." Rezension zu Ulrich Nersingers Buch "Die Gendarmen des Papstes." In: Die Tagespost vom 7. Januar 2014

"Die Bärin wies den Weg. Die heilige Richardis und Unsere liebe Frau in der Krypta in Andlau." In: Vatican-Magazin Dezember 2013

"Schatten auf der Soldatenseele". In: Die Tagespost vom 3. Dezember 2013

"Über den Brenner nach Rom. Ein neuer Pilgerführer mit Etappenheiligen." In: Die Tagespost vom 28.10.2013

"Eine neue Idee von Liebe - Der Troubadour Jaufré Rudel und seine ferne Prinzessin." In: Vatican-Magazin Oktober 2013

"Zeigen, dass sie ein Werkzeug Gottes war. Die Neuausgabe der Vita der heiligen Hildegard." In: Die Tagespost vom 17. September 2013.

"Licht ihres Volkes und ihrer Zeit". Die Lektüre ihrer Briefe eignet sich in besonderer Weise, um die hochbegabte Menschenführerin Hildegard von Bingen kennenzulernen. In: Die Tagespost vom 17. September 2013

"Eine Art intensivierte Straßenpastoral" - ein Gespräch zum Jahr des Glaubens mit dem Augustiner-Chorherrn und Bloggerkollegen Hw. Alipius Müller. In: Die Tagespost vom 24. August 2013

"Das flammende Siegel des hl. Ignatius. Die Eremo delle Carceri bei Assisi" In: Vatican-Magazin August-September 2013

"Mehr als exotische Aussteiger. Ein Buch gibt Einblicke in das Leben moderner Eremiten." In: Die Tagespost vom 11. Juli 2013

"Geistliche Vitaminspritzen. Gesammelte Johannes-Perlen aus einem reichen Leben." In: Die Tagespost vom 4. Juli 2013

"Das entflammte Herz. Die Ewigkeit als Maß: Franz von Sales und Johanna Franziska von Chantal." In: Vatican-Magazin Juli 2013

"Und Christus berührte das kranke Bein. Wie der heilige Pellegrino von Forlì zum Patron der Krebskranken wurde." In: Vatican-Magazin Juni 2013

"Ida Friederike Görres und Joseph Ratzinger - die tapfere Kirschblüte und ihr Prophet in Israel." In: Vatican-Magazin Mai 2013

"Kein Maß kennt die Liebe" - über die Gemeinschaft der Barmherzigen Schwestern und das Jubiläumsjahr in Kloster Hegne. In: Die Tagepost vom 20. April 2013.

"Liebe, Wahrheit, Schönheit-das gesamte Pontifikat Benedikts XVI." - Die Buchbesprechung zu A. Kisslers Buch "Papst im Widerspruch." Online hier.

"Zuversicht statt Zweifel. Bologna und die heilige Katharina."In: Die Tagespost vom 13. April 2013

"Und in dir wird man einst die Herrlichkeit Gottes sehen" über die heilige Katharina von Bologna. In: Vatican-Magazin März-April 2013

"Schutzschirm für die Gemeinschaft. Christoph Müllers Einführung in die Benediktsregel" In: Die Tagespost vom 7. März 2013

"Fritz und Resl: Gottes Kampfsau und Jesu Seherin" In: Vatican-Magazin Februar 2013 anlässlich des 130. Geburtstags von Fritz Michael Gerlich.

"Jakub Deml-Traumprosa, die vom Jenseits erzählt" In: Die Tagespost vom 9. Februar 2013

"Der Tod ist nicht relativ" In: Die Tagespost vom 7. Februar 2013

"In heiligen Sphären. Mensch und Welt lassen sich nicht entsakralisieren" In: Die Tagespost vom 5. Februar 2013

"Die tapfere Heilige, die nicht sterben wollte Die Märtyrerin Cristina und das Blutwunder von Bolsena." In: Vatican-Magazin Januar 2013

"Alles andere als Rettungsroutine. Aus den Schätzen der Kirche schöpfen: Warum Beichte und Ablass ein Comeback verdient haben." In: Die Tagespost vom 22.12.2012.

"Leitsterne auf dem Glaubensweg. Katholische Großeltern spielen eine wichtige Rolle bei der Neuevangelisierung." In: Die Tagespost vom 22.12.2012.

"Das Netz der virtuellen Ewigkeit.Tod und Gedenken im Internet." In: Die Tagespost vom 29. November 2012.

"Der Friede auf Erden fängt zwischen Männern und Frauen an. Marias "Fiat" und Josefs "Serviam". Engel führten sie zum außergewöhnlichsten Ehebund der Weltgeschichte. In: Vatican-Magazin Dezember 2012.

"Der Marathon-Mann" - mein Porträt von S. E. Bischof Tebartz-van Elst. In: Vatican-Magazin Dezember 2012.

"Versperrter Himmel, öffne dich!" Über die Wallfahrt der totgeborenen Kinder zu Unserer lieben Frau von Avioth. In Vatican-Magazin November 2012.

"Ein französischer Vorläufer des heiligen Franziskus - zum 800. Todestag des Hl. Felix von Valois." In: Die Tagespost vom 3. November 2012

"Die Macht der Mystikerinnen" anlässlich der Heiligsprechung von Anna Schäffer. In: Die Tagespost vom 20. Oktober 2012

"Was für eine Frau!" Zur Vereinnahmung der hl. Hildegard von Esoterikerin und Feministinnen. In: Die Tagespost vom 9. Oktober 2012

Über den Kapuzinerpater Martin von Cochem zu seinem 300. Todestag. In: Die Tagespost vom 29. September 2012

"Die Kirche-ein Krimi?" in: Die Tagespost vom 30. August 2012.

"Wieder gefragt: Exorzismus!" in: PUR-Magazin September 2012

"Mir ist das Brevier wichtig geworden!" Ein Interview mit dem evang. Pfarrer Andreas Theurer, der in die katholische Kirche eintreten wird. In: Die Tagespost vom 14. August 2012

"Im Vorhof des Himmels" Die hl. Edith Stein und ihr Seelenführer, der Erzabt von Beuron. In: Vatican-Magazin August-September 2012

"Durch Gottes Gnade ein Kind der Kirche" - Edith Stein, Erzabt Raphael Walzer von Beuron und die Enzyklika Mit brennender Sorge. In: Die Tagespost vom 9. August 2012.

Der Cammino di San Francesco-Heiligtümer im Rieti-Tal. In: PUR-Magazin Juli.

Die Opfer der Bundeswehr. Mein Interview mit dem Afghanistan-Veteranen R. Sedlatzek-Müller. In: Die Tagespost, Ausgabe vom 14. Juni 2012

"Mehr als Dinkel und Kräuter: Ein Kernkraftwerk des Heiligen Geistes - die hl. Hildegard von Bingen" In. Vatican-Magazin Juni-Juli 2012

"Wie eine lodernde Feuersäule Die heilige Veronika Giuliani" In: Vatican-Magazin Mai 2012

"Die Vollblutfrau, die den Erlöser liebte: Kronzeugin des Osterereignisses: Die Geschichte von Jesus und Maria Magdalena." In: Vatican-Magazin April 2012

"Ich fühle mich als Frau in der Kirche nicht diskriminiert" Ein Interview mit mir von Petra Lorleberg für kath.net

"Die virtuelle Engelsburg hat standgehalten" in: Die Tagespost vom 22. März 2012

"Die Sowjets traten, rissen, schlugen, brannten - aber immer wieder haben die Litauer ihren Kreuzeshügel aufgebaut". In: Vatican-Magazin März 2012

"Katholische Bloggerszene stiftet Ehe" Interview mit Phil und Hedda in: Die Tagespost vom 13.März 2012

Und Du wirst mal Kardinal!" Prags Erzbischof verkörpert das Durchhaltevermögen der tschechischen Christen. In: Die Tagespost vom 18. Februar 2012

"Wo Liebe ist, ist Eifersucht nicht weit: Alfons Maria de Liguori und Schwester Maria Celeste Crostarosa, Gründer des Redemptoristenordens". In: Vatican-Magazin Ausgabe Februar 2012

Neue Kolumne über geistliche Paare: "Mann-Frau-Miteinander-Kirchesein" In: Vatican-Magazin Ausgabe Januar 2012

Unsagbar kostbare Göttlichkeit - Gold, Weihrauch und Myrrhe: Die Gaben der Heiligen Drei Könige. In: Die Tagespost vom 5. Januar 2012

"Wo die Pforten des Himmels offen sind. Loreto in den italienischen Marken". In: Vatican-Magazin Dezember 2011

"Ein Schatz, der fast zu groß für diesen Erdball ist". In: Liebesbriefe für die Kirche. Hrsg. Noe, Biermeyer-Knapp. Bestellbar hier.

