Elsas Nacht(b)revier



Francois Gérard: St. Térèse d'Avila

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Sonntag, 15. November 2015

Denn Liebe ist stark wie der Tod (Hohelied)

Isobel, 22 Jahre alt, hat den Horror in Bataclan überlebt. Ihr Facebookposting geht jetzt um die Welt.
Es ist die Botschaft einer starken Frau, die mit 22 Jahren schon so viel mehr erkannt hat, als ich in diesem Alter. Sie schildert die unfasslichen Momente, in denen sie sich, neben und unter Ermordeten, tot stellte. Und dann der wichtigste Teil ihrer Botschaft für uns:

>>Aber als Überlebende dieses Horrors bin ich fähig, das Licht auf die Helden zu richten.

Auf den Mann, der mich beruhigte und sein Leben riskierte, als er sich über mich beugte, während ich wimmerte.
Auf das Paar, dessen letzte Worte der Liebe meinen Glauben an das Gute erhielten.
Auf die Polizisten, die Hunderte Menschen retteten.
Auf die Fremden, die mich auf der Straße auflasen und mich 45 Minuten lang trösteten, in denen ich dachte, dass der Mann, den ich liebe, tot ist.
Auf den Jungen, den ich für Amaury hielt, der es nicht war und mich trotzdem festhielt und mir sagte, dass alles in Ordnung kommen werde, obwohl er selbst allein und verängstigt war.
Auf die Frau, die ihre Türen für die Überlebenden öffnete
Auf den Freund, der mir Unterschlupf gewährte und mir neue Klamotten kaufte, damit ich nicht mehr mein blutbeschmiertes T-Shirt tragen musste
Auf alle, die mir mitfühlende Nachrichten geschickt haben<<

Ganzer Beitrag hier.

Morgen Schweigeminute um 12 Uhr in Europa

>>Schweigeminute in ganz Europa
Morgen um 12 Uhr sind alle Europäer zu einer Schweigeminute aufgerufen. "Das Gute ist stärker als das Böse", erklärten die EU-Institutionen in einer gemeinsamen Stellungsnahme. "Wir werden alles Notwendige tun, um Extremismus, Terrorismus und Hass zu bekämpfen." Die Anschläge von Paris würden als Angriff gegen alle EU-Staaten gewertet.<< Vom t-online-Live-Blog.

Katholiken beten übrigens um 12 Uhr den Angelus, was man freilich auch schweigend und in Verbindung mit den Anschlägen von Paris machen kann.

Ein Fluch gegen Gott

Ein starkes Bild hat Papst Franziskus heute beim Angelus als scharfe Entgegnung auf die "Allahu akbar" schreienden Schlächter von Paris gebracht:
>>Nach dem Angelus ging der Papst auf die Terror-Attentate vom Freitag Abend in Paris ein und brachte seinen tiefen Schmerz zum Ausdruck. Eine derartige Barbarei lasse einen bestürzt zurück und habe nicht nur Frankreich, sondern die ganze Welt erschüttert. Angesichts derartiger nicht tolerierbarer Akte müsse der unqualifizierte Angriff gegen die Würde des Menschen verurteilt werden: „Der Weg der Gewalt und des Hasses löst die Probleme der Menschheit nicht! Den Namen Gottes nutzen, um dieses zu rechtfertigen, ist ein Fluch gegen Gott!“ Von hier.

Franziskus forderte alle auf, sich seinem Gebet anzuschließen, und empfahl die Opfer dieser Tragödie der Barmherzigkeit Gottes. Die Gottesmutter solle über Frankreich, der ersten Tochter der Kirche, Europa und die ganze Welt wachen.<<

Ein Fluch gegen Gott.

70 Jahre Ende des Zweiten Weltkrieges

Zum heutigen Volkstrauertag überträgt die ARD um 13.30 Uhr die Gedenkstunde der Deutschen Kriegsgräberfürsorge:

>>Die zentrale Gedenkstunde zum Volkstrauertag veranstaltet der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge im Plenarsaal des Deutschen Bundestages in Berlin.
Die Gedenkstunde, die traditionell unter der Schirmherrschaft des Bundestagspräsidenten steht, beginnt um 13.30 Uhr und wird von der ARD direkt übertragen.
Markus Meckel, Präsident des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V., wird mit der Begrüßungsansprache die Veranstaltung eröffnen.
Die Gedenkrede hält Bundespräsident Joachim Gauck.Er spricht auch das Totengedenken.
Die Lesung gestalten Jugendliche der Gesamtschule Berger Feld, Gelsenkirchen.
Die musikalische Gestaltung der Gedenkstunde obliegt dem Leipziger Universitätschor unter Leitung von Universitätsmusikdirektor David Timm und dem Bläseroktett des Musikkorps der Bundeswehr, Siegburg unter Leitung von Hauptfeldwebel Jana Heß.<< Von hier, dort auch das ausführliche Programm.