Der Papst meines Lebens - Vatican-Magazin spezial zum Papstbesuch

Norcia - der Geburtsort des heiligen Benedikt: "Als sich der Erdkreis verfinstert hatte" In: Vatican-Magazin August-September 2011

In englischer Übersetzung online hier: When the world had darkened<

Der Vatikan und die Blogger - Beginn einer wunderbaren Freundschaft.

Poetische Pilgerorte-Reisen ins mystische Mittelitalien. Erschienen im MM-Verlag.


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Was ist ein Ablass?

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X Die Ablässe

1471 Die Lehre über die Ablässe und deren Anwendung in der Kirche hängen eng mit den Wirkungen des Bußsakramentes zusammen.

Was ist der Ablaß?

„Der Ablaß ist Erlaß einer zeitlichen Strafe vor Gott für Sünden, die hinsichtlich der Schuld schon getilgt sind. Ihn erlangt der Christgläubige, der recht bereitet ist, unter genau bestimmten Bedingungen durch die Hilfe der Kirche, die als Dienerin der Erlösung den Schatz der Genugtuungen Christi und der Heiligen autoritativ austeilt und zuwendet."

„Der Ablaß ist Teilablaß oder vollkommener Ablaß, je nachdem er von der zeitlichen Sündenstrafe teilweise oder ganz freimacht." Ablässe können den Lebenden und den Verstorbenen zugewendet werden (Paul VI., Ap. Konst. „Indulgentiarum doctrina" normæ 1-3).

Die Sündenstrafen

1472 Um diese Lehre und Praxis der Kirche zu verstehen, müssen wir wissen, daß die Sünde eine doppelte Folge hat. Die schwere Sünde beraubt uns der Gemeinschaft mit Gott und macht uns dadurch zum ewigen Leben unfähig. Diese Beraubung heißt „die ewige Sündenstrafe". Andererseits zieht jede Sünde, selbst eine geringfügige, eine schädliche Bindung an die Geschöpfe nach sich, was der Läuterung bedarf, sei es hier auf Erden, sei es nach dem Tod im sogenannten Purgatorium [Läuterungszustand]. Diese Läuterung befreit von dem, was man „zeitliche Sündenstrafe" nennt. Diese beiden Strafen dürfen nicht als eine Art Rache verstanden werden, die Gott von außen her ausüben würde, sondern als etwas, das sich aus der Natur der Sünde ergibt. Eine Bekehrung, die aus glühender Liebe hervorgeht, kann zur völligen Läuterung des Sünders führen, so daß keine Sündenstrafe mehr zu verbüßen bleibt [Vgl. K. v. Trient: DS 1712-1713; 1820].

1473 Die Sündenvergebung und die Wiederherstellung der Gemeinschaft mit Gott bringen den Erlaß der ewigen Sündenstrafen mit sich. Zeitliche Sündenstrafen verbleiben jedoch. Der Christ soll sich bemühen, diese zeitlichen Sündenstrafen als eine Gnade anzunehmen, indem er Leiden und Prüfungen jeder Art geduldig erträgt und, wenn die Stunde da ist, den Tod ergeben auf sich nimmt. Auch soll er bestrebt sein, durch Werke der Barmherzigkeit und der Nächstenliebe sowie durch Gebet und verschiedene Bußübungen den „alten Menschen" gänzlich abzulegen und den „neuen Menschen" anzuziehen [Vgl. Eph 4,24].

In der Gemeinschaft der Heiligen

1474 Der Christ, der sich mit der Gnade Gottes von seiner Sünde zu läutern und sich zu heiligen sucht, steht nicht allein. „Das Leben jedes einzelnen Kindes Gottes ist in Christus und durch Christus mit dem Leben aller anderen christlichen Brüder in der übernatürlichen Einheit des mystischen Leibes Christi wie in einer mystischen Person in wunderbarem Band verbunden" (Paul VI., Ap. Konst. „Indulgentiarum doctrina" 5).

1475 In der Gemeinschaft der Heiligen „besteht unter den Gläubigen - seien sie bereits in der himmlischen Heimat oder sühnend im Reinigungsort oder noch auf der irdischen Wanderschaft - in der Tat ein dauerhaftes Band der Liebe und ein überreicher Austausch aller Güter" (ebd.). In diesem wunderbaren Austausch kommt die Heiligkeit des einen den anderen zugute, und zwar mehr, als die Sünde des einen dem anderen schaden kann. So ermöglicht die Inanspruchnahme der Gemeinschaft der Heiligen dem reuigen Sünder, daß er von den Sündenstrafen früher und wirksamer geläutert wird.

1476 Diese geistlichen Güter der Gemeinschaft der Heiligen nennen wir auch den Kirchenschatz. „Er ist nicht so etwas wie eine Summe von Gütern nach Art von materiellen Reichtümern, die im Lauf der Jahrhunderte angesammelt wurden. Vielmehr besteht er in dem unendlichen und unerschöpflichen Wert, den bei Gott die Sühneleistungen und Verdienste Christi, unseres Herrn, haben, die dargebracht wurden, damit die gesamte Menschheit von der Sünde frei werde und zur Gemeinschaft mit dem Vater gelange. Der Kirchenschatz ist Christus, der Erlöser, selbst, insofern in ihm die Genugtuungen und Verdienste seines Erlösungswerkes Bestand und Geltung haben [Vgl. Hebr 7,23-25; 9,11-28.]" (ebd.).

1477 „Außerdem gehört zu diesem Schatz auch der wahrhaft unermeßliche, unerschöpfliche und stets neue Wert, den vor Gott die Gebete und guten Werke der seligsten Jungfrau Maria und aller Heiligen besitzen. Sie sind den Spuren Christi, des Herrn, mit seiner Gnade gefolgt, haben sich geheiligt und das vom Vater aufgetragene Werk vollendet. So haben sie ihr eigenes Heil gewirkt und dadurch auch zum Heil ihrer Brüder in der Einheit des mystischen Leibes beigetragen" (ebd.).

Gott erläßt Sündenstrafen durch die Kirche

1478 Der Ablaß wird gewährt durch die Kirche, die kraft der ihr von Jesus Christus gewährten Binde- und Lösegewalt für den betreffenden Christen eintritt und ihm den Schatz der Verdienste Christi und der Heiligen zuwendet, damit er vom Vater der Barmherzigkeit den Erlaß der für seine Sünden geschuldeten zeitlichen Strafen erlangt. Auf diese Weise will die Kirche diesem Christen nicht nur zu Hilfe kommen, sondern ihn auch zu Werken der Frömmigkeit, der Buße und der Nächstenliebe anregen [Vgl. Paul VI., Ap. Konst. „Indulgentiarum doctrina" 8; K. v. Trient: DS 1835].

1479 Da die verstorbenen Gläubigen, die sich auf dem Läuterungsweg befinden, ebenfalls Glieder dieser Gemeinschaft der Heiligen sind, können wir ihnen unter anderem dadurch zu Hilfe kommen, daß wir für sie Ablässe erlangen. Dadurch werden den Verstorbenen im Purgatorium für ihre Sünden geschuldete zeitliche Strafen erlassen.<<

Quelle hier.
Kritiker (Gast) - 17. Jan, 16:19

Ein nachträgliches pseudowissenschaftliches Blabla, eine kriminielle Machenschaft zu erklären bzw. zu rechtfertigen. So einem Schmarrn wie dem Ablass hätte Jesus sofort den Garaus gemacht.

damasus (Gast) - 17. Jan, 16:44

Kriminelle Machenschaft? Pseudowissenschaftliches Blabla? Da hat sich augenscheinlich jemand nicht nur in der Adresse sondern auch in der Wortwahl geirrt- jedenfalls bilden beide Begriffspaare nicht das ab, was uns der "Kritiker" sagen möchte- kann natürlich auch an seinem mangelndem Textverständnis ( Pisa) liegen. Da möchte man ihn doch auch der göttlichen Gnade empfehlen- mit oder ohne Ablass.
Veritas (Gast) - 17. Jan, 16:45

Welche kriminelle Machenschaft ist es denn dieses Mal?
gerd (Gast) - 17. Jan, 17:55

@kritiker

>>So einem Schmarrn wie dem Ablass hätte Jesus sofort den Garaus gemacht.<<

Ja, Jesus hätte dies und das. Im Fall des Ablasses ist er noch nicht tätig geworden.
alipius (Gast) - 17. Jan, 19:28

Troll!

Kritiker (Gast) - 17. Jan, 22:11

Na, wie glaubt's wurde der Ablass gewährt? Gegen Geld natürlich. Damit die fetten Kirchenbonzen in Rom weiterhin ihr lasterhaftes ausschweifendes Leben führen konnten.

<°)))o><

Bon appétit!
L. A. (Gast) - 17. Jan, 22:44

@"Kritiker" und @ all

schön, daß auch Sie sich geistig immerhin schon dem 16. Jhdt. annähern, Sie kapieren halbwegs immerhin schon, daß es den Mißbrauch des AblaßHANDELS einmal gab, aber noch nicht, daß er von Pius V. spätestens im Jahr 1570 definitiv verboten wurde, vermutlich aber sogar schon vor 1520 von Leo X. Das wird schon noch, geben Sie die Hoffnung nicht auf. Troll spielen müssen ist doch auch blöd, oder?

Das folgende nicht für Sie, da fehlen halt noch ein paar Jahrhunderte:
Bis 1983 soll jeglicher Ablaßhandel kirchenrechtlich sogar die Exkommunikation nach sich gezogen haben, warum wurde das aufgehoben? Könnte das was mit dem Junktim Kirchensteuer = Kirchenzugehörigkeit in D zu tun haben?
Aber im Ernst jetzt: weiß jemand, warum das aufgehoben wurde?
Kerstin Müller (Gast) - 17. Jan, 16:32

Gnade vor Recht!

Den Ablass aufzugeben, bedeutet "Gnade" aufzugeben. Passt haarscharf in den Kulturkampf, der in der Kirche tobt. Sagte mir der Pfarrer erst neulich, dass etliche Theologen die Gnade aufgegeben haben. Für mich heißt das, Jesus Christus aufzugeben. Wenn es keine Gnade mehr gibt, gibt es nur noch das Recht. Mit Recht und Gesetz allein erreicht man aber niemals vollständig Gerechtigkeit, auch wenn man kilometerlange Regale mit Gesetztestexten füllt.

ksu (Gast) - 17. Jan, 18:22

Mein Problem mit dem Ablass ist, dass man sich den Ablass (wodurch auch immer) "verdienen" kann. Wenn ich aber glaube, dass man sich Gnade gerade nicht verdienen kann, dann ist da kein Platz für Ablass.

Aber genau das ist ein Grundkonflikt zwischen Protestanten und Katholiken. Die meisten Katholiken würden dem Satz "Gnade kann man sich nicht verdienen" zustimmen. Gleichzeitig glauben sie im tiefsten Inneren, dass sie es doch wenigstens ein klein Wenig können. Wenn sie nur dies und jedes tun, dann stehen sie am Jüngsten Tage vielleicht ein klein wenig besser da, als der Bruder, der es nicht getan hat.

Ich glaube ganz fest, dass das so nicht funktioniert. Wenn Gottes Gnade so groß ist, wie ich glaube, dann spielt es keine Rolle, ob ich 1996 in Trier war und einen Ablass erhalten habe oder ob ich 1997 in Trier war und dort ohne Ablass zu Gott gebetet habe.

ElsaLaska - 17. Jan, 18:26

@ksu

Entschuldige, mir ist grad spontan eingefallen, wieso dann überhaupt nach Trier fahren?

Aber das ist natürlich nicht die passende Entgegnung gewesen. Mal schauen, ob jemand auf Deinen Einwand kompetent antwortet.
ksu (Gast) - 17. Jan, 18:35

Elsa, Du fährst also nach Trier, UM einen Ablass zu bekommen...

Wenn ich mich für einen neuen Job bewerbe, dann lege ich eine Reihe Testate und Zertifikate vor, die ich im Laufe meines langen Berufslebens erworben haben. Ich kann einfach nicht glauben, dass ich am jüngsten Tag meine Ablaßbriefe vorlege und danach die Gnade bemessen wird, die mir gewährt wird...
ElsaLaska - 17. Jan, 18:41

@ksu

*lach* Nein, ich fahre überhaupt gar nicht nach Trier. Ich denke gar nicht im Traume dran, sowieso nach dem, was ich bis jetzt alles gehört habe.

Und man muss auch nicht nach Trier fahren, UM einen vollkommenen Ablass zu erlangen, da gibt es bequemere Methoden.
[Es war nur so ein spontaner Gedanke nach dem Motto: Wenn es eh Jacke wie Hose ist ... Aber DA es nicht Jacke wie Hose ist, weil Exzellenz Ackermann das fürstbischöflich entschieden hat .... ]

Aber wenn es Dir konkret um Trier geht jetzt: Viele katholische Gläubige würden sich sehr freuen, wenn ihr HIRTE, ein katholischer Bischof, beim Papst darum bitten würde. Und weißt Du warum?
Weil sie den Ablass ihren verstorbenen Angehörigen, Bekannten, oder auch verstorbenen Priestern, oder AUCH verstorbenen Bischöfen usw... gerne zuwenden möchten. Und zumindest finde ich, dass sie diese Gelegenheit auch bekommen dürfen sollten.
ksu (Gast) - 17. Jan, 18:45

Das heißt aber dann schon, dass sie glauben, sich Gnade für Ihre Verstorbenen "verdienen" zu können. Oder kann man das so nicht sagen?
Frischer Wind (Gast) - 17. Jan, 18:47

Ziel: Heilig werden

Es geht bei der Gewinnung eines Ablasses, wie auch bei anderen "guten Taten", nicht um das "Sich verdienen", sondern darum, auf dem Weg der Heiligkeit voranzuschreiten. (Das ist der Wille Gottes, Eure Heiligung. 1Thess 4,3)

Papst Paul VI. erklärte, dass die Kirche Ablässe nicht nur deshalb gewährt, um "den Christgläubigen beim Abbüßen der Sündenstrafen zu helfen", sondern auch, um sie "zu Werken der Frömmigkeit, Buße und Liebe anzuspornen, besonders zu solchen, die zum Wachstum im Glauben und zum Allgemeinwohl beitragen. Wenn aber die Gläubigen Ablässe zum Beistand der Verstorbenen zuwenden, üben sie auf hervorragende Weise die Liebe. Und indem sie an die himmlischen Dinge denken, gestalten sie auch die irdischen besser."

http://www.zenit.org/article-8998?l=german
ElsaLaska - 17. Jan, 18:49

Da bin ich nicht kompetent genug,

ich würde aber meinen, nein, so einfach kann man das nicht sagen, das wäre schon eine Verkürzung.
Oben ist zum Beispiel von Werken der Barmherzigkeit die Rede, und natürlich von Gnade, außerdem von der Gemeinschaft mit den Heiligen, das sind relevante Stichworte. Ich finde der Text charakterisiert sehr schön, um was es bei dem Ablass geht. Ich warte mal, ob noch jemand konkret was dazu erläutern kann.