Aus dem Gebet Benedikts XVI. anlässlich des Besuches von Ground Zero

>>Gott des Friedens, bringe deinen Frieden in unsere gewalttätige Welt:
Frieden in die Herzen aller Männer und Frauen
und Frieden unter den Nationen der Erde.
Führe die auf den Weg deiner Liebe zurück,
deren Herz und Geist
sich im Haß verzehren.

Gott des Verstehens,
überwältigt von der Ungeheuerlichkeit dieser Tragödie,
suchen wir angesichts solch schrecklicher Ereignisse
dein Licht und deine Führung.
Gib, daß die, deren Leben verschont wurde,
so leben, daß die hier verlorenen Leben
nicht umsonst verloren seien.
Tröste uns und steh uns bei,
stärke uns in der Hoffnung,
und gib uns die Weisheit und den Mut,
unermüdlich für eine Welt zu arbeiten,
wo wirklicher Friede und echte Liebe herrschen
unter den Nationen und in den Herzen aller.<<

Das ganze Gebet ist hier dokumentiert.

#PrayForParis

Kommentar zum Tagesevangelium

Hl. Ephräm (um 306-373), Diakon in Syrien, Kirchenlehrer
Evangelienkommentar oder Diatessaron, 18,5

„Der Menschensohn wird zu einer Stunde kommen, in der ihr es nicht erwartet"

Um jede schamlose Frage nach dem Zeitpunkt seiner Wiederkunft zu verhindern, sagt Jesus: „Doch […] jene Stunde kennt niemand […], nicht einmal der Sohn“ (Mt 24,36) und an anderer Stelle: „Euch steht es nicht zu, Zeiten und Fristen zu erfahren“ (Apg 1,7). Er hat es vor uns verborgen, damit wir wachen und damit jeder von uns dessen eingedenk sei, dass diese Wiederkunft sich während seines Lebens ereignet. Wenn nämlich die Zeit seines Kommens offenbart worden wäre, so wäre seine Wiederkunft eitel: die Nationen und Jahrhunderte, in denen sie stattfindet, hätten sich nicht nach ihr gesehnt. Er hat deshalb bezeugt, dass er kommt, aber nicht den Augenblick angezeigt. Und so dürsten alle Generationen und alle Jahrhunderte nach ihm.

Dennoch hat er die Zeichen für sein Kommen erläutert; doch ihre Erfüllung erkennt man nicht. Im ständigen Wechsel, in dem wir leben, gab es diese Zeichen schon und sie sind vorbeigegangen oder dauern noch an. Seine letzte Wiederkunft ist tatsächlich mit seiner ersten zu vergleichen: die Gerechten und die Propheten erwarteten ihn sehnlich. Sie dachten, er würde zu ihrer Zeit erscheinen. Desgleichen sehnt sich jeder treue Christ danach, ihn zu seiner Zeit empfangen zu dürfen, zumal Jesus nicht deutlich den Tag verkündet hat, an dem er wiederkommen würde. So kann niemand sich einbilden, dass Christus, der Herrscher ist über Anzahl und Zeiten, einem Gesetz der Zeit oder irgendeiner Stunde unterstellt wäre.

[via Evangelium Tag für Tag]

cantare

Ich bin einfach hingerissen,
da ist so viel in diesem Monolog, von dem man oberflächlich...
ElsaLaska - 20. Aug, 19:55
Houellebecq ist ein sehr...
Wobei man jetzt keine Kristallkugel brauchte. Mir imponiert,...
Elsa (Gast) - 12. Aug, 17:50
Hui, das war aber ein...
Hui, das war aber ein wilder Ritt durchs Stadtbild...
NeonWilderness - 11. Aug, 23:45
Privet, fbtde!
Schön, von dir zu hören. Offenbar lebst du also auch...
ElsaLaska - 2. Aug, 10:27
Oha
Du lebst auch noch. Gut zu wissen!
fbtde - 2. Aug, 08:31

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