[Ah ich seh grad, Frischer Wind hat das sehr gut dargelegt.]
Kerstin Müller (Gast) - 17. Jan, 18:54

@ksu

Was meinen Sie denn mit "verdienen"?
Die Kirche nennt die Voraussetzungen, unter denen sie den Ablass gewähren kann als Gnadenvermittlerin.
Da kann man sich nix verdienen! Wenn sie z. B. im Lotto gewinnen wollen, müssen sie auch zumindest den Lottoschein ausfüllen und abgeben oder jemand anderes macht das für sie und zahlt für sie ein. Die Gnade gewährt natürlich Gott - nicht die Kirche. Aber weil sie als Protestant die Gemeinschaft der Heiligen nicht brauchen oder wollen, ist das eh irrelevant.
Imrahil (Gast) - 18. Jan, 00:33

>>Die meisten Katholiken würden dem Satz "Gnade kann man sich nicht verdienen" zustimmen. Gleichzeitig glauben sie im tiefsten Inneren, dass sie es doch wenigstens ein klein Wenig können. Wenn sie nur dies und jedes tun, dann stehen sie am Jüngsten Tage vielleicht ein klein wenig besser da, als der Bruder, der es nicht getan hat.

Hmmja. Da brauchst Du auch gar nicht ins tiefste Innere hineinschauen, was sowieso immer hochgradig problematisch ist. Das glauben sie tatsächlich. Beides. Es ist auch kein Widerspruch. [Auch wenn bisweilen unter Katholiken, die vielleicht auch ein bißchen vom Protestantismus mitgekriegt haben - die Christenheit ist halt letztlich doch eine, in einer teils-protestantischen Nation merkt man das umso mehr - da sich mitunter tatsächlich ein schlechtes Gewissen breitmacht.]

Das ist jetzt übrigens ein bißchen off-topic, weil die Lehre vom Verdienst etwas präzise anderes ist als die Lehre vom Ablaß, und der Ablaß, es sei denn theoretisch (die Gewinnung als gute Tat gegen einen selbst) irgendwo hinten unter ferner liefen, genau kein Verdienst ist. Der Ablaß ist an sich ebensowenig ein Verdienst wie es ein Verdienst ist, wenn mir ein eifriger Kamerad von den 50 Scheit Holz 49 abnimmt, damit ich nicht so schwer zu schleppen hab, und ich nicht viel weiter tue als "Ja, von mir aus gern" dazu zu sagen. Dennoch - die Katholiken lehren tatsächlich, daß es einen Verdienst gibt. Da tun sie nichts weiter als die Heilige Schrift ernstnehmen, welche sagt: "Ihr wißt ja, daß jeder, wenn er etwas Gutes tut, vom Herrn Vergeltung empfängt" (Eph 6,8). Insofern - ja. Wer Gutes tut, steht besser da am Jüngsten Tag als der Bruder, der weniger Gutes getan hat - und ich weiß nicht, gar nicht, absolut nicht, was daran so schlimm sein soll. Der besagte Bruder wird sich ja selber voller Nächstenliebe über das Gnadenwirken Gottes an und die eigene Leistung von seinem Bruder freuen. Neidet denn, selbst in diesem Leben, irgendeiner der allerseligsten Jungfrau ihre Gnadenvorzüge?

Gnade, nun, bzw. präziser die erste Gnade, kann man sich tatsächlich nicht verdienen. Logisch. Geht ja gar nicht. Der ganze Verdienst von vorhin ist ja auch tatsächlich nur möglich, wenn Gott durch Gnade die Möglichkeit des Verdienens gegeben hat. Nur heißt das nicht, daß er gänzlich unmöglich ist.

Und der Ablaß? Volkstümlich gesagt, kommt man damit schneller aus dem Fegfeuer wieder heraus (Ziel dieses Satzes ist nur, eine general idea zu geben). Er hat an sich selbst ziemlich wenig damit zu tun, was man an sich im Leben verdient hat. Geschweige denn ob man in den Himmel kommt: das ist beim Ablaß immer schon vorausgesetzt.
ksu (Gast) - 18. Jan, 11:37

@Frischer Wind: Das Ziel des "Heilig werdems" kann ich nachvollziehen. Passt aber doch nicht damit zusammen, dass ich Ablass für Verstorbene erwerben kann, oder? Heilig werden kann ich nur selbst. Für Verstorbene kann ich beten, aber keinen Ablass erwerben...

@Imrahil: Diese katholische Vorstellung von "Fegefeuer im Himmel" wird mir ewig verschlossen bleiben. Entweder mir wird nach meinem Tode die Gnade zuteil, bei Gott zu sein (volkstümlich "im Himmel") oder mir wird diese Gnade nicht zuteil und ich bleibe fern von Gott (volkstümlich "Hölle" oder "Fegefeuer").

Ich kann jedenfalls NICHT glauben, dass mir diese Gnade erst nach einer gewissen Zeit zuteil wird, ich quasi erst einmal in das "himmlische Gefängnis Fegefeuer" muss und meine Nachkommen auf der Erde diese Strafzeit auch noch verkürzen können, indem sie den Hl. Rock in Trier besuchen.
L. A. (Gast) - 18. Jan, 11:52

@ksu - Fegefeuer

Das Fegefeuer ist kein Gefängnis, sondern der Ort der Läuterung der Seelen.
Es sind dort jene, die zwar die Gnade des Herrn nicht verwirkt haben, aber noch von Folgen der Sünde zu "verdunkelt" sind, um das Licht der reinen Liebe des Herrn schon ertragen zu können. Dies offenbart sich ihnen im Moment der Begegnung mit Gott und sie werden in katholischer Vorstellung auch nicht ins Fegefeuer geschickt oder verbannt, sondern erkennen ihren Makel im Angesicht des Herrn und stürzen sich selbst ins Fegefeuer. Dort läutert sich die Liebe zum Herrn und wächst ständig an. Das Leiden liegt im Ertragen müssen des noch Getrenntseins bei größter Sehnsucht.
(dies verkürzt, um Ihnen die katholische Sichtweise zu umreißen)
Imrahil (Gast) - 18. Jan, 12:22

@ksu, kannst Du Dir nicht noch eine dritte Möglichkeit vorstellen, nämlich die, daß jemand, wenn er stirbt, nicht mit der alleräußersten Strafe der ewigen Verdammnis (und nur das ist die Hölle) belegt wird, trotzdem aber noch nicht fähig ist, im Himmel sein zu dürfen? Genau das ist das Fegfeuer.

Steht auch in der Bibel: "Er selbst wird gerettet werden, jedoch nur so wie durch Feuer hindurch."

Und für jeden von uns und für den wuidesten Hund / schlagt irgendwann amoi de letzte Stund / und klopft dann der Boandlkramer bei mir o / und sagt: „Haberfeldtreiber, mia san dro! Jetz brauchst net jammern und net diskutiern, /wo's jetz hingeht, da werds di net friern!“ / Dann zuck i die Achsel und sag: „Ja mei, / was is, des is, und was sei muaß, muaß sei." - Es ist schon erfreulich, daß der Ort, wo ihn nicht friert, und die Strafe, die er dann doch gehorsam auf sich nimmt, auch das Fegfeuer sein kann.
L. A. (Gast) - 18. Jan, 12:24

PS:

Und i. Ü., auch wenn die Gäste Moslems sind, bekreuzige ich mich und spreche mein Tischgebet.
Frischer Wind (Gast) - 18. Jan, 12:59

Tat der Liebe

@ksu
nochmals Paul VI.( Wiederholung):

"Wenn aber die Gläubigen Ablässe zum Beistand der Verstorbenen zuwenden, üben sie auf hervorragende Weise die Liebe. Und indem sie an die himmlischen Dinge denken, gestalten sie auch die irdischen besser."

Da wir uns in der Kirche als EINE Gemeinschaft sehen - die streitende Kirche , hier auf Erden, die leidende im Fegefeuer (Purgatorium) und die triumphierende im Himmel in der Anschauung Gottes - sind wir uns alle in Liebe verbunden und einer hilft dem andern wo er kann - um es einfach auszudrücken.

Wenn uns Streitenden (hier in diesem "Jammertal") von der Kirche aus deren Gnadenschatz Mittel zur Verfügung gestellt werden, die sonst eben nicht verfügbar wären, so ist es ein Zeichen der Verbundenheit und der Liebe, auch den Verstorbenen fürbittenderweise diese Geschenke der Kirche zukommen zu lassen.

"Für Verstorbene kann ich beten, aber keinen Ablass erwerben..." (ksu)
Kann man, soll man, aber warum sollte ich, wenn ich die Möglichkeit habe, einen Porsche zu verschenken (damit der andere schnell ans Ziel kommt), stattdessen nur ein Fahrrad geben? (Mag ein hinkender Vergleich sein aber macht vielleicht die Sache etwas deutlich.) So angenehm ist es nämlich vorraussichtlich nicht im Purgatorium, und Sie wie ich wären wahrscheinlich froh, möglichst bald die Sache hinter uns gebracht zu haben...(Natürlich können Sie auch sagen: Ist mir doch wurscht, wie lange der da zappelt" - salopp gesagt, sorry.)

Es ist also eine "hervorragende Weise", die Liebe zu üben. Das wiederum führt uns weiter zu Gott, in dem wir ganz Liebe werden sollen. Ein Fortschritt also im geistlichen Leben, wenn man so will. Und wieder: "Das ist der Wille Gottes: eure Heiligung."
Frischer Wind (Gast) - 18. Jan, 13:02

Tat der Liebe

@ksu
nochmals Paul VI.( Wiederholung):

"Wenn aber die Gläubigen Ablässe zum Beistand der Verstorbenen zuwenden, üben sie auf hervorragende Weise die Liebe. Und indem sie an die himmlischen Dinge denken, gestalten sie auch die irdischen besser."

Da wir uns in der Kirche als EINE Gemeinschaft sehen - die streitende Kirche , hier auf Erden, die leidende im Fegefeuer (Purgatorium) und die triumphierende im Himmel in der Anschauung Gottes - sind wir uns alle in Liebe verbunden und einer hilft dem andern wo er kann - um es einfach auszudrücken.

Wenn uns Streitenden (hier in diesem "Jammertal") von der Kirche aus deren Gnadenschatz Mittel zur Verfügung gestellt werden, die sonst eben nicht verfügbar wären, so ist es ein Zeichen der Verbundenheit und der Liebe, auch den Verstorbenen fürbittenderweise diese Geschenke der Kirche zukommen zu lassen.

"Für Verstorbene kann ich beten, aber keinen Ablass erwerben..." (ksu)
Kann man, soll man, aber warum sollte ich, wenn ich die Möglichkeit habe, einen Porsche zu verschenken (damit der andere schnell ans Ziel kommt), stattdessen nur ein Fahrrad geben? (Mag ein hinkender Vergleich sein aber macht vielleicht die Sache etwas deutlich.) So angenehm ist es nämlich vorraussichtlich nicht im Purgatorium, und Sie wie ich wären wahrscheinlich froh, möglichst bald die Sache hinter uns gebracht zu haben...(Natürlich können Sie auch sagen: Ist mir doch wurscht, wie lange der da zappelt" - salopp gesagt, sorry.)

Es ist also eine "hervorragende Weise", die Liebe zu üben. Das wiederum führt uns weiter zu Gott, in dem wir ganz Liebe werden sollen. Ein Fortschritt also im geistlichen Leben, wenn man so will. Und wieder: "Das ist der Wille Gottes: eure Heiligung."
Zäpfelkern (Gast) - 18. Jan, 18:36

Vielleicht bin ich zu einfältig, aber ...

... wenn ich nach dem Tod vor der Reinheit aller Reinheiten erscheine und stelle fest ich bin schmutzig . Was dann ? Dann steht wohl eine Reinigung an, nichts anderes sagt doch Purgatorium.

Und diese Reinigung stelle ich mir so vor, dass ich je nach Verschmutzungs grad entsprechend weit weg von Gott mich befinde, mit der brennenden Sehnsucht ihm näher zu kommen. Dabei werde ich wohl dann nach und nach rein (wobei zeitliches im Jenseits eh keine Bedeutung haben wird).

Ich kann mir nicht vorstellen, dass man da drumrum kommt. Und mein Verschutzungsgrad hängt halt von meiner Lebensweise ab, dazu gehören und haben dann wohl auch reinigende Kraft, gute Taten.

Aber vielleicht bin ich ja nur zu einfältig (wie war das: wenn ihr nicht werdet wie die Kinder).
cuppa (Gast) - 17. Jan, 21:06

Typisch, wenn nicht erschreckend, finde ich mal wieder das Ökumene-Verständnis eines deutschen Bischofs. Einer dermaßen alten, traditionellen, typisch katholischen Veranstaltung ein solches Element, das immer dazu gehörte, einfach wegzunehmen, nur weil sich Protestanten daran stören könnten, ist einfach nur bodenlos.
Aufgeben, nachgeben, weggeben, scheint das Motto nicht nur Bischof Ackermanns zu sein.
Aber nun: Im Konzilstext über die Bischöfe las ich gestern, die Bischöfe sollen die getrennten Brüder lieben. Bischof Ackermann liegt voll auf der Linie des Konzils. Ich las sogar, in welchem Konzilsdokument weiß ich nicht auswendig, ich las es jedoch mit eigenen Augen: Katholiken sollen ihren Glauben so lange formulieren, bis ihn die Nicht-Katholiken verstehen. Da muss wohl einiges wegformuliert werden. Fürchte ich.

curioustraveller (Gast) - 18. Jan, 10:08

Naja, es muss ja kein Widerspruch sein, jemanden zu lieben und trotzdem zu seinen Überzeugungen zu stehen. Ein Ausdruck der Liebe z.B. gegenüber jemandem, der Christus nicht kennt, ist, ihm das Evangelium weiterzusagen, ohne es vorher windelweich zu machen. Da werden sicher Aussagen dabei sein, die der Hörer zunächst mal befremdlich oder sogar anstößig findet. Und trotzdem ist es ein Zeichen der Liebe dem anderen gegenüber - man teilt das, was für einen selbst am Wichtigsten ist.

Das Evangelium weichzuspülen, um hip zu sein, hat mit Liebe nichts zu tun. Eher mit billiger Anbiederei. Ich als Protestant schätze einen Katholiken, der katholisch ist und sich nicht in der Konversation erst mal für Zölibat, Papst und Reformstau entschuldigt - das wirkt auf mich nur öde und lässt nicht viel Substanz im Gespräch erwarten.

und was das Konzilsdokument anbelangt: Ich vermute, es war "Unitatis redintegratio". Ich kann daran nichts anstößiges finden, wenn Katholiken anderen Christen gegenüber freundlich und liebevoll sind und dabei trotzdem katholisch bleiben.
Jorge (Gast) - 18. Jan, 11:41

Evangelium weichspülen, um hip zu sein

Ablass kommt im Evangelium nicht vor, müsstest du als Protestant eigentlich wissen.

Die katholisch-protestantische Kontroverse um die Ablasstheologie hat auch mit "hip" oder "Zeitgeist" und ähnlichem nichts zu tun. Oder ist lutherische Gnadenlehre irgendwie "modern-angepasster", womöglich sogar weniger "entweltlicht" als das katholisches Ablasswesen? Natürlich Unsinn, das ist eine rein theologische Streitfrage, die interessiert den "Zeitgeist" nicht im mindesten.

Ganz grundsätzlich: Der Ton macht die Musik und die Art der Schlagwörter, die man wählt, bestimmt die Betrachtungsweise.

Wenn man den einmaligen Verzicht auf den Ablass als "bodenlose Anbiederei" bezeichnet, wirkt es natürlich ganz furchtbar: Wir dummen Katholiken machen uns mal wieder zum Hanswurst der protestantischen Papsthasser und Nichtsversteher. Die sollen doch wegbleiben, wenn sie was stört, ... (Tja, dummerweise haben wir sie extra eingeladen, damit sie kommen)

Wie anders klingt es aber, wenn man den einmaligen Verzicht auf diesen Ablass als "Rücksichtnahme" oder "freundliche Geste" charakterisiert. Ich tische ja auch keinen Schweinebraten auf, wenn ich Moslems zum Sonntagsschmaus einlade, obwohl ich es für Quatsch halte, Schweinefleisch zu verteufeln. Was ist daran "Anbiederei"? Denkt mal, was Paulus zu den "Schwachen" gesagt hat, die aus Gewissensgründen kein Schweinefleisch essen.
ksu (Gast) - 18. Jan, 11:58

@Jorge: Danke! Wenn es auf beiden Seite immer mehr Christen gibt, die SO denken und schreiben, dann wird Ökumene wachsen und funktionieren.
L. A. (Gast) - 18. Jan, 12:20

Schweinebraten?

wenn ich jemand der Schweineleisch nicht ißt zum Essen einlade, tische ich das auch nicht auf.
Der Ablaß jedoch betrifft die Gäste nicht, sie können auch sonst gar nicht davon belästigt werden, weil sie das, was für seine Erlangung nötig ist, gar nicht mitbekommen
Und auch: wenn ich mit einem Schweinefleisch - Ablehner ins Restaurant gehe, mögen beide bitte bestellen, was ihnen bekömmlich erscheint.
(wie schnell man doch immer wieder zum "Mahl" - Thema kommt..)
Imrahil (Gast) - 18. Jan, 12:25

@ksu: Zum Thema an sich vielleicht später noch was, aber einstweilen so viel: Du würdest mich mehr überzeugen, daß das, was Du schreibst, Dir wirklich Anliegen ist [mistake intended], wenn Du der Ökumene den ihr rechtmäßig zustehenden bestimmten Artikel nicht verweigern würdest.
L. A. (Gast) - 18. Jan, 12:26

PS:

Und i. Ü., auch wenn die Gäste Moslems sind, bekreuzige ich mich und spreche mein Tischgebet

(OT: Elsa, derselbe ist mir grad arg dadaistisch an falsche Stelle gerutscht, bitte dort löschen! :-)
Imrahil (Gast) - 18. Jan, 12:39

Das Problem ist, daß der deftige Schweinsbraten mit Knödeln und Kraut oder Erbsen etc., so gut er auch schmeckt, ein irdisches Gut ist, der Ablaß dagegen, wenn auch in der dortigen Ordnung von *vergleichsweise* niedrigem Rang, ein geistliches. Gewiß gehört die Eucharistie ganz anderen Dimensionen an als der Ablaß, dennoch sollte man den Katholiken verstehen, der nicht ausgerechnet seine traditionellen katholischen Ereignisse solcher Güter beraubt sehen will, so wie er sich auch dagegen wehrt, wenn Heilige Messen durch ökumenische Wortgottesdienste ersetzt werden. Wir reden hier, wohlgemerkt, nicht von einer ökumenischen Veranstaltung, sondern von einer katholischen.

Selbst übrigens, was die irdischen Güter betrifft: Ein Pfarrer mag den Imam vor Ort, samt Gemeinde, gerne und löblich zur Fronleichnamsprozession einladen. Nun ist es aber eherne Tradition, daß es hernach ein gemütliches Beisammensein mit Weißwürsten, Wienern und Weißbier gibt; und ich, für meinen Teil, hätte auch damit mein Problem, wenn das deswegen verboten würde.
Braut des Lammes (Gast) - 18. Jan, 12:44

Hmm – wenn man im Schweinebraten-Bild bleiben will: da hat sich mir spontan die Frage gestellt: warum Moslems einladen, wenn feststeht daß ich ein Schweinebratenessen für meine Freunde geben will? Anschließend sag ich dann meinen Gästen, leider können wir aus Rücksicht keinen Schweinebraten essen. Wärs nicht vbesser, ich nähme einfach eine andere Gelegenheit wahr, um mit Freunden und Moslems zusammen etwas zu essen, was allen schmeckt?
Braut des Lammes (Gast) - 18. Jan, 12:51

Wenn ich irgendwo eingeladen bin und da wird etwas gereicht, das ich derzeit oder überhaupt nicht goutiere (etwa Schweinebraten), dann nehme die Beilagen. Ich fände es eher merkwürdig, wenn der Gastgeber aus Sorge um meine persönlichen Empfindlichkeiten allen anderen den Braten nicht reichen mag.
L. A. (Gast) - 18. Jan, 13:26

@Braut des Lammes

Also wenn ich an meine drei übelst gescheiterten Versuche, selbst einen Schweinsbraten zuzubereiten denke, hättest Du mit den Beilagen auf jeden Fall den besseren Teil erwählt :-)
Jorge (Gast) - 18. Jan, 14:47

Nun, solche Bilder wie der Schweinebraten sind immer nur begrenzt belastbar. Der Ablass ist wohl eher mit einer Beilage zu vergleichen als mit dem Hauptgang, und Protestanten sind auch keine Moslems.

In dem vorausgegangenen Thread "Hallo?" hatte ich unter der Überschrift "Gnadenschatz und Ökumenismus" ja schon gesagt, dass man gegen den Ablass eigentlich auch als Protestant nichts haben müssen könnte, dass dieser Trierer Ablass aber jetzt auch wieder nichts sooo Entscheidendes ist, dass man da nicht (einmal oder so) drauf verzichten könnte, zumal es ja auch durchaus innerkatholische Vorbehalte und außerdem auch viel bessere Ablässe als den Trierer gibt, der sich an einer höchstwahrscheinlich unechten Reliquie festmacht.

Wir wissen aber nunmal, wie unverständig und bisweilen erbost viele Protestanten (auch renommierte Theologen) reagieren, wenn sie vom "Ablass" auch nur reden hören. Und welche ernsten Vorbehalte bei protestantischen Glaubenstreuen gegen die Teilnahme an der Rockwallfahrt an sich bestehen. Da sind Emotionen im Spiel, die gilt es durch Zeichen des Entgegenkommens zu "konterkarieren". Das ist völlig legitim und hat mit unzulässigen Kompromissen und Anbiederei nichts zu tun.

Möglicherweise bietet es vielmehr Gelegenheit, mit dummen protestantischen Vorurteilen einmal aufzuräumen. So eine Diskussion wie hier wird ja auch nicht so oft geführt.

Wenn man den in der Bloggerszene jetzt so oft verlinkten Artikel in der WELT ONLINE liest, wird jedenfalls klar: Diese Wallfahrt hat sich in einem längeren Prozess zu einem ökumenischen Projekt entwickelt, das auf beiden Seiten auf Widerstände stößt.

Diese Widerstände kann man mit etwas Fingerspitzengefühl bis zu einem gewissen Grad brechen und in etwas Positives wandeln, eine gemeinsame, auf Christus bezogene und zentrierte Rockwallfahrt, in der die Frage nach der Echtheit des falschen Rocks (die Luther zu seinem polemischen Spruch verführte) gar keine und die kritischen Vorbehalte gegen Wallfahrten, Reliquien und Ablässe nur noch eine untergeordnete Rolle spielen. Ist euch das nicht genug? Wollt ihr auch noch den Ablass? Ich finde das gierig und unsensibel. Man kann nicht alles haben, man muss Prioritäten setzen. Den Ablass kann man sich in zig Kirchen und bei anderen Gelegenheiten ebenso gut holen.

Oder wollt ihr die Prottis vielleicht im Grunde gar nicht dabei haben und empfindet den ganzen Ökumenismus als Zumutung und faulen Zauber? Das denken die "unverfälschten" Protestanten auch, wenn sie die von ihrem "Landesbischof" empfohlene Teilnahme an einer solchen Wallfahrt als "unreformatorischen Unsinn" kritisieren.

Ich finde es gut, auf eigene Steckenpferde auch mal zu verzichten, wenn sich das um des großen Ganzen willen in einer konkreten Situation als sinnvoller erweist. Das muss man abwägen und ich werde meine katholische Identität deswegen nie aufgeben, aber provozieren tue ich lieber mit Bescheidenheit als mit triumphalen Gesten.
curioustraveller (Gast) - 18. Jan, 15:08

Ich habe das mit dem "Evangelium weichspülen" nicht auf den aktuellen Fall bezogen - das war eher eine Reflexion einiger schmerzhafter Erfahrungen in der evangelischen Kirche. Und da, mit Verlaub, ist der Begriff "Anbiederei", z.B. gegenüber dem Islam, durchaus angebracht.

Der Kern der Liebe ist Wahrheit. Bei Jesus zumindest. Er ging freundlich und liebevoll auf die Menschen zu, verkündigte aber oft genug Dinge, die den Zuhörern die Kinnladen nach unten klappen ließen.

Klar; als Protestant glaube ich, dass Christus ein für alle Mal für meine Schuld gestorben ist. Ich zweifle auch sehr stark an der Existenz eines Fegefeuers. Trotzdem - Die Heilig-Rock-Wallfahrt ist eine katholische Veranstaltung. Und warum soll die nicht auf katholische Art und Weise abgehalten werden? Kein Protestant wird gezwungen, einen Ablass in Anspruch zu nehmen, wenn er nicht daran glaubt, oder?

Ökumene heißt für mich nicht: "Ihr macht jetzt sofort das, was ich will", sondern: Wir respektieren unsere Unterschiedlichkeit, lassen uns gegenseitig so stehen und suchen nach Schnittmengen, die bei den unterschiedlichen Standpunkten möglich sind. Und es muss klar sein, dass es auch dann einfach einige Dinge gibt, die im Miteinander nicht möglich sind. (Ein gemeinsames Abendmahl zum Beispiel - das will ich gar nicht. Und schätze trotzdem meine katholischen Geschwister im Herrn). Wenn man das mal begriffen hat, wird die ganze Sache viel entspannter ...
gerd (Gast) - 18. Jan, 12:02

@Jorge

>>Wie anders klingt es aber, wenn man den einmaligen Verzicht auf diesen Ablass als "Rücksichtnahme" oder "freundliche Geste" charakterisiert. Ich tische ja auch keinen Schweinebraten auf, wenn ich Moslems zum Sonntagsschmaus einlade, obwohl ich es für Quatsch halte, Schweinefleisch zu verteufeln. Was ist daran "Anbiederei"? Denkt mal, was Paulus zu den "Schwachen" gesagt hat, die aus Gewissensgründen kein Schweinefleisch essen.<<

Wie steht es dann mit der nächsten Wallfahrt zum hl. Rock? Werden dann die protestantischen Glaubensgeschwister wieder ausgeladen, weil aus Rücksichtnahme gegenüber der katholischen Positionen der besondere Ablass wieder gewährt wird? Oder soll die freundliche Geste ein Dauerzustand werden? Würdest Du den Rest Deines Lebens auf Schweinefleisch verzichten, weil Dein Gast, der dauernd bei Dir einkehrt weil Du ihn eingeladen hast, Schweinefleisch verteufelt? Das ist doch Quatsch, oder etwa nicht?

ksu (Gast) - 18. Jan, 12:37

Wieso Dauerzustand? Keiner verlangt von Dir, dass Du JEDEN Sonntag einen Moslem einlädst. Und: Wenn es bei der nächsten Wallfahrt wieder einen Ablaß gibt, dann muss man die Protestanten nicht "ausladen". Für mich wäre das kein Hindernis, nicht zu kommen. Ich glaube nicht an Ablass, für mich spielt er keine Rolle. Wenn ein anderer Christ daran glaubt, dann befremdet mich das zwar, aber ich akzeptiere das. Das hindert mich nicht daran, gemeinsam mit ihm Gottestdienst zu feiern oder auch an einer Wallfahrt teilzunehmen.

Für mich ist dieser einmalige Verzicht einfach ein Zeichen der Ernsthaftigkeit. Ich finde das schön.
Imrahil (Gast) - 18. Jan, 12:44

Da ist halt, von grundsätzlichen Erwägungen einmal abgesehen, auch das das Problem, daß viele - ich für meinen Teil - an einen einmaligen Verzicht zum Zeichen der Ernsthaftigkeit der ökumenischen Freundschaft nicht recht glauben können. Viele - ich für meinen Teil - sehe dahinter im tiefsten Innern (wenn Du mir einen solchen Einblick auch einmal erlaubst), den folgenden Gedanken: "Ablässe mögen zwar gut sein für den katholischen Gläubigen, aber da sie bei den Protestanten Anstoß erregen, und so wichtig auch wieder nicht sind, und auch einige Katholiken daran entweder dezidiert nicht glauben oder doch die Lehre gar nicht kennen und für finsteres Mittelalter halten, lassen wir's doch einfach." Was fehlt, sind die Bauchschmerzen wegen der Entscheidung, das halbwegs unter Tränen hervorgestoßene "dieses eine Mal", wenn Du verstehst, was ich meine
Imrahil (Gast) - 18. Jan, 12:45

Abschwächung: Ich sehe dahinter nicht, sondern kann mir nicht helfen zu vermuten.
gerd (Gast) - 18. Jan, 15:15

@Jorge

>>Möglicherweise bietet es vielmehr Gelegenheit, mit dummen protestantischen Vorurteilen einmal aufzuräumen.<<

Dass die protestantischen Vorurteile dumm sind, ist erst mal Deine Definition!

>>Ist euch das nicht genug? Wollt ihr auch noch den Ablass? Ich finde das gierig und unsensibel. Man kann nicht alles haben, man muss Prioritäten setzen. Den Ablass kann man sich in zig Kirchen und bei anderen Gelegenheiten ebenso gut holen.<<

Na da wird der Gaul wohl von hinten aufgezäumt. Vom Wollen des Ablasses kann ja wohl nicht die Rede sein. Der Ablass war immer Bestand der Wallfahrt und soll es jetzt für wie lange auch, nicht mehr sein und das obwohl, ich zitiere, die protestantischen Voruteile "dumm" sind?
Kerstin Müller (Gast) - 18. Jan, 12:13

Man kann es wohl nur falsch machen

Mir ist als Gesamteindruck beim Lesen des thread Mt 11, 17 in den Sinn gekommen. Ob nun Hochzeitslieder gespielt werden oder Klagelieder gesungen, es ist einfach nie recht. Immer gibt es Gemaule, dem eine ist es zu frömmlerisch, dem anderen zu absurd, und wieder einer fühlt sich intellektuell unterfordert.
Warum nicht herzlich lachen ob der erwiesenen Gnade und warum nicht bittere Tränen weinen ob der eigenen Sündhaftigkeit? Das Leben ist schön und reich und es ist kein Schattenreich irgendwelcher Hirngespinste oder abstrakter Gedankenkonstrukte.

gerd (Gast) - 18. Jan, 12:59

@ksu

>>Wieso Dauerzustand?<<

Das kann ich Dir sagen und weiß es aus eigener Erfahrung. Die Annäherung an protestantische Positionen, sei es aus Rücksicht oder Freundlichkeit, hat meistens wenn nicht gar immer, ein Abkehrung von katholischen Wahrheiten zur Folge. Wir können, um diesen Vergleich mal zu bemühen, die evangelischen Christen zur Anbetung einladen und als Zeichen des guten Willens, den Herrn im Tabernakel belassen und auf den eucharistischen Segen, mit Monstranz und Velum verzichten, weil die Auffassungen zur Realpräsenz doch weit auseinander driften. Das wäre in meinen Augen Verrat am Herrn, nicht mehr und nicht weniger.


>>Keiner verlangt von Dir, dass Du JEDEN Sonntag einen Moslem einlädst. Und: Wenn es bei der nächsten Wallfahrt wieder einen Ablaß gibt, dann muss man die Protestanten nicht "ausladen".<<

Das ist alles gut und richtig. Aber was heute freundlich und Zeichen guten Willens ist, wird dann als.........was bezeichnet?


>>Für mich wäre das kein Hindernis, nicht zu kommen. Ich glaube nicht an Ablass, für mich spielt er keine Rolle. Wenn ein anderer Christ daran glaubt, dann befremdet mich das zwar, aber ich akzeptiere das. Das hindert mich nicht daran, gemeinsam mit ihm Gottestdienst zu feiern oder auch an einer Wallfahrt teilzunehmen.<<

Zum Glück sind die Menschen ja verschieden. Für mich ist es sehr wichtig, keine protestantischen Positionen zu übernehmen, weil das meinen Glauben berührt. Da bin ich mit Paulus einer Meinung: Sollte euch jemand ein anderes Evangelium verkündigen: Verflucht sei er!

@Kerstin Müller
>>Das Leben ist schön und reich und es ist kein Schattenreich irgendwelcher Hirngespinste oder abstrakter Gedankenkonstrukte.<<

Na ja, das schöne Leben ist ja relativ. Jesus hat im Ölgarten Blut geschwitzt, wurde von seinem Freund verraten, gegeißelt mit Dornen gekrönt und ist am Kreuz verblutet. Da ist sicherlich kein Platz für Gedankenkonstrukte im Schattenreich, wohl wahr. Aber das Ende eines schönen Lebens sieht definitiv anders aus. Wenn nun der Knecht nicht mehr zählt als sein Herr, sollten wir das schöne Leben auch unter dem ernsten Aspekt des Sühneopfers unseres Gottes betrachten.
Imrahil (Gast) - 18. Jan, 13:37

Einschub: Nein, das schöne Leben ist nicht relativ... Good is so good that it seems to explain away evil; evil is so evil that it seems to take away all good. Mit untertänigster Entschuldigung an Chesterton für das arg strapazierte Zitat aus dem Gedächtnis. Und deshalb: Ja,

>>Warum nicht herzlich lachen ob der erwiesenen Gnade und warum nicht bittere Tränen weinen ob der eigenen Sündhaftigkeit?

Damit war alles gesagt, und es war nicht nötig, @Kerstin spaßverderberisch auf das Kreuz hinzuweisen. Uns ist befohlen, die Leiden zu ertragen, aber nicht, sie zu wünschen, sagt Augustinus (meines Wissens irgendwo), der wahrlich nicht zu den weniger strengen unserer Kirchenlehrer zählt.
Imrahil (Gast) - 18. Jan, 13:39

Aber @Kerstin,

die Erde ist kein Schattenreich von Hirngespinsten oder Gedankenkonstrukten... d. h. von falschen oder vereinfachenden solchen.

Insofern ja auch das behutsame wissenschaftliche Vorgehen, daß gewisse Dinge als absolute Wahrheiten feststellt, sofern es dafür wirklich sichere Gründe hat, irgendwo ein Gedankenkonstrukt ist.

Daß das a) nicht immer einfach ist und b) man das auch nicht unbedingt machen muß, sei Dir unbenommen.
Kerstin Müller (Gast) - 19. Jan, 15:27

@ IMRAHIL

Dein"Aber" zu Beginn ist vermutlich nicht notwendig, vielleicht habe ich mich aber zu unklar ausgedrückt.

1.
"Gedankenkonstrukten... d. h. von falschen oder vereinfachenden solchen" : diese falschen Gedankenkonstrukte bezeichnete ich mit dem Begriff "Hirngespinste", wobei dieser Begriff sicher unsachlich ist.
2.
"Insofern ja auch das behutsame wissenschaftliche Vorgehen, daß gewisse Dinge als absolute Wahrheiten feststellt, sofern es dafür wirklich sichere Gründe hat, irgendwo ein Gedankenkonstrukt ist."
Ja klar, meine Intention richtete sich jedoch auf abstrakte Gedankenkonstrukte, wobei mir das Abstrakte hier wichtig ist. Du nennst es "vereinfachende" Gedankenkonstrukte. Wenn also wesentliche Elemente im Zuge der Abstraktion für unwesentlich erklärt werden und damit wegfallen. Oft bleibt als Ergebnis eine blutleere Idee. Natürlich bleibt die Frage, was denn nun wesentlich sei. In Bezug auf das Leben bleibt mir nur das Wesen des Menschen als Maßstab.
Zu abstrakt finde ich z. B., wenn mir der Gedanke der Sündenvergebung als Möglichkeit Gottes völlig ausreichte und ich deshalb nie zur Beichte ginge und in der Tat beichtete. Oder wenn ich nur über Gott nachdenken, jedoch niemals beten geschweige denn Gott in der Tat lieben würde. Das Leibhaftige gehört für mich wesentlich zum Leben dazu.

Und ich gebe dir recht, Gedankenkonstrukte sind a) nicht immer einfach, aber dass man b) nachdenken sollte, finde ich schon ;-)
Imrahil (Gast) - 19. Jan, 23:31

Ich habe gar kein Problem mit dem Wort Hirngespinst...

Ansonsten sind wir uns einig. D. h. in der Sache, bloß wie Du das Wort "abstrakt" gebrauchst, verrät ein bißchen Geringschätzung gegenüber der abstrakten Denkweise, wenn ich das so sagen darf... wo doch jedes Denken genommen abstrakt ist und abstrakt sein muß.

Selbstverständlich ist auch ein abstraktes Gedankenkonstrukt möglicherweise abstrakt falsch. Im Beispiel: Wer die Vergebung seiner Sünden für möglich hält, der hat damit abstrakt ganz recht. Bloß auf welche Weise wird diese Vergebung denn geschenkt? Indem neue Gnade ausgegossen wird, die die nicht erhält, der sich ihr verweigert - und es ist eben eine neue Sünde, die Beichtpflicht nicht zu erfüllen. Usw.

Selbstverständlich halte ich gar nichts von einer gewissen Mode, die sagt: "Im letzten", da darf man schon mit dem grimmigen Schauen anfangen sobald man diese Einleitung hört, "besteht das Christentum aus:" und dann kommt irgendein Wort, oft sogar eines, das Aristoteles nicht gekannt hat. Das geht natürlich nicht. "[Although] they will think me very narrow (whatever that means) [...] I say that the remarkable thing about Christianity was that it was the first to preach Christianity. " (Chesterton, Orth. V.)
cuppa (Gast) - 19. Jan, 11:26

Wie schön...

Ich klinke mich nur mal nebenbei ein: Es liegt an den Gemeindereferenten, wenn der Ablass totgeschwiegen, nicht mehr bekannt ist, als Relikt von gestern angesehen wird. Bischöfe, Dekane, Stadtpfarrer, Hochschullehrer haben damit nichts zu tun. Vielleicht tragen Gemeindereferenten auch die Schuld dafür, dass es mit dem "Jahr des Glaubens" schwierig werden dürfte: Denn die Glaubenskongregation musste die verschiedenen Bischofskonferenzen auffordern, ihre regionalen Katechismen dem KKK anzupassen, Fehler zu tilgen. Machen Bischofskonferenzen das?
Wäre die Krise der Kirche eine Krise der Gemeindereferenten, wie schön...

